19/06/2026
„Mich übermannte gerade eine tiefe Traurigkeit. Eine Traurigkeit darüber, dass ich erst jetzt nach 65 Jahren diese Achtsamkeit entdecke, mit allen Sinnen wahrzunehmen, mein Leben wirklich im Hier und jetzt zu leben.“ So beginnt Matthias (Name geändert), seine Erfahrung aus der Übung zu beschreiben.
Matthias hat sein ganzes Arbeitsleben lang große Projekte gestemmt und sich regelrecht aufgearbeitet für seinen Arbeitgeber. Und er hat, wie er selbst sagt, „sich sein ganzes bisheriges Leben viel mit Menschen umgeben, die ihm nichts Gutes wollten“. Er ist durch eine Krebserkrankung gegangen und einen Schlaganfall. Und kriegt – erst – jetzt die Kurve.
Wir sind im Modul 5 „Kommunikation“ „Kommunikation“ unseres Weiterbildungs- und Begleitungsformats TOOLBOX ACHTSAMKEIT. Der Impuls an unsere Teilnehmenden war: Eine Stunde draußen mit Nicht-Tun verbringen. Alle Sinne, alle Kanäle auf Empfang. Nach innen in den Körper lauschen, in die eigenen Gedanken und ins Herz. Und nach außen hin mit allen Sinnen wach. Gleichzeitig auf Empfang mit Mutter Erde, Urgrund allen Seins. Wir dürfen uns rück-verbinden (lat. re-ligere) zur Natur, die eine große Kraftquelle ist und von der wir selbst ein Teil sind. Horizontal verbunden mit allen Mitgeschöpfen, mit allem, was uns umgibt. Und ausgerichtet auch nach oben: Intuition, Signale aus der Welt, die das Sichtbare übersteigt.
Matthias, unser TOOLBOX-Teilnehmer, kann schließlich aus seiner Traurigkeit über den verpassten Teil seines Lebens immerhin eine Dankbarkeit für das Geschenk achtsamer Präsenz im Hier und jetzt gewinnen. Und darf uns allen eine Mahnung sein, lieber heute als morgen sich dem Schatz im eigenen Herzen zuzuwenden.
Den ganze Blogbeitrag findest du unter www.mindyourheart.blog!