03/08/2021
Julian Hild, Christoph Schlegel, Marc Schock, Finn Sommer und Luca Eckhardt (von links) bauen den Holzkicker zusammen.
Nun hat der Stadtwerke-Dirt-Park auch einen „Kicker“
Jugendliche packen selbst an, Sponsor hilft bei der Finanzierung / Parcours besteht bereits 2013
Die Jungs vom Stadtwerke-Dirt-Park packen ihr Werkzeug aus: Akku-Schrauber, Säge und ein Metermaß brauchen sie, um den Holzkicker zusammenzuzimmern. Ein Holzkicker ist nicht etwa ein Tischfußball aus Holz, sondern eine Rampe für den Dirt-Park am Fuße des Rodelbergs im Ostpark, den die Stadtwerke finanziell unterstützen. Die jungen Dirt- und BMX-Fahrer erweitern ihren Parcours, den sie mit ihren Fahrrädern und wagemutigen Sprüngen absolvieren.
Kicker bedeutet in der Dirt-Sprache so viel wie Absprung. Die Jungen verbinden also zwei halbrunde Außenbalken mit Querverstrebungen. Dabei ist Augenmaß und Millimeterarbeit notwendig, berichtet Luca Eckhardt, der Sprecher der Dirt-Gruppe „We want dirt“.
Das Material für die Rampe kostet etwa 600 Euro. Hinzu kommen jährliche Unterhaltungskosten von 100 Euro. Die Jungen von „We want dirt“ fragten bei den Stadtwerken an, ob sie den Kauf des neuen Sportgerätes als Sponsor unterstützen würden. Die Stadtwerke als Namensgeber des Parcours sagten gerne zu.
Das Gelände besteht im Wesentlichen aus individuell geformten und gestalteten Erdhügeln. Der Dirt-Park entstand bereits 2013. Jugendliche und junge Erwachsene hatten sich zusammengetan und den Kontakt zur Jugendförderung gesucht, erinnert sich Streetworker Özgür Bilgin. Die Jugendförderung habe die Stadtwerke Rüsselsheim als Sponsor gewonnen, die Stadt habe das Gelände unterhalb der Rodelbahn als Dirt-Park zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen Sixel habe noch für die großen Erdbewegungen gesorgt. Die Jungen gestalteten dann mit Schaufeln die Absprunghügel ihren Parcours.