12/11/2023
Spielbericht 12.11.2023 (L/W vs. SC Altenrheine IV)
Über 3000 Jahre nach der Uraufführung von David gegen Goliath erfreuten sich am heutigen Sonntag Akteure und Zuschauer über dessen Reprise im Vechtestadion. Anders als das wolkenlose Novemberwetter, ließ eine Überprüfung der Tabelle nämlich nur wenige Lichtblicke zu. So stand mit dem SC Altenrheine IV nicht nur der Tabellenführer, sondern auch die stärkste Auswärtsmannschaft der Liga auf dem heimischen Kunstrasen. Entgegen aller schlechten Omen fanden die Langenhorster aber gut ins Spiel und konnten während der ersten Hälfte zahlreiche Akzente setzen. Der Ball rollte (meist) sicher übers Grün und man fühlte sich in der gegnerischen Hälfte sichtlich wohl. Die Rheinenser bewiesen jedoch, dass sie ihr Tor gut verteidigen können und so ging die erste Hälfte mit einem für beide Seiten fairen 0:0 zu Ende. Die zweite Halbzeit begann weniger stark und der SC bestimmte das Spielgeschehen. Besonders die Aufräumer Steffen – das Knie – Ehling und Malte Plass schmissen sich in jeden Zweikampf und bewahrten Jannis Kappelhofs Kasten vor all zu schlimmen Abschlüssen. In der 65. Minute wurde es dann kurios: Nachdem an den Verteidigern und dem Keeper des Sportclubs fast kein Vorbeikommen möglich schien, passte einer ihrer Spieler den Ball ohne Gegeneinwirken in den Fuß Marcel Wennings, der dieses Geschenk sicher rechts ins Tor unterzubringen wusste. Spätestens jetzt witterten alle Anwesenden die Sensation. Die restlichen knapp 30 Minuten ähnelten einander in ihrem Ablauf. SC Altenrheine versuchte den Ball in Richtung Tor zu bringen, Langenhorst verteidigte energisch und beförderte den Ball in Richtung Sicherheit weit nach vorn auf die offensiv gefährlichen Wenning und Schepers. Der Schiedsrichter behielt einen kühlen Kopf und ließ sich auch in der stressigen Endphase nicht aus der Ruhe bringen, obwohl beide Seiten glaubten viel zu monieren zu haben. Mit dem erlösenden Schlusspfiff fielen sich die triumphierenden Langenhorster in die Arme und selbst die Trainerbank hatte – man mag es kaum glauben – nur lobende Worte und den ein oder anderen Witz auf den Lippen.