06/09/2013
DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR
Nasenarbeit ist anstrengend – für Herr und Hund
Die gleichen Vorgaben haben auch die Hunde, die wenige Meter neben dem Trümmerfeld bei der Flächensuche antreten. Die "Fläche" ist eine 200 Quadratmeter große Rasenfläche, auf der das Zielobjekt versteckt ist. Der Hundeführer darf dabei eine gekennzeichnete "Coachingzone" nicht verlassen.
Trümmerfeld
Bewertet werden die fleißigen Schnüffler und ihre menschlichen Assistenten auf der Fläche von Lothar Schäfer. Gemeldet sind insgesamt zwölf Teams bestehend aus jeweils zwei Hundeführern mit ihren Hunden, von denen jeweils einer im Trümmerfeld und einer auf der Fläche antritt. Gemeinsam versuchen sie, die Maximalpunktzahl von 200 Punkten zu erreichen und den Gesamtsieg zu erringen.
Gestiegenes Niveau
Veranstaltet wird das Turnier in diesem Jahr zum zweiten Mal vom VdH Zwingenberg. "Neben unseren Vereinsmitgliedern kommen viele Teilnehmer aus der weiteren Region, sogar aus der Nähe von Gießen und Marburg. Wir sind stolz darauf,vier Teams aus dem eigenen Verein melden zu können. Und das bei dem allgemein gestiegenem Niveau im Vergleich zum Vorjahr", so Sibylle Baumgarten, eine der Organisatorinnen des Turniers.
Am Ende schaffte es "Miley" mit ihrem Teamkollegen "Ben", der bei der Flächensuche antrat, auf den zweiten Platz. Besitzer Michael Panzer vom VdH Großen-Linden lobt seine Schnüfflerin und empfiehlt jedem Hundehalter, sich mit seinem Hund in einem Verein zu betätigen. Die Objektsuche sei dabei ein Sport für jeden Hund, insbesondere auch für Hunde mit Handicaps. "Miley hat Operationen an beiden Vorderbeinen hinter sich, für Bewegungssport wäre sie nicht geeignet. Da ist die Objektsuche ideal.
Erschöpft
Und nach nur wenigen Minuten der Nasenarbeit ist sie mindestens genauso erschöpft wie andere Hunde nach dem Sport" sagt Panzer. Eine andere Hundehalterin pflichtet ihm bei: "Vor dem Wettkampf sind die Hundeführer aufgeregter als die Hunde selbst. Und danach sind alle völlig fertig."
Gute Erziehung
Das sieht man den Hunden deutlich an, sie liegen alle friedlich nebeneinander, was allerdings auch an der guten Erziehung liegt, die sie im Hundeverein genießen. Keiner bellt. Bis auf "Athos" und "Habana", die sich zusammen mit Christiane Olmer und Dirk Bauer vom HSV Ockstadt über den Turniersieg freuen. 198 von 200 möglichen Punkten zeugen von der Leistung, die diese beiden Hunde, aber auch alle anderen "Nasenarbeiter" an diesem Tag gezeigt haben. fd
© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 05.09.2013