16/10/2022
Schlingerkurs im Kellerduell führt nicht ins Ziel
Auf den Tag genau vor einem Jahr besiegte das ESC Dresden Regionalliga-Team an gleicher Stelle unseren ELV mit 5:4. Das sollte diesmal anders werden, zumindest nach den Plänen von Cheftrainer Jens Schwabe, der vor der Saison Platz 4 als realistisches Ziel ausgegeben hatte. Nach Abpfiff der heutigen Partie mussten resignierte Tornados und Gästefans feststellen, dass das gesteckte Ziel wohl auch in dieser Saison leider ein Wunschtraum bleiben wird.
Die 22. Pflichtspielniederlage in Folge rückt die Trainerfrage zumindest aus unserer Sicht unvermeidlich in den Fokus, auch wenn das Thema vereinsseitig bisher immer ausgeschlossen wurde.
Der 1. Abschnitt in Dresden war keine Augenweide. Beide Clubs zeigten sich in schwacher Form und bestätigten damit ihren aktuellen Tabellenplatz. Niesky mit vielen Fehlern in der Abwehr, fand einfach nicht zu einem geordneten Zusammenspiel. Pässe kamen nicht an und Lücken nutzten die jungen Eislöwen, um für wenig Gefahr vor dem Tor von Lars Morawitz zu sorgen. Der 2:1 Pausenstand spiegelte in etwa die Kräfteverhältnisse wieder. Bertholdt (4. ÜZ) und Caloun (15. ÜZ) für die Hausherren sowie Philip Riedel (12. UZ) hießen die Torschützen. Riedel profitierte dabei von einem Fehlpass von ESC-Keeper Stula, der im Herauslaufen die Scheibe unserer cleveren Nr. 72 vor die Füße legte.
Ins Mitteldrittel starteten unsere Blau-Gelben mit viel Druck. Ein jetzt deutliches Chancenplus machte sich jedoch zunächst ergebnistechnisch nicht bezahlt. Im Gegenteil - Dresden erhöhte weiter bis auf 5:2 durch Rebizov 28., Ullrich 28. und Hänsel 33. ÜZ. bei einem Gegentreffer von David Vatter (30.).
Deutlich abgeschlagen bliesen die Tornados ab Minute 35 zur unerwarteten Aufholjagd. Plötzlich klappte fast alles und das Team bescherte der kleinen 25-Mann-Fankurve unter den knapp 100 Zuschauern viel Freude und erste Hoffnung. Wieder David Vatter (35.), David Frömter (36.), erneut Philip Riedel (37.) und Eddy Lysk (38.) hießen die „Feuerwerksmeister“.
Die erstmalige und knappe Pausenführung konnte der ELV mit Beginn des Schlussdurchgangs sogar weiter verbessern, als David Frömter mit seinem zweiten Treffer in der 42. Minute auf 5:7 stellte. Das psychologische und auch physische Momentum war nun eindeutig bei unseren Jungs angekommen, zumal der ESC 1b ein schweres Vortagsspiel in den Beinen hatte.
Den „sicheren“ Sieg vor Augen, fanden die Tornados dennoch nicht den Weg, die wichtigen ersten drei Punkte ins Ziel zu bringen. Wie aus dem Nichts sorgte eine Anreihung von massiven Fehlern und vergebenen Möglichkeiten dafür, dass sich die Hausherren wieder in das Match spielten und Tor um Tor die Partie drehten. Am Ende stand ein enttäuschendes 9:7 für die Gastgeber. Rebizov (48.), Hänsel (52.), Bertholdt (55. ÜZ) und Caloun (60.) per Empty Net Goal gaben den Nieskyern den Rest.