29/04/2025
Aus der Sicht von Stefan Klein - RCK geschrieben - aber über die RCK Seite aufgrund der größeren Reichweite geteilt.
Liebe RC-Car Fahrer,
wir lieben und leben unser gemeinsames Hobby hier bei RCK ebenso wie unsere Kunden.
Daher gehe ich jetzt dazu über nicht von EUCH und UNS (als RCK) zu schreiben sondern einfach direkt von uns allen gemeinsam in der WIR Form zu sprechen.
Wir bekommen ein Problem.
Wir haben ein Problem.
Das RC Business ist kein Markt der Millionäre erschafft. Üblicherweise haben wir es hier mit sehr vielen unendlich überzeugten Enthusiasten zu zu tun. Das schließt sowohl die Fahrer, Händler, Hersteller wie auch Rennstreckenbetreiber und auch Vereine mit ein. Viele Menschen bringen dieses Hobby mit maximalen Zeitaufwand nach vorne und halten es am Leben.
Dabei benötigt JEDER den jeweils ANDEREN.
Ohne Rennstrecke gibt es keine Rennen.
Ohne Vereine gibt es keine Rennstrecken.
Ohne Menschen gibt es keine Vereine.
Ohne Fahrer gibt es ebenso keine Rennen.
RCK betreibt - mit der RCK-Challenge und der RCK-KleinSerie - zwei nationale Rennserien. Dabei ist RCK der Veranstalter - aber nicht der Ausrichter der den direkten Kontakt vor Ort bei jedem Rennen hat. Bei manchen Rennen ist RCK so stark involviert, dass ich auch mal tiefe Details mitbekomme.
Was mir dabei zunehmend Sorgen macht ist die Unverbindlichkeit mit der manch einer von uns die Arbeit der Vereine und Menschen dahinter wertschätzt.
Ich mache dies insbesondere am Thema Nennungen, Absagen und noch viel mehr Nicht-Absagen in Kombination mit Nicht-Erscheinen fest.
Vergangenes Wochenende war für mich leider ein sehr negativ behaftetes Beispiel.
In Ingolstadt fand der Superlauf zur RCK-Challenge statt.
Ein guter Verein, eine gute Strecke, eine gute Veranstaltung. Wenn alles so wäre wie da würden wir im RC-Car-Paradies leben!
Insgesamt hatten wir über 100 Nennungen für die Veranstaltung.
Im Vorfeld kam es zu diversen Absagen. Je näher wir der Veranstaltung kamen desto mehr häuften sich die Absagen.
Am Ende mussten wir rund 25 Absagen verzeichnen und gingen mit etwas über 80 Teilnehmern in die Planung.
PLANUNG ist für den ausrichtenden Verein super wichtig.
Der Verein - und die Menschen dahinter - machen all das aus Überzeugung und bringen ihre eigene Freizeit ein. Eine solche Veranstaltung kostet viel Geld. Das Ziel ist es, dass der Verein mit einem Überschuss aus einer Veranstaltung raus geht oder sich diese zumindest selbst trägt. Nur so kann ein Verein überleben. Niemand macht sich daran persönlich die Taschen voll.
Am Renntag selbst sagten noch einmal rund 10 Leute ab und - Achtung festhalten - es gab über 20 Fahrer die ohne jegliche Information und Begründung NICHT erschienen sind.
Von ursprünglich über 100 waren noch knapp über 50 übrig. Die kommentarlos nicht erschienen Teilnehmer sind heftig zu verdauen.
Für mich persönlich ein absoluter Tiefschlag. Eine Frechheit gegenüber dem Verein und all der Liebe die da hinter steckt.
Darf ich das so sagen?
Schwierig. Ich muss bei meinen Aussagen stets überlegen wie ich mich ausdrücke - schließlich rede ich oft mit Kunden die die Basis für meine geschäftliche Grundlage bilden. Aber muss ich deshalb meine Meinung zurück halten?
In meinen Augen lässt sich dieses festzustellende Verhalten nicht auf eine Rennserie oder eine Region beschränken.
Zwei Wochen vorher stand ein kleiner Regionallauf der KleinSerie in der Gruppe West an. Rund 40 Nennungen und locker fünf Leute die weder erschienen sind noch abgesagt haben. Über 10% der Teilnehmer...
Vergangenes Jahr stand der Porsche Supercup der RCK-KleinSerie in Meckenheim an. Von über 90 eingegangenen Nennungen sind am Ende noch 60 erschienen.
Es gibt - zur selben Zeit - aber auch großartige Veranstaltungen bei denen ALLE Teilnehmer als Vorbild genannt werden können: Zum Beispiel neulich die Weltmeisterschaft der RCK-KleinSerie. Das war - mit ganz wenigen teils erwarteten Ausnahmen - frei von Nicht-Erscheinern.
Ich habe eine ganze große Bitte an uns alle:
Lasst uns damit aufhören!
Lasst uns die Vereine ernst nehmen und die Arbeit der Menschen dahinter wertschätzen.
Lasst uns verbindlicher werden.
Ich möchte auf niemandem mit dem Finger zeigen. Es kann immer Gründe geben aus denen etwas nicht klappt - das ist völlig normal und muss in Ordnung gehen. Die Häufung bei manchen Veranstaltungen kann für UNSER GEMEINSAMES Hobby nicht gut sein.
Ich wünsche mir, dass wir dieses Ziel GEMEINSAM erreichen und ein bisschen aufeinander aufpassen und miteinander arbeiten.
Mir bedeutet dieses Hobby viel und ich stelle zunehmend fest, dass entscheidende Menschen in den Vereinen resignieren weil es so manchmal keinen Spaß macht. Es wäre für mich nicht vorstellbar an Wochenenden nicht mehr gemeinsam mit euch auf RC-Car Rennen fahren zu können.
BITTE helft mir dabei dies weiterhin möglich zu machen.
Verteidigt eure Position wenn man sich auf euch verlassen kann. Lebt vor wie es richtig geht.
Lasst uns gemeinsam die Vereine nicht enttäuscht zurück lassen.
Danke,
Stefan