immer 17 Uhr bis 19 Uhr im DUO-YANG Martial Arts Gym
SYSTEMA ist eine russische Kampfkunst. Sie beinhaltet die Verteidigung gegen einen und mehrere Angreifer, Waffenkampf, psychische Ausbildung und andere Fertigkeiten, die für einen Menschen im Alltag und in Extremsituationen nützlich sein können. SYSTEMA ist eine ganzheitliche Lehr- und Ausbildungsmethode, die körperliche, psychologische und gei
stige Übungen enthält. Diese Methode eignet sich für jeden Menschen unabhängig von seinem Geschlecht, Alter, der körperlichen Verfassung, Konfession oder Nationalität. Sie fördert die körperliche, psychische und geistige Entwicklung des Menschen. Während der Wehrdienst als Möglichkeit, die junge Generation im Geist des Mutes zu erziehen, in Deutschland abgeschafft und die Jugend zu Computerspielen mit zweifelhaftem Inhalt, als Mittel zur Befriedigung des Beschützerinstinktes, gedrängt wird, bietet SYSTEMA nicht nur eine reale alternative Gelegenheit, den Geist und den Körper zu schulen, sonderm schließt die Entstehung und die Entwicklung der Agressionen dabei aus. Außerdem basieren SYSTEMA-Prinzipien auf der Aufopferung und der Liebe sowohl zu den Nächsten, als auch zu den Feinden, was ureigene Merkmale der deutschen und russischen christlichen Kulturen sind. Was macht man als Erstes, wenn man mit dem SYSTEMA-Training anfängt?
1. Man lernt, richtig zu atmen, und stärkt das Nervensystem. Im Training werden immer eigene Handlungen bewusst kontrolliert. Dies ist in der Regel mit der Synchronisierung von Bewegung und Atmung sowie von Atmung und Puls verbunden. Mit Hilfe der Atmung, sowie der An- und Entspannung der Muskulatur lernt man, den Stress, die Aufregung und die Angst zu bekämpfen. Denn die Atmung ist die Grundlage zur Regulierung von physiologischen Vorgängen, die den Hauptmechanismus von Stressreaktionen darstellen.
2. Man lernt, sich beim Fallen zu sichern. Ein Training beginnt mit Gehen, Laufen, Fall- und Rollübungen verbunden mit unterschiedlichen Arten der Atmung. Dabei ist die Fall- und Rolltechnik so konzipiert, dass man jederzeit in der Lage ist, einen Gegenstand in den Händen
zu halten.
3. Man stärkt seinen Stütz- und Bewegungsapparat. Im SYSTEMA gibt es viele körperliche Übungen, bei denen der Schwerpunkt nicht auf der Zunahme der Muskelmasse liegt, sondern auf der Stärkung von Gelenken und Sehnen, Konditionsaufbau, Ausdauer und Schnellkraft. Außerdem entwickelt man im SYSTEMA Geschicklichkeit, Koordination und Reaktionsgeschwindigkeit. Man trainiert seinen Vestibularapparat („Gleichgewichtsorgan“), den Blutkreislauf und das Atmungssystem, lernt Schläge zu absorbieren, mit Schmerzen umzugehen und stärkt seinen gesamten Körper. Die oben aufgezählten Aspekte gehören zu den Grundlagen von SYSTEMA. Mit dem steigenden Können geht man zum angewandten Teil über, und zwar zur Kunst des Kampfes. Das Lehren von Kampffertigkeiten geschieht durch eine direkte Weitergabe des Wissens vom Ausbilder zum Studenten, aber auch vom Studenten zum Studenten. Die Grundlagen kann man im Selbststudium erlernen. Dagegen braucht man für den angewandten Bereich unbedingt einen qualifizierten Ausbilder und einen Trainingspartner. Die Grundlagen sind eine wichtige Voraussetzung für das Weiterkommen im SYSTEMA, denn um das Wissen von SYSTEMA-Ausbildern zu bekommen, muss man wenigstens richtig fallen und sich sichern können. Im SYSTEMA gibt es weder besondere Kampfstellungen, noch formelle Übungen. Im Kampf verwendet man natürliche Positionen und Bewegungen. Dadurch lernt man, jederzeit bereit für einen Angriff zu sein. Der Nahkampf im SYSTEMA hat keine Schablonen und basiert auf einem Feingefühl für den Gegner. Um ein solches Feingefühl zu entwickeln, braucht man einen entspannten und beweglichen Körper, sowie eine sehr aufmerksame, feinfühlige, achtungsvolle Haltung seinem Gegner gegenüber. Auf diese Art und Weise wird SYSTEMA nicht aggressiv. Das Ziel ist nicht, dem Gegner zuvorzukommen oder ihn zu besiegen, sondern ihn zu lenken. Denn wenn es mehrere Gegner sind, reicht die Kraft nicht aus, alle zu überwinden. Aber durch ein entsprechendes Können ist es möglich, sich auch in solchen Situationen zu verteidigen. Ein aufmerksames Verhalten gegenüber dem Gegner führt dazu, dass ein Kampf eher an einen Dialog erinnert, und im Training eine sehr freundschaftliche Atmosphäre herrscht. Die Kunst, den Gegner zu lenken, erlaubt, einen Kampf oft in einer realen Situation zu beenden, bevor er begonnen hat. Außerdem entsteht durch das SYSTEMA-Training die Gewohnheit, jedem Menschen gegenüber aufmerksam und höflich zu sein, was ohne Zweifel sinnvoll für das alltäglichen Leben und zwischenmenschliche Beziehungen ist. Dies führt insgesamt zu einem geistigen Wachstum des Trainierenden. TRAININGSINHALTE
Unser Trainingsprogramm ist sehr umfangreich und vielfältig, was der Natur und dem Wesen der russischen Kampfkunst SYSTEMA bestens entspricht. Es beinhaltet folgende Bereiche:
waffenlose Selbstverteidigung - hier werden das Schlagen und das Treten, das Greifen und das Werfen erlernt, sowie die Schlag- und Trittabwehr, die Griffvermeidung und die Griffbefreiung; man lernt, sich richtig im Kampf zu bewegen, die Angriffslinie zu verlassen, Angriffe zu stoppen, abzuwehren oder gar ihnen zuvorzukommen, wobei wir besondern auf das Handeln im Rahmen der Notwehrbestimmungen achten. Waffenkampf - hier werden die Verteidigung gegen verschiedene Stich- und Schlagwaffen (z.B. Messer, Stock, Kette), sowie der Umgang damit erlernt; ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Abwehr von Angriffen in der Nahdistanz und von verdeckten bzw. unerwarteten Angriffen; bei dem Einsatz von Waffen in der Selbstverteidigung legen wir einen besonderen Wert auf die Verhältnismäßigkeit der Mitteln
Bodenkampf - darunter versteht man bei uns die Verteidigung aus der Bodenlage, wobei es sich bei Angriffen um Festhaltegriffe, Hebeln, Würgen, Schlagen, Treten oder gar Waffeneinsatz handeln kann; man lernt, richtig zu fallen, schnell und gefahrlos aufzustehen, aus Griffen herauszukommen, eigene Schlag- und Tritttechniken einzusetzen und den Boden aus einen Vorteil im Kampf zu benutzen
improvisierte Waffen - in diesem Bereich lernt man, eigene oder gegnerische Kleidungsstücke (z.B. Mütze, Jacke, Schal) und andere Alltagsgegenstände (z.B. Tasche, Brille, Kugelschreiber, Stuhl) zur Selbstverteidigung gegen unbewaffnete und bewaffnete Angriffe zu benutzen
Kampf unter erschwerten Bedingungen - darunter versteht man bei uns die Umsetzung des Gelernten in anderen Bereichen in verschiedensten Situationen, die in der Realität vorkommen könnten, wie z.B. mehrere Angreifer, eingeschränkte Sichtverhältnisse (Dämmerung, Dunkelheit, Regen, Nebel...), enge Raumverhältnisse (Fahrstuhl, Flur, Bus...), schwierige Bodenverhältnisse (Glatteis, Treppenhaus, Schnee, Sand...), eingeschränkte Bewegungsfreiheit (Verletzung, Krankheit...) Nothilfe und Personenschutz - hier wird erlernt, wie man seine Nächsten vor Angriffen, wie z.B. Schlägen, Tritten, Griffen, Messer- und Stockangriffen, schützt bzw. jemandem tatkräftig und effektiv in der Not hilft. Eingriffstechniken und -taktiken - wir bieten spezielle, Fachulungen und Fortbildungen für Angehörige der Polizei, der Justiz, der Bundeswehr und von Sicherheitsdiensten, in denen es um Themen geht, wie z.B. Abwehr von verdeckten Messerangriffen aus der Nahdistanz, Festnahme- und Transporttechniken, Handeln in der Gruppe, Verteidigung gegen Bedrohung mit Feuerwaffe aus der Nahdistanz usw. Körperschulung und psychisches Training - belastbare Psyche und Körper sind notwenig für effektive, realistische Selbstverteidigung; wir stärken zentrales Nervensystem, Stütz- und Bewegungsapparat (Knochen, Muskeln, Bänder...), das Herz-Kreislaufsystem, das Atemsystem; wir lernen, Muskeln und Bänder, sowie Blutgefäße elastisch und Lungen ausdauerfähig machen; Körperbeherrschung, Beweglichkeit, Präzision und Selbstkontrolle sind weitere Trainingsschwerpunkte
Gesundheitstraining - unsere sinnvoll gestalteten Übungsprogramme wirken oft vorbeugend und sogar lindernd bei vielen Alltagsbeschwerden, wie Stress, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Aufmerksamkeitsdefizit u.a.; das Training dient hervorragend der Pflege der richtigen Körperhaltung und Bewegung und dem Abbau des psychischen Alltagsdrucks. Entspannungsmassagen - hier wird erlernt, wie man eine tiefe Entspannung und ein Wohlbefinden mit Hilfe von speziellen Druck- und Zugtechniken verbunden mit einzigartigen Atemtechniken erreicht.