28/07/2026
Die Eisenliga bedankt sich und möchte an dieser Stelle den diesjährigen Nationalkapitän Henning Rossmann die Möglichkeit geben zu Wort zu kommen:
Die IMCF WM 2026 in Dänemark ist zu Ende.
Und damit eine der härteren und frustrierenderen Wochen, welche die Beteiligten in ihrem Leben gehabt haben dürften.
Diejenigen, welche dass Event die letzten Tage verfolgt haben, dürften bereits ein recht gutes Bild über die Teils katastrophalen Umstände haben, mit denen wir dort zu kämpfen hatten. Darüber hinaus ist das meiste schon mehrmals von anderen Verbänden und Teilnehmern gesagt worden. Daher möchte ich mich an dieser Stelle auf die Kernpunkte beschränken.
Die deutsche Nationalmannschaft bedankt sich bei allen freiwilligen Helfern, den Marshalls und dem dänischen Nationalverband, welche Blut, Schweiß und Tränen gelassen haben um dieses Event irgendwie zu Retten, auch wenn viele dieser Bemühungen am Ende umsonst waren.
Die deutsche Nationalmannschafft hat bis zum bitteren Ende ihre Moral und Integrität behalten. Alle Kämpfer haben sich trotz Frustration, Erschöpfung und Enttäuschung nach außen hin vorbildlich gegenüber Gegnern und Offiziellen verhalten und Sportsgeist sowie Fairness gezeigt - auch wenn dies vielfach eine Einbahnstraße war. Dies wurde auch von außen so wahrgenommen und ich habe insbesondere von den Marshalls immer wieder diese Rückmeldungen bekommen.
Am Ende haben wir drei Medaillen mit nach Hause nehmen können, einmal Gold und zweimal Bronze, und ansonsten vielfach zumindest den Weg aus der Gruppenphase heraus geschafft.
Darauf bin ich als National Capitan Stolz!
Auch unseren Supportern will ich an dieser Stelle meinen ausdrücklichen Dank ausdrücken. Unsere Supporter haben in Wind und Regen ohne Schutz ausgeharrt, um unsere Kämpfer stellenweise 12 und mehr Stunden lang am Stück und ohne Beschwerden zu Unterstützen und sind nicht von ihrer Seite gewichen! Das ist Vorbildlich und wahres Nationalniveau!
In einer besseren Welt, bei einem besser organisierten Event wäre am Ende mehr drin gewesen. Viele unserer Kämpfer und Kämpferinnen haben Monatelang auf dieses Event hingearbeitet und wurden durch Misstände in der Orga, unerfahrene Marshallentscheidungen und einen vollkommen dysfunktionalen Appealprozess schlicht und ergreifend ihrer Chancen beraubt.
Allen voran die Frauen mussten immer wieder und wieder hinnehmen, dass Sie wie Kämpfer zweiter Klasse behandelt wurden. Der 3v3 der Frauen war hier die mit Abstand größte Schande des Events! Über zwei Tage hinweg wurde das Team stundenlang in Rüstung bei Wind und regen immer wieder auf "später" vertröstet, um dann am Ende des Events zu erfahren, dass der 3v3 abgesagt wurde. Ich gebe hier mein Ausdrückliches Bedauern bezüglich dieser Situation zu Wort.
Außerdem zu nennen ist der Frauen Langschwert, der Frauen Profight light weight, beide Männer der Schwert Buckler Kategorie und so viele mehr, welche aufgrund von Umständen, für die Sie nichts konnten um Chancen, Kämpfe und Siege beraubt wurden.
Am Ende bin ich Stolz, dass Deutschland bis zum Schluss durchgehalten hat, bei keiner Kategorie zurückgetreten hat, sondern bis zum Schluss den willen zum Kämpfen hatte.
Ich bedanke mich bei allen beteiligten des Deutschen Teams
Henning Roßmann
National Capitän