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„Dehnen schützt vor Verletzungen.“ 25 RCTs, 26.610 Teilnehmende: kein messbarer Effekt. Krafttraining: unter ein Drittel...
21/10/2026

„Dehnen schützt vor Verletzungen.“ 25 RCTs, 26.610 Teilnehmende: kein messbarer Effekt. Krafttraining: unter ein Drittel.

Das ist einer von 7 Sätzen, die in jeder Kabine fallen und von Trainer zu Trainer weitergegeben werden. 4 sind Mythen, einer ist halb wahr, einer stimmt auf Gruppenebene, und bei einem reicht die Datenlage nicht für ein Urteil. Jeweils mit Studie, Zahl und der Grenze der Daten.

Für Athletiktrainer, Physios und Coaches:
Dehnen und Verletzungen
Muskelkater und Milchsäure
Krafttraining bei Kindern
Krafttraining und Beweglichkeit
Non-Responder
Sprinttechnik und Zerrungen
Knievalgus und Kreuzband

Sagst du das, oder sagen das andere? Basics vor Bu****it.

Schick das in deine Trainergruppe.

19/10/2026

Simon ist Physiotherapeut und macht das Athletiktraining bei den Frauen des 1. FC Kaiserslautern.

Ihm ist aufgefallen: Spielerinnen, die auf dem Platz richtig abliefern, kommen an der Langhantel bei der Kniebeuge nicht klar. Die Basics fehlen, und genau da muss das Athletiktraining ansetzen.

Denselben Punkt sieht er in seinem Beruf. Der Trend in der Physiotherapie geht dahin, alle Patienten an die Geräte zu schicken.

Du willst Athletiktraining auch so verstehen, dass du im Moment der Entscheidung weißt, was du machst? Kommentiere BASICS und ich schicke dir die Infos zur Ausbildung.

18/10/2026

Kraft, Muskelmasse und Fitness erreichen ihren Höhepunkt zu unterschiedlichen Zeiten und bauen unterschiedlich schnell ab.

Am schnellsten verschwindet die Power.

Die Sprungkraft der Beine erreicht ihren Höhepunkt bei Frauen mit etwa 19 und bei Männern mit etwa 27 Jahren.

Mit 63 liegt sie schon 41–48 % darunter.

Keine andere Fähigkeit verliert so viel.

Zum Vergleich:

• Kraftausdauer im Oberkörper: −32–35 %
• Aerobe Ausdauer: −29–36 %
• Muskelmasse bleibt bis etwa 50 nahezu stabil

👉 Die Muskelmasse zu erhalten reicht also nicht. Schnellkraft musst du gezielt trainieren, mit Sprüngen, explosiven Bewegungen und schnellen Wiederholungen. Sonst verlierst du sie zuerst.

Die gute Nachricht:

Wer schon mit 16 aktiv war, blieb in jedem Alter stärker und fitter.

Masters-Athleten erreichen den Power-Verlust eines durchschnittlichen 63-Jährigen erst nach 75.

Folge für Klarheit im Athletiktraining.

Durchschnittswerte aus der Allgemeinbevölkerung, die individuell stark schwanken. Angepasst via .williamwallace

15/10/2026

So verändern sich Kraft, Muskelmasse und Fitness mit dem Alter. Sie erreichen ihren Höhepunkt zu unterschiedlichen Zeiten – und nehmen unterschiedlich schnell ab.

Das sind Durchschnittswerte aus der Allgemeinbevölkerung, keine Athletendaten. Die individuellen Unterschiede sind groß. Dein persönlicher Höhepunkt kann also in einem anderen Alter liegen.

• Mit 16 liegt die aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit bereits nahe ihrem Maximum. Griffkraft, Oberkörperleistung und Muskelmasse nehmen noch zu.

• Die Schnellkraft der Beine, gemessen an der Sprunghöhe, erreicht ihren Höhepunkt durchschnittlich mit 19 Jahren bei Frauen und mit 27 bei Männern. Frauen liegen zwischen 16 und 25 höchstens 2 % unter ihrem Maximum.

• Die Kraftausdauer des Oberkörpers, gemessen an Wiederholungen beim Bankdrücken, erreicht ihren Höhepunkt mit 34 bis 36 Jahren. Die Griffkraft in den 30ern.

• Die Muskelmasse, erfasst über die fettfreie Masse an Armen und Beinen, bleibt von den 20ern bis etwa 50 nahe ihrem Maximum. Danach nimmt sie ab.

• Mit 63 liegt die Schnellkraft der Beine 41–48 % unter ihrem Höchstwert, die Kraftausdauer des Oberkörpers 32–35 % und die aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit 29–36 %.

• Nach dem 80. Lebensjahr bleiben durchschnittlich 60–63 % der maximalen Griffkraft und 76–80 % der maximalen Muskelmasse erhalten.

Die Studie von 2025 beschreibt: Athleten erreichen ihren Höhepunkt in einem ähnlichen Alter, verlieren danach aber deutlich weniger Leistungsfähigkeit. Masters-Athleten zeigen vergleichbare Einbußen bei der Beinschnellkraft wie die untersuchten 63-Jährigen erst nach dem 75. Lebensjahr.

Wer mit 16 körperlich aktiv war, blieb in jedem untersuchten Alter stärker und fitter.

Das Gleichgewicht lässt spät, dafür schnell nach: Mit 71 bis 75 Jahren kann mehr als die Hälfte der Menschen keine zehn Sekunden auf einem Bein stehen.

Zur Grafik: Jede Kurve zeigt den prozentualen Anteil am jeweiligen Höchstwert, gemittelt über Männer und Frauen.

Die Daten zur Beinschnellkraft und Oberkörper-Kraftausdauer stammen von 427 zufällig ausgewählten 16-Jährigen, die bis zum Alter von 63 wiederholt untersucht wurden. Die

13/10/2026

Kurvensprint im Athletiktraining: Die Grafik ist korrekt. Der Schluss daraus nicht.

Innenbein mit längerer Bodenkontaktzeit, Außenbein mit kürzerer, dazu Adduktoren, Glute Medius und Psoas. Die Biomechanik ist sauber erklärt. Also gehört der Kurvensprint ins Sprinttraining, oder?

Genau da passiert der Denkfehler. Aus einer plausiblen Beobachtung wird automatisch eine Trainingsintervention. Und die Präzision der Details leiht der Schlussfolgerung eine Glaubwürdigkeit, die sie nicht verdient hat.

Zwischen „Kurvensprint ist biomechanisch anders” und „das gehört in deine Trainingsplanung” fehlen drei Fragen. Die entscheiden, ob dein Athlet mehr Kurve braucht, mehr Sprintgeschwindigkeit auf der Geraden oder gar nichts zusätzlich.

Damit das klar ist: Kurvensprints können sinnvoll sein. Die Frage ist nur, für wen, wie viel und warum.

Kommentiere KURVENSPRINT und ich schick dir die drei Fragen per DM. Für Athletiktrainer, Physios und Vereinstrainer, die Studien, Grafiken und Übungsauswahl erst prüfen, bevor sie daraus Training machen.

Grafik:

13/10/2026

Hürdensprünge 93 %, Kniebeuge 59 %. Das sagen 41 Sprinttrainer auf die Frage, was ihre Athleten regelmäßig machen.

Die ersten vier Plätze sind Sprünge ohne Zusatzlast: Hürdensprünge, Squat Jumps (76 %), Fußgelenk-Hops (71 %), Box Jumps (68 %). Von den Top 10 brauchen nur drei eine Hantel. Und als die Trainer nur zwei klassische Kraftübungen behalten durften, landete die Kniebeuge mit 29 % hinter Step-ups (44 %) und Ausfallschritten (42 %).

Jetzt die andere Linse. Bei 19 brasilianischen Olympia-Trainern steht die Kniebeuge bei allen unter den zwei wichtigsten Kraftübungen. Dieselbe Übung, drei Zahlen: 100 %, 59 %, 29 %. Falsch ist keine davon, sie beantworten drei verschiedene Fragen an zwei verschiedene Gruppen. Wer nur die Zahl liest und nicht die Frage, zieht den falschen Schluss.

Wer wurde hier gefragt? 41 Vereinstrainer aus Irland mit im Schnitt gut 8 Jahren Erfahrung. 44 % haben irgendwann einen internationalen Athleten betreut, knapp jeder Zehnte hat eine Ausbildung im Kraft- und Athletiktraining. Elf weitere Trainer verschreiben überhaupt kein Krafttraining und tauchen in der Auswertung nicht auf.

Warum diese Übungen? Am häufigsten genannt: Leistungsanpassung, auf Platz 2 Praktikabilität. Das ist kein Makel, das ist Realität im Verein. Hürden passen in jede Halle, Kniebeugen mit 20 Sprintern brauchen Racks, Zeit und Technik-Coaching. Übungswahl ist immer auch eine Antwort auf Bedingungen.

Dazu kommt: 78 % nennen andere Trainer als Informationsquelle für ihre Übungsauswahl. Häufigkeit misst deshalb zum Teil auch, wie gut sich eine Übung herumspricht. Wie viel sie bringt, misst sie nicht.

Was du daraus mitnimmst: Bevor du eine Übung übernimmst, weil alle sie machen, frag, wer gefragt wurde und was. Dann die eigentliche Frage: Welches Problem löst die Übung bei deinem Athleten, unter deinen Bedingungen? Damit bleibst du handlungsfähig, egal welche Liste gerade rumgeht.

Welche Übung steht bei deinen Sprintern auf Platz 1, und warum? Die Begründung interessiert mich mehr als die Übung.

Quellen: Healy, Kenny & Harrison 2021, J Strength Cond Res · Loturco et al. 2023, J Hum Kinet

12/10/2026

Peter Lindner ist Physiotherapeut und Osteopath.

An Fachwissen hat es ihm nie gefehlt. Sein Satz: „Ich hatte eine Menge Fachwissen, aber ich habe es nicht zusammengekriegt."

Der Patient steht vor dir, und was machst du jetzt genau in diesem Moment? Welche Übung, welche Dosierung, wann der Schritt von der Rehabilitation ins Krafttraining. Wissen macht dich da nicht automatisch handlungsfähig.

Heute nach unserer Zusammenarbeit sagt er: Sicherheit bei der Übungsauswahl, mehr Klarheit beim Timing. „Diese Unsicherheit, die vorher war, ist eben nicht da."

Du bist Physiotherapeut, Athletiktrainer oder Vereinstrainer und stehst vor derselben Frage? Kommentiere KLARHEIT und du bekommst die Infos zur Ausbildung.

Das Buch vermittelt dir die Denkmuster, auf denen alles Weitere im Athletiktraining aufbaut. Es ist das Buch, das ich mi...
11/10/2026

Das Buch vermittelt dir die Denkmuster, auf denen alles Weitere im Athletiktraining aufbaut.

Es ist das Buch, das ich mir vor 20 Jahren gewünscht hätte.

Athletiktraining verändert sich ständig. Neue Studien, neue Modelle, neue Tests, neue Hypes. Was heute als Gamechanger verkauft wird, ist morgen meist wieder vergessen.

Du lernst zu verstehen, warum Athletiktraining überhaupt existiert. So genau wie es dir noch nie jemand erklärt hat.

Du erkennst, was unter der Oberfläche einer Methode liegt.

Du lernst, Modelle von Realität zu unterscheiden, Beobachtung von Erklärung, Mechanismus von Outcome und echte Relevanz von wissenschaftlich klingendem S**t.

Du wirst kritischer und weniger leicht zu verarschen sein.

Dann kannst du neue Papers lesen. Neue Methoden lernen. Fortbildungen besuchen. Podcasts hören. Den nächsten Hype anschauen.

Du hast jetzt einen Filter.

Einen Rahmen, um Neues einzuordnen.
Eine Sprache, um Argumente auseinanderzunehmen.
Und eine Logik, mit der du unter Unsicherheit begründete Entscheidungen treffen kannst.

Wenn dieses Buch seinen Job macht, weißt du danach nicht einfach mehr.

Du siehst anders. Du fragst anders. Du entscheidest anders.

ATHLETIKTRAINING VERSTEHEN
Bessere Fragen. Bessere Antworten.

Die Sehnenforschung macht gerade dasselbe durch wie die Hypertrophieforschung.Weg von Präzision, hin zu Prinzipien.Beim ...
07/10/2026

Die Sehnenforschung macht gerade dasselbe durch wie die Hypertrophieforschung.

Weg von Präzision, hin zu Prinzipien.

Beim Muskel musste es früher die 8-bis-12-Zone sein, mit festem Tempo und fester Pause. Heute wissen wir: Er wächst in einem breiten Wiederholungsbereich, solange du nah genug ans Limit gehst.

Bei der Sehne war erst Exzentrik der Goldstandard. Dann kamen Isometrics als Schmerzkiller. Dann Heavy Slow Resistance. Jede Methode hatte ihr Protokoll mit Sekunden, Sätzen und Phasen.

Was die Studien inzwischen zeigen:

Die Details sind weniger wichtig, als wir dachten. Und die Präzision, mit der wir Protokolle verkauft haben, gab es nie.

Das Muster siehst du überall. Kraft, Hypertrophie, Ausdauer, Sehne: Je länger ein Feld forscht, desto kleiner werden die Unterschiede zwischen den Methoden und desto klarer wird, was alle wirksamen gemeinsam haben.

Bei der Sehne heißt das Prinzip: Zug. Und Zug kommt von Kraft. Die Kontraktionsform ist ein Werkzeug, um Last zu dosieren.

Tut Bewegung noch weh? Dann halt die Position. Geht Bewegung? Dann beweg das Gewicht. Wird es leicht? Dann pack was drauf.

Anfangen, wo's geht. Gewicht drauf. Mehr Gewicht drauf.

Mein Takeaway: Unsere Methoden werden nicht mehr. Sie werden weniger weil es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede in der Anpassung gibt. Alles dampft sich ein.

Das ist Via Negativa. Fortschritt durch Weglassen. Und es ist Lindy: Die Zeit rasiert weg, was nicht trägt bzw. zerlegt pseudopräzision.

Am Ende ganz einfach, oder?

Speichern für den nächsten Athleten mit Patellasehne.

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