05/07/2026
Nun ist er schon ein Weilchen her, der ZUT. Seit diesem Jahr ganz neu „powerd by UTMB“! Doch leider stand er unter keinem guten Stern. Was beim Anmeldechaos begann, sollte sich bei den 3 Nachtläufen fortführen. Das Netz ist voll von den enttäuschten Berichten aber egal, man muss die Feste feiern, wie sie kommen. So wurden wir am Freitag 21:00 Uhr auf die 74km mit etwa 3200HM in die Nacht geschickt. Ein klein wenig Aufregung war dabei, so war es doch mein erster alpiner Nachtlauf. Die verflog aber recht schnell, da wir mit lautstarkem Getöse ins Rennen gepuscht wurden. Danach wurde es erst einmal ruhiger und die Schatten verschwanden immer mehr in der Dunkelheit. Ein Nachtlauf hat schon etwas Besonderes, irgendwie besinnlich. Sicherlich, ein schöner Panoramaausblick wäre schön gewesen aber die Lichterkette der Stirnlampen, wenn man den ersten Anstieg hinauf oder hinunterschaute, hatten auch was Faszinierendes. Insgesamt war die Nacht ruhig, jeder lief hoch konzentriert, fand sich dann an den Verpflegungspunkten zur kleinen Ablenkung wieder, um dann wiederum in der Stille der Nacht zu verschwinden. So verflog die Nacht und die ersten Sonnenstrahlen zeigten sich, die Kopflampen wurden eingepackt und vorsorglich mit den Sonnenbrillen ausgetauscht. Nach einem „kleinen“ Up- und Downhill kam er dann, der letzte Brocken! Erst etwas entspannter bis man ins „NOMADS“ – Land eintrat, ab da an ging es steil nach oben, 2,5km mit 500HM. Und man hörte sie, die NOMADS, schon von weitem, nur ganz leicht aber mit jedem Schritt nach oben wurden sie ein klein wenig lauter und man kam der Cheering Zone immer näher. Angekommen gab es ein Feuerwerk der Anfeuerungskunst, so dass man in den weiteren Uphill reingepusht wurde. Das war auch notwendig, denn es war noch lange nicht vorbei. Ab der Stelle an war es mit dem Wald und Bäumen und Schatten vorbei und es ging immer weiter nach oben. Irgendwann war er erreicht, der letzte Gipfel. Jetzt ging es „nur noch“ bergab, rund 10km mit etwa 1500HM, bis die Knie und Beine glühten und wir so stimmungsvoll im Ziel empfangen wurden, wie wir am Vorabend ins Rennen entlassen wurden. Auch wenn es etwas hakte, war es ein schöner und anspruchsvoller Lauf, der lange in Erinnerung bleibt.