09/06/2026
+++ Torwartlegende verabschiedet sich mit Sieg – Alte Herren gewinnen 2:1 in Linde +++
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SV Linde AH - TuS Marialinden 1946 e.V AH 1:2 (1:1)
Alternatives, teils selten bis noch nie getragenes Schuhwerk fand sich an den millionenschweren Füßen der Marialindener Altherren-Kicker, als sie am Montagabend (08.06.2026) zum Auswärtsspiel auf dem im satten Grün erstrahlenden Naturrasen des SV Linde antraten. Viel mehr noch als mit dem ungewohnten stumpfen Geläuf hatten die Schwarz-Gelben jedoch mit der Tatsache zu hadern, dass ihr langjähriger Keeper Lorek sein (vorerst!) letztes Spiel bestreiten würde. Ein Grund mehr, an diesem Abend alles rauszuhauen und einen Sieg nach Hause zu bringen.
Entsprechend stimmte das Trainerdreigestirn Rockel, Heidenreich und M. Baßin die Truppe vom Dorf op d’r Hüh auf einen Pflichtsieg ein und hatte schon Tage lang über dem Matchplan für diese Partie gebrütet. Die Gäste starteten vor ihrem treuen Rückhalt Lorek im üblichen 4-2-3-1 mit Lorek-Sobolev, Lorek-M. Baßin, Lorek-Weber, Lorek-Heidenreich (Abwehr), Lorek-Schmalz, Lorek-Keller, Lorek-Winkler, Lorek-Strock, Lorek-Eschweiler (Mittelfeld) und Lorek-„Klötzchen“-A. Baßin (Sturm). Von der Bank, nach der sich in solch einer Besetzung so manch ein Ü40-Team die Finger leckt, rotierten Lorek-„Jupp“-S. Kraus, Lorek-Hauser, Lorek-F. Engelbertz, Lorek-Krull, Alt-Herren-Debütant Lorek-Borner sowie Lorek-Rockel aufs Feld.
Der TuS zeigte von Beginn an, dass man an diesem Abend an die letzte Begegnung in Linde anknüpfen und unbedingt einen Sieg holen wollte. Den in schwarz auflaufenden Gastgebern gelangen indes nur wenige Entlastungsstöße nach vorne, die durchweg von der gut gestaffelten TuS-Abwehrkette, allen voran vom Hochgeschwindigkeits-Pflug Weber, abgefangen wurden.
Nach ersten Annäherungen an das Tor der Hausherren gelang den schwarz-gelben Gästen schließlich in der 12. Minute nach einem fulminanten von A. Baßin geschlagenen Eckball die höchst verdiente 1:0 Führung. Ein Strockscher Präzisions-Kopfball war selbst für den starken Keeper von Linde nicht zu halten.
Es folgten weitere schön herausgespielte Möglichkeiten der Gäste, bei denen unter anderem der an diesem Abend in Höchstform aufgelegte Schmalz mit einem Fernschuss (13.) und das offensive Power-Paket Eschweiler mit einem noch von der Linie gekratzten Kopfball (14.) scheiterten.
Nach gut 20 Minuten bekam schließlich auch Schlussmann Lorek die Chance, sich auszuzeichnen. Zweimal parierte er bärenstark, hielt sein Team somit im Spiel und lieferte weitere Gründe, ihn in Zukunft schmerzlich zu vermissen.
Schwarz-Gelb verpasste es in der Folge, das 2:0 folgen zu lassen. So vergab Keller – an diesem Abend für alle in der Arena erkennbar höchstens bei 99 % Leistungsvermögen nach einem anstrengenden Sonntag – in der 24. Minute aus 16 Metern ungewöhnlich unpräzise. In derselben Minute fuhr Linde dann einen Angriff über links, bei dem Strock, Heidenreich und Keller unsortiert standen, wodurch auf der rechten Abwehrseite eine Unterzahlsituation entstand, die Linde den Raum für einen schön zu Ende gespielten Spielzug zum für die Gäste sehr ärgerlichen 1:1 Ausgleich gab.
Schwarz-Gelb gab das Spiel in dieser Phase etwas aus der Hand. Noch vor der Halbzeit hätten die Gastgeber das Spiel sogar gänzlich auf den Kopf stellen können, als der ansonsten makellose Weber für den Bruchteil einer Sekunde neben sich stand und die Kugel zentral in die Füße der Gegner spielte, woraus Linde aber kein Kapital schlagen konnte.
Mit dem 1:1 ging es in die Pause und mit frischem Personal in Halbzeit zwei. Der TuS knüpfte wieder an die starke erste Hälfte der ersten Halbzeit an und nahm das Heft in die Hand. Zunächst wollte das Leder aber noch nicht in die Maschen des Tors von Linde einschlagen. Krull scheiterte mit einem Abschluss am souveränen und schwer zu überwindenden Keeper der Hausherren (40.), während Keller einen Kopfball knapp über das Gehäuse setzte (41.).
Die zunehmenden Offensivbemühungen von Schwarz-Gelb eröffneten gleichzeitig immer wieder Räume für Linde. Zweimal kamen die Hausherren äußerst gefährlich in den Marialindener Strafraum, wo jedoch allein die furchteinflößende Erscheinung von Lorek dafür sorgte, dass die Schüsse das Tor verfehlten. Vielleicht hatte der TuS-Schlussmann die Bälle aber auch schlichtweg gekonnt rausgeguckt, was sich nicht eindeutig feststellen ließ in diesem insgesamt von schier unglaublich hohem Tempo geprägten Altherren-Spiel.
Die Gäste drückten in der Schlussphase wieder auf das Gaspedal. Ihr Keeper musste unbedingt mit einem Sieg verabschiedet werden, so viel stand fest. In der Offensive wirbelte nun Tornado Rockel umher und brachte Lindes Abwehr zunehmend zur Verzweiflung. Rockel selbst wurde hingegen zur zwischenzeitlichen Verzweiflung gebracht, als Teamkollege Keller nach formvollendeter Vorarbeit von Weber und dem Durchlassen des Balles von Rockel das leere Tor verfehlte.
Nur wenig später, etwa 8 Minuten vor Ende der Partie, klappte es dann besser. Auf der rechten Seite setzte sich Schmalz durch, der den Ball vor das Tor zu Rockel bugsierte. Dieser scheiterte zunächst am Keeper, woraufhin Keller den Abpraller verwertete. Dieses Mal über jeden Zweifel erhaben versenkte er die Kugel im Netz zum 2:1 Siegtreffer.
Mit Beginn der dritten Halbzeit, die von den äußerst gastfreundlichen Hausherren mit Holzkohlegrill und Kaltgetränken gekonnt durchchoreografiert war, verabschiedeten die schwarz-gelben Recken ihren liebgewonnenen Schlussmann mit einem handsignierten Trikot.
Damian, du alter Haudegen, wir wünschen dir alles erdenklich Gute! Bleib wie du bist und lass dich bloß regelmäßig bei uns blicken!