Das Supervisionskonzept basiert auf den theoretischen Grundlagen von angewandter Psychoanalyse, angewandter Gruppendynamik und angewandter Organisationssoziologie. Ziel der Supervisionsausbildung ist die Entwicklung einer supervisorischen Haltung, die sich in der Auseinandersetzung mit theoretischen Texten, methodischen Fragen, praktischen Erfahrungen und der im Kurs enthaltenen berufsrollenspezif
ischen Selbsterfahrung langsam entwickelt. Dieser identitätsbildende Prozess erfordert die Integration der neu zu lernenden Rolle mit Kompetenzen, Normen und Werten von bereits vorhandenem berufsbiografisch Erworbenem.
- die Fähigkeit zu Introspektion und Fremdwahrnehmung
- ein Konfliktverständnis, das Konflikte als unausweichlich zum Menschen und seinen Interaktionen gehörig definiert
- die Bereitschaft und Fähigkeit, Konflikte wahrzunehmen, zu diagnostizieren und zu klären
- die Möglichkeit, auf Augenhöhe zu verhandeln, das heißt, fremde Positionen zu explorieren und aufzunehmen, eigene Positionen zu entwickeln und aus der Verknüpfung von beidem
Diagnosen zum Beratungsbedarf zu erstellen und Settingvorschläge zu entwickeln
- die Kompetenz, eigene Gegenübertragungsreaktionen diagnostisch zu nutzen
- die Balance zwischen emotional-individuellen, gruppendynamischen und institutionellen Aspekten
- die Bereitschaft und Fähigkeit zur ständigen Selbstreflexion und damit auch zu einem ständigen Ausbalancieren von angemessener Nähe und Distanz in professionellen Beziehungen
- das Wissen um die Notwendigkeit, sich kritisch mit aktuellen gesellschaftlichen und damit auch institutionellen Entwicklungen auseinander zu setzen