16/04/2026
Gewinnendes und tränendes Auge zugleich
Mit einem 3:1-Heimsieg sind die Alten Herren (AH) des SV Rednitzhembach erfolgreich in die neue Saison gestartet – ein Auftakt, der sportlich Grund zur Freude bietet, zugleich aber auch von zwei emotionalen Abschieden geprägt war.
Mit Paul und Peter wurden an diesem Abend zwei echte Urgesteine des SVR in den wohlverdienten „passiven Dienst“ verabschiedet. Über viele Jahre hinweg haben beide den Verein entscheidend mitgeprägt – sei es als Spieler, Trainer, bei unzähligen Arbeitsdiensten oder auch in der sprichwörtlichen „dritten Halbzeit“. Ihr Engagement und ihre Verbundenheit zum Verein sind beispielhaft und im gesamten Umfeld hochgeschätzt. Passend zu ihrem Alter von 66 Jahren gilt für beide nun das Motto von Udo Jürgens: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ – und genau das wünschen wir ihnen von Herzen.
Auch sportlich bot der Abend einen gelungenen Rahmen. Im stimmungsvoll beleuchteten Peter-Müller-Sportpark entwickelte sich gegen die AH aus Barthelmesaurach eine unterhaltsame Partie. Die Hausherren erwischten einen perfekten Start: Spielmacher Kruno brachte sein Team früh in Führung und bereitete wenig später auch das 2:0 für Vecere vor.
Ein besonderer Moment ereignete sich bereits in der ersten Halbzeit, als Peter Müller kurzzeitig verletzt vom Platz musste, später jedoch unter dem Applaus der Zuschauer wieder zurückkehrte.
Defensiv konnten sich die Rednitzhembacher auf einen starken Rückhalte verlassen: Christofori bewahrte sein Team in der ersten Halbzeit mit einer Glanzparade vor einem Gegentreffer und hielt die Null fest.
Nach der Pause sorgte erneut Kruno für den nächsten Höhepunkt: Nach einer Ecke reagierte er am schnellsten, nahm den Abpraller direkt per Volley und versenkte den Ball sehenswert im Winkel zum 3:0.
Kurz darauf zeigte dann Klose im Tor der Gastgeber eine herausragende Fußabwehr, die den Vorsprung sicherte.
Offensiv setzten Paul und Peter immer wieder Akzente und ließen mit ihren Aktionen den Glanz vergangener Tage aufblitzen.
Der emotionale Höhepunkt folgte schließlich in der 66. Minute: Unter großem Applaus und begleitet von einem Spalier beider Mannschaften verließen Paul und Peter ein letztes Mal gemeinsam den Platz. Als Erinnerung erhielten beide ein Trikot mit der Nummer 66 sowie den Unterschriften ihrer Mitspieler – ein würdiger Abschied für zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten.
Zwar konnten die Gäste im weiteren Verlauf noch verkürzen, doch am verdienten Heimsieg der Männer vom Harmer Berg änderte dies nichts mehr.