17/07/2026
Nach der Co****lemeisterschaft bereitete der AC Penzberg am 27.06 das nächste Event für die Penzberger vor. Mit einem extra vorbereiteten Tisch, welcher 6 Meter misst und auf den letzten Metern in 10 Abschnitte aufgeteilt ist, wurden erneut die erfolgreichsten „Sportler“ gesucht. Dafür wurden die Abschnitte auf dem Tisch mit Punkten versehrt, sodass am Ende der Bahn 10 Punkte zu Verfügung standen und im vordersten Bereich 1 Punkt zu ergattern war. Sollte der Maßkrug nicht bis zu den Markierungen gleiten, gab es leider null Punkte. Das gleiche Schicksal ereilte einen, falls der Maßkrug mit zu viel Schwung über die Bahn hinausschoss. Neben der richtigen Dosierung von Kraft war es ebenfalls noch wichtig, den Maßkrug nicht umzuschmeißen, da es sonst ebenfalls eine Nullnummer für das Team ergab. Vor jedem Spiel wurde die Bahn, welche zum Glück auch über Banden verfügte, um unnötige Scherben zu verhindern, mit Wasser nass gemacht, sodass der Krug besser gleiten konnte.
An diesem, extrem heißen, Samstag fanden trotz der Hitze 56 Spieler zur Christianstraße, wo auf dem Parkplatz vor dem ehemaligen Bauernladen und der Trainingshalle der AC-Ringer das Event ausgetragen wurde. Mit einigen Pavillons, kalten Getränken, Ventilatoren und Sprühnebelanlagen, wurden alle Gäste mit genügen Schatten und Abkühlung versorgt, sodass die Spieler mit voller Konzentration antreten konnten.
Zu Beginn gab es wieder eine Gruppenphase, in welcher die 28 Zweierteams in 7 Gruppen eingeteilt wurden. Jedes Team hatte also 3 Spiele in ihrer Gruppe. Hierbei kamen unterschiedliche Ergebnisse zu Stande. Das eine Spiel ging haarscharf mit 19:20 aus, während andere Spiele mit 36:0 ausgingen. In einem Spiel durfte zu Beginn der erste Spieler eines Teams den ersten Krug schieben. Seine Punkte wurden aufgeschrieben und der erste Spieler des Gegnerteams durfte nachlegen. Danach waren jeweils die zweiten Spieler der jeweiligen Teams in gleicher Reihenfolge dran. Anschließend ging es wieder von vorne los, sodass jedes Team 4 Schübe und jeder Spieler 2 Schübe hat. Anders als beim Curling oder Boccia bleiben die Maßkrüge aber nicht stehen, sodass der Gegner diese wegschubsen kann, sondern wurden direkt gewertet und entfernt. Somit hat kein Team einen Nachteil. Nach allen Versuchen wurden die Punkte zusammengezählt und der Sieger ermittelt. Sollte es unentschieden stehen, wie beim Spiel der „Die Tänkys“ und dem „Siedlerverein“ mussten die beginnenden Spieler jeweils nochmal einen Maßkrug, als Stechen, schieben. Der Sieger erhielt nach dem klassischen System 3 Punkte, während der Verlierer leider leer ausging.
Die einzelnen Punkte wurden sich als Punkteverhältnis ebenfalls vermerkt, sodass die Siegerteams nach der Gruppenphase mit einem hohen Verhältnis dastanden und die letzten Teams mit negativen Punkten dastanden. So hat Team „Reibungsfrei“ etwa in Gruppe A 2 seiner 3 Spiele gewonnen, somit 6 Punkte und insgesamt eine positive Punktwertung von 49 Punkten erreicht. „Die Bierschieber“ und „Martl+Tom“ konnten ebenfalls jeweils 2 Siege holen, wodurch sie ebenfalls 6 Punkte erreichten. Diese beiden Teams hatten aber nur eine Differenz von 4 und -7, wodurch „Reibungsfrei“ als Gruppensieger feststand.
Nach den 3 Vorrunden erreichten die Gruppensieger und der beste Zweitplatzierte, welcher mit dem Namen „Waschweiber“ mit 2 Siegen und einem Punkteverhältnis von 11 das beste Verhältnis besaß, das Viertelfinale. Hier mussten sich die „Waschweiber“ leider direkt Team „Auf und Ab“ mit 31:3 geschlagen geben. Ebenfalls siegreich waren „Blutsverwandt und Bierbekannt“, sowie der „Siedlerverein“. Als letzter Halbfinalist setzte sich „Reibungsfrei“ mit 35:16 durch, was sehr beachtlich ist, da es nach 4 Schüben für ein Team eine Maximalpunktzahl von 40 Punkten gab und somit immer hohe Ziele getroffen wurden.
Im Halbfinale konnten diese ihre Performance leider nicht halten und verloren gegen den „Siedlerverein“ mit 24:15. Das andere Halbfinale ging mit 23:19 an das Team „Blutsverwand und Bierbekannt“, womit die Finalbegegnungen feststanden. Im Spiel um Platz 3 setzte sich „Auf und Ab“ mit 31:20 gegen „Reibungsfrei“ durch. Im Finale legte der „Siedlerverein“ jeweils vor und „Blutsverwand und Bierbekannt“ setzte immer einen drauf, wodurch ihr Vorsprung hoch war. Nach vier Schüben der „Siedler“ und drei Schüben der „Verwandten und Bekannten“ stand es 20:18, wodurch diese im letzten Schub lediglich 3 Punkte erreichen mussten. Dieser Druck war jedoch offensichtlich so groß, dass der letzte Krug etwas ins Schwanken geriet und, unter großem Entsetzen auf der einen und riesiger Freude auf der anderen Seite, umfiel. Somit ging der Sieg an „Siedlerverein“ vor dem Zweitplatzierten „Blutsverwand und Bierbekannt“ und dem Drittplatzierten „Auf und Ab“. Die drei Mannschaften erhielten eine Urkunde und einen Gutschein. Der Sieger durfte sich über einen prachtvollen Maßkrug Pokal freuen.