15/08/2020
TC Passau-Neustift sechsfacher „Corona-Meister“
Herren 40 Bezirksmeister, Herren I und II, Herren 50, Knaben 16 II und Bambini Meister
Beim TC Passau-Neustift blickt man auf eine sehr erfolgreiche „Übergangssaison“ zurück. Fünf Meistertitel stehen zu Buche, die man aber angesichts der besonderen Umstände dieser „Corona-Saison“ natürlich aus sportlicher Sicht nicht überbewerten darf. Das Wichtigste ist sicherlich, trotz Corona-Pandemie überhaupt am Spielbetrieb teilgenommen zu haben und auch ohne Infektionsfall durch die Verbandsrunde gekommen zu sein.
15 Teams des TCN – vier weniger als im Vorjahr – nahmen an der Corona-bedingten „Übergangssaison“ statt. Ursprünglich hatte man sogar 20 Teams für die Verbandsrunde gemeldet. Nach dem Lockdown beschloss der BTV, dass es heuer unter strengen Hygiene- und Verhaltensregeln eine Verbandsrunde geben wird, allerdings auf freiwilliger Basis und ohne Auf- und Abstiegsregelung. Da im Jahr 2021 alle Teams in derselben Liga wie im Jahr 2020 spielberechtigt sein werden, wurde für diese Saison der Begriff „Übergangssaison“ gewählt. Alle Vereine wurden vom BTV aufgefordert, für jedes gemeldete Team die Teilnahme zu bestätigen oder es für dieses Jahr vom Spielbetrieb zurückzuziehen. Beim TCN gab es keinen Beschluss des Vorstandes, generell alle Teams vom Spielbetrieb zurückzuziehen, die Entscheidung wurde vielmehr den einzelnen Teams überlassen, wobei bei den Jugendteams natürlich auch die Eltern einbezogen wurden. Die Herren 65 (Freizeit-Doppel), Herren 50 II, Damen 40 und das Kleinfeld U10-Team verzichteten schließlich auf eine Teilnahme. Die Herren 60 wollten in der Landesliga zwar antreten, aufgrund des Rückzugs fast aller gegnerischen Teams kam hier jedoch keine Liga zustande.
Besonders hervorzuheben war in diesem Jahr die Bezirksmeisterschaft der Herren 40. Im letzten Jahr eigentlich abgestiegen, blieb man nur aufgrund des Rückzugs eines anderen Teams (TC Bad Neustadt) in der Bezirksliga. Verstärkt mit den Neuzugängen Rainer Heldwein und Bernd Zauner sowie Rückkehrer Hans Peter Adlmanninger (Spielgemeinschaft mit TC Neuhaus) gewannen Günther Hribek, Stefan Mang, Stefan Neumüller, Jürgen Weber, Markus Treiber und Anatoli Esch alle vier Spiele (8:0 Punkte, 26:10 Matche). Gegner waren immerhin der Landesligaabsteiger FC Ergolding und der Vorjahresdritte TC Aham, gegen die – ein Novum – jeweils ein Hin- und Rückspiel stattfand, damit bei nur drei übriggebliebenen Teams ein „sinnvoller“ Spielbetrieb zustande kam.
Die Damen hatten erwartungsgemäß als Aufsteiger in der Landesliga einen sehr schweren Stand, insbesondere auf den hinteren Positionen. Nicht immer in Bestbesetzung antretend gab es neben drei relativ klaren Niederlagen gegen den TC Eggenfelden mit einem knappen Sieg aber auch ein schönes Erfolgserlebnis. Für Bettina Kreindl, die Rückkehrerinnen Martina Pötzlberger (früher: Hinterberger) und Bettina Kuder (früher Meusel, wegen „Babypause“ und Corona ohne Einsatz), Katrin Ahollinger, Isabella Maasberg, Monika Rotarski, Julia Küblböck, Johanna Steinhuber und Katharina Sollfrank hat die Saison jedenfalls gezeigt, dass man in Bestbesetzung im nächsten Jahr durchaus realistische Chancen auf den Klassenerhalt hat.
Die Herren – in den beiden Vorjahren bereits Vizemeister - wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherten sich souverän die Meisterschaft in der Bezirksklasse 2 (10:0 Punkte, 38:7 Matche). Hier kam an Position 1 Rainer Sitter (im Rahmen einer Corona-bedingten Spielgemeinschaft mit dem TC Thyrnau-Kellberg, der sein Herrenteam heuer zurückgezogen hat) und dahinter die bewährten Truppe mit Herbert Groll, Stefan Hinterleitner, Andreas Schauer, Philipp Castner, Tobias Kuder, Johannes Ziegler, Matthias Karl und Christoph Wagner zum Einsatz.
Die Übergangssaison wurde konsequent genutzt, um Nachwuchsspieler gezielt an die Herren II und III heranzuführen oder sogar fest zu integrieren. Umso erfreulicher und hoch zu bewerten ist die souveräne Meisterschaft (14:0 Punkte, 37:5 Matche) der Herren II (Kreisklasse 2), bei denen hauptsächlich Mannschaftsführer Manuel Mörtlbauer, Richard Schaffner sowie die Youngster Diego Hölscher, Paul Doebl und Julian Ertl zum Einsatz kamen. Auch die Herren III, in der gleich 14 Spieler zum Einsatz kamen, zeigte gute Ansätze und holte mit 3:11 Punkten das beste Ergebnis der letzten Jahre (Kreisklasse 2).
Bei den Herren 50 ist ein Generationswechsel im Gange, denn eine gute Handvoll spielstarker Akteure der Herren 40 (Martin Hippel, Günther Hribek, Thomas Krassler, Markus Treiber, Heinz Ziegler, Thorsten Hölscher, Harry Haupt) können inzwischen als „junge 50er“ in dieser Altersklasse an den Start gehen. Die „neue“ Herren 50 wurde in der Bezirksklasse 2 kaum gefordert und gewann alle vier Spiele. Hier dürfen sich insgesamt 13 Spieler Meister nennen, weil auch einige Spieler der heuer selbst nicht antretenden Herren 50 II und der Herren 60 zum Einsatz kamen.
Die Damen II um Mannschaftsführerin Cornelia Zeindl konnten Spielpraxis sammeln und belegten mit 4:8 Punkten Platz 5 (von 7 Teams) in der Kreisklasse 1.
Sehr erfreulich ist, dass der TCN auch im Jugendbereich wieder sehr schöne Erfolge aufweisen kann. Die Junioren 18 teilen sich bei noch einem Nachholspiel zusammen mit dem TC Parkstetten aktuell Platz 1 (Bezirksklasse 2). Die Knaben 16 trat als einziges Jugend-Team des TCN in Niederbayerns höchster Spielklasse, der Bezirksliga an. Mit 2:6 Punkten erreichte man den 4. Platz (unter fünf Teams). Die Knaben 16 II sicherte sich mit Philipp Illetschko, Sirius Haupt, Paul Ziegler, Marc Zimmermann, Andreas Merwald, Lukas Garbas, Maximilian Lenz und Maximilian Thiele als Aufsteiger mit 6:2 Punkten erneut die Meisterschaft (Bezirksklasse 1). Mit jeweils 3:7 Punkten belegten die Knaben 14 I und II die Plätze 4 und 5 in der Kreisklasse 1. Das Bambini-Team mit Felix Herböck, Julian Heger, Samuel Haupt, Michael Pawlik, Jakob Illetschko, Sebastian Zillner und Jonathan Haimerl konnte dagegen mit 7:1 Punkten die Meisterschaft in der Kreisklasse 2 einfahren. Das Midcourt-Team I belegte mit 5:5 den 4. Platz, das Midcourt-Team II (Spielgemeinschaft mit der DJK Neuburg/Inn) hat noch zwei Nachholspiele und rangiert aktuell auf Platz 6 (beide Midcourt-Teams spielen in der Kreisklasse 2).
Wie eingangs schon erwähnt, berechtigen die Meistertitel in dieser Übergangssaison nicht zum Aufstieg. Allenfalls beim Rückzug von Teams aus höheren Ligen oder der Aufstockung von höheren Ligen genießen die jeweils besten Meister der niedrigeren Ligen Aufstiegsrecht.