02/08/2026
Es passiert selten
von heute auf morgen.
Du gewöhnst dich daran,
eigene Wünsche
noch kurz aufzuschieben.
Du kümmerst dich.
Du funktionierst.
Du bist für andere da.
Und irgendwann
fühlt sich genau das
ganz normal an.
Bis dieser eine Gedanke auftaucht:
"Ich weiß gar nicht mehr,
wann ich mich selbst
zum letzten Mal
wirklich gespürt habe."
Vielleicht hast du dich
gar nicht verloren.
Vielleicht warst du einfach
viel zu lange
für alle anderen da.
Ich kenne diesen Moment.
Nicht, weil ich ihn aus Büchern kenne.
Sondern weil ich selbst erlebt habe, wie leise man sich zwischen Verantwortung, Erwartungen und dem Wunsch, allem gerecht zu werden, aus den Augen verlieren kann.
Irgendwann habe ich verstanden, dass wir in solchen Momenten nicht noch mehr Druck brauchen.
Sondern einen Ort, an dem wir wieder anfangen, uns selbst zuzuhören.
Vielleicht ist genau daraus der Wunsch entstanden, Frauen auf diesem Weg zu begleiten.
Nicht, weil ich glaube, die Antworten für ihr Leben zu kennen.
Sondern weil ich mir wünsche, dass keine Frau denken muss, sie sei kaputt, obwohl sie sich eigentlich nur selbst aus den Augen verloren hat.
Der August steht für mich unter einer einzigen Frage:
Wie finde ich wieder zu mir?
Ich wünsche mir, dass dieser Monat ein Ort wird, an dem du dich in manchen Gedanken wiederfindest.
Und dich vielleicht Stück für Stück selbst wieder.
Bis ganz bald, et à bientôt
deine Selina
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