12/08/2017
FC Eintracht Rheine - SC Wiedenbrück 1:0 n.V.
08.08.2017: Westfalenpokal 1.Runde, OBI Arena #505
Zuschauer: 488
An einem Dienstag mal eben 450 km für ein Spiel in der 1. Runde des Westfalenpokals, kann man mal machen. Also setzte ich mich nachmittags in meinen treuen Tschechen und ab auf die verhasste, weil Baustellen übersäte, A45 gen Norden. In Schwerte wurde mit Marvin noch ein Neuling in die Mitfahrerstatistik aufgenommen und weiter ging es nach Rheine. Dort schlug man pünktlich zum Anpfiff am Kassenhäuschen auf. 6€ wechselten den Besitzer, eben so eine postkartengroße Eintrittskarte.
Der FC Eintracht Rheine spielt in der Oberliga Westfalen, in der vergangenen Saison belegte man den 5. Tabellenplatz. Aktuell geht man in die 5. Oberliga Saison. Zur Entstehung will ich hier kurz Wikipedia zitieren: „Der FC Eintracht Rheine ist das Produkt zahlreicher Vereinsfusionen. Die Vorgängervereine lassen sich bis in das Jahr 1908 zurückverfolgen. Ältester Stammverein ist Borussia Rheine, die im Jahre 1928 Westfalenmeister wurde. Borussia fusionierte 1969 mit dem VfL Rheine zu Rot-Weiß Rheine. In der höchsten westfälischen Amateurliga spielten einst die Rheiner Vereine BV und SpVgg, die 1969 zum FC Rheine fusionierten. Am 27. Juni 1971 fusionierten Rot-Weiß und FC Rheine zum VfB Rheine. Dieser fusionierte am 10. Juni 1994 mit der SG Eintracht Rheine zum FC Eintracht Rheine.“ Im Jahr 2003 konnte Rheine den Westfalenpokal gewinnen und so in den DFB-Pokal einziehen, dort verlor man gegen den Zweiligisten VfB Lübeck mit 2:0.
Die Gäste vom SC Wiedenbrück spielen in der Regionalliga West. Nach zwei Spieltagen liegt man mit 4 Punkten auf dem 2. Tabellenplatz. In der letzten Saison wurde man 14. und entging damit nur knapp dem Abstieg. Auch der SC entstand 2000 aus einer Fusion aus den Vereinen DJK Eintracht Wiedenbrück und Westfalia. Seit 2010 spielt man in der Regionalliga, im Jahr 2011 konnte man den Westfalenpokal gewinnen.
Die OBI Arena, wurde 1963 eröffnet und bietet 8.000 Zuschauern platz. Im Jahr 2002 entstand hinter einem Tor die Dr. Windhoff Tribüne, welche 400 überdachte Sitz- und 300 Stehplätze bietet. Um das Naturrasenfeld verlaufen ansonsten etliche flache Stufen.
Das Spiel wurde über die gesamte Zeit intensiv geführt. Die Gastgeber hatten insgesamt die besseren Torchancen. Nach 90 Minuten stand es aber weiter 0:0, also Verlängerung. Wir hatten uns bereits auf das Elfmeterschießen eingestellt, als in der Nachspielzeit das goldene Tor für Rheine fiel. Der Sieg geht völlig in Ordnung. Lediglich das Benehmen des Mäzen Dr. Windhoff möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen. So flog der gute Mann nach Diskussionen mit dem Linienrichter zunächst von der Bank. Tauchte Minuten später mit einer Ordnerbinde im Innenraum wieder auf, betrat den rasen während des Spiels um diesen zu reparieren und beleidigte den Linienrichter als „Eierkopf“. Ob das wirklich des Bundesverdienstkreuzes würdig ist sei mal dahingestellt. Ansonsten war es ein sehr angenehmer Abend in Rheine.
Kulinarisch vergebe ich 2 von 5 möglichen Punkten. Die feine Bratwurst schmeckte ganz leidlich und konnte für 2,20€ erworben werden. Das gleiche zahlte man für ein gezapftes Warsteiner.