25/10/2018
Radeln im Attergau
Mit etwas Verspätung, aber er kommt. Der Bericht über unsere mehrtägige Radausfahrt, die uns dieses Jahr ins Salzkammergut – genauer gesagt ins Attergau bei St. Georgen führte.
Nach und nach trafen am Mittwoch die 18 Teilnehmer in St. Georgen – Hipping im wohlausgewählten Hotel Lohninger-Schober ein, wo sie von Peter und Claudia –den Organisatoren und umsichtig sich Kümmernden - erwartet wurden. Einige nutzten sofort nach Bezug ihres Zimmers den Pool zur Erfrischung und Entspannung nach der Fahrt. Abends konnte nach einem reichhaltigen italienischen Buffet zu Musik und Gesang eines Alleinunterhalters das Tanzbein geschwungen werden.
Das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen ließ auch keine Wünsche offen. Gut gestärkt konnten wir so den ersten Radltag antreten. Mit den Autos fuhren wir nach Unterach am Attersee und setzten mit dem Schiff über nach Weißenbach. Die Tour verlief über Bad Ischl zum Wolfgangsee. Wir alle waren froh, nicht in der prallen Sonne fahren zu müssen. Die Strecke führte überwiegend durch bewaldetes Gebiet am See entlang. In St. Wolfgang wurde selbstverständlich ein Stopp eingelegt, Fotoapparate und Handys gezückt – eine Aufnahme vom „Weißen Rössl“ darf nicht fehlen. Ein zweites Mal durften wir danach unsere Räder auf eine kleine, schon in die Jahre gekommene Fähre schieben für eine kurze Fahrt zur anderen Seite des Wolfgangsees. Wir mussten uns in zwei Gruppen aufteilen und alle hatten Spaß an der Überfahrt und genossen den Blick auf die herrliche Landschaft. Am Mondsee entlang ging die Route weiter in Richtung Unterach. Bei der Hitze verdunstete man viel Wasser und die Kehlen waren trocken. Obwohl schon verdächtige Wolken am Himmel aufzogen wurde in einem Biergarten noch eine Pause eingelegt. Die Wolken verdunkelten sich, nun aber schnell bezahlt und kräftig in die Pedale getreten. Doch es war zu spät. Auf den letzten Kilometern entleerten sich die Wolken und die Räder mussten im Regen auf die Autos geladen werden. Der guten Laune in der Gruppe tat das allerdings keinen Abbruch.
Der Wetterumschwung war am nächsten Morgen deutlich spürbar. Für ein Frühstück auf der Terrasse mit schönem Blick auf die Berge war es zu frisch und zum Radeln zog man schnell eine Jacke über. Auch an diesem Tag fuhren wir zuerst ein Stück mit dem Auto. Ausgangspunkt war Oberhofen am Irrsee. Bei manchen schien sich das Navi zu irren und sie erkundeten die Landschaft erst einmal vom Auto aus. Als dann alle am vereinbarten Treffpunkt waren, konnten wir die heutige Tour am Irrsee entlang durch die sanfte Bergwelt Richtung Mondsee starten. Ein Teil des Rückweges war der gleiche wie am Vormittag, nur in die andere Richtung. So konnte man die friedliche Landschaft aus einer anderen Perspektive betrachten. Trotz Regenvorhersagen hatten wir keinen Schauer abbekommen und den zweiten Radtag bei angenehmen Temperaturen genossen.
Auch am Samstag versteckte sich die Sonne hinter den Wolken. Einige zogen es deshalb vor, nicht zu radeln und spazierten nach St. Georgen und genossen anschließend den Wellnessbereich im Hotel oder machten eine Wanderung. Die Radgruppe startete vom Hotel aus zu einer Rundtour. Etliche Höhenmeter sowohl bergauf als auch bergab wurden überwunden. Bergauf hatten die E-Biker klar ihren Vorteil, mussten oben aber immer auf die "Kettenradle"“ warten. Bergab genossen es die "Motorlosen" an den "Motorisierten" vorbeizurauschen. Punktgenau kamen wir am Hotel an bevor der große Regen einsetzte.
Dank Peter und Claudia erlebten wir wieder schöne, unterhaltsame Tage in einer harmonischen Gruppe. Die täglichen Strecken waren angenehme 60km und der Genuss kam auch nicht zu kurz. Wir sind schon gespannt auf das nächste Jahr.
Das Radfahren im Schwäbischen Albverein Pliezhausen