30/07/2026
Stellungnahme zum TOP 6 der Gemeinderatssitzung vom 20. Juli
Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung war der Zuschauerraum komplett gefüllt, nicht alle Besucher konnten einen Sitzplatz finden. Hintergrund dieses „Ansturms“ war TOP 6 „Neubau eines Gebäudes für die Freiwillige Feuerwehr – teilweise Kündigung Pachtvertrag TSG Eintracht“.
Zum Sachverhalt: Umfangreiche Voruntersuchungen haben ergeben, dass der beste Standort für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses ein Areal gegenüber der Grillhütte im nördlichen Bereich des TSG Eintracht-Geländes ist. Um 2028 mit den Bauarbeiten beginnen zu können, muss der Pachtvertrag mit dem Verein Mitte 2027 gekündigt werden. Nun benötigt man eine Zustimmung des Gemeinderats, weshalb der Punkt als Entscheidungsvorlage in die Sitzung eingebracht wurde. Zuvor wurde er nicht-öffentlich im Ausschuss vorberaten. Die Gemeinde hat im Vorfeld der Entscheidung den Vorstand des Vereins nicht in Kenntnis gesetzt, vielmehr musste dieser „den Vorgang aus der Zeitung erfahren“. Außerdem handelt es sich eben nicht, wie in der Überschrift angegeben, um eine teilweise Kündigung des Pachtvertrags – das gesamte Pachtverhältnis und alle inbegriffenen
Grundstücke sind betroffen. Für den Neubau der Feuerwehr wird allerdings nur ein kleines Areal am Rand benötigt.
Die Folge: Der Verein fühlt sich uninformiert, regelrecht „übergangen“ – das ist absolut nachvollziehbar. Daher mobilisierte man die Mitglieder, um bei der Sitzung Präsenz zu zeigen. Vor Eintritt in die Tagesordnung stellte die CDU-Fraktion den Antrag, den betreffenden Punkt von dieser
herunterzunehmen, um vor einer Entscheidung zunächst mit den Vereinsvertretern die Hintergründe
der Kündigung und die Folgen zu besprechen. Der Antrag wurde mit 10 Nein-Stimmen, 7 Ja-Stimmen
(darunter 6 der CDU-Fraktion) und 2 Enthaltungen abgelehnt. Beim Tagesordnungspunkt 2 „Anfragen
und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger“ wurde anschließend durch einen Vertreter des Vereins eine Stellungnahme abgegeben, in der von „fehlendem Respekt und Vertrauen die Rede war“, denn im Rahmen der Behandlung des eigentlichen TOP 6 sind keine Stellungnahmen aus dem Publikum zugelassen.
Tagesordnungspunkt 6: Es kam wie es kommen musste - die Entscheidung wurde getroffen, ohne dass vorab mit den Hauptbetroffenen (dem Verein) gesprochen wurde. Die CDU-Fraktion enthielt sich geschlossen der Stimme. Dies war die einzig mögliche Reaktion - denn man befürwortet den neuen Standort für die Feuerwehr und alle Entscheidungen, die dafür notwendig sind. Man ist aber maximal unzufrieden mit dem Vorgehen. Vertrauen darf nicht verspielt werden! Bei den Stellungnahmen der Fraktionen immerhin war allgemein Tenor: Mit allen Seiten muss zukünftig umfangreich kommuniziert werden, damit es nicht wieder zu Missverständnissen kommt. Und Gespräche zum Areal an der
Jahnstraße müssen sehr zeitnah stattfinden! Niemand will den größten Verein im Ort „hängen lassen“.
Fazit: Die TSG Eintracht steht für den Breitensport in Plankstadt, für Jung und Alt und auch für manche Spitzenleistung, aber vor Allem für Zusammenhalt: das hat man mit dem starken Auftritt in der
zurückliegenden Gemeinderatssitzung gezeigt! Gemeinsam mit der Politik müssen nun fällige Schritte zu Sanierung bzw. Neubau der teilweise maroden Anlagen gegangen werden.