06/02/2022
Samstag, 5.2.'22, der Wecker klingelt um halb 5 😱 Ab in die Laufklamotten, Porridge zum Frühstück vorbereiten, eine kurze Runde mit dem Hund, frühstücken und los geht's Richtung Taunus.
Der Schinder hat zu seinem Geburtstagslauf in "abgespeckter" Form eingeladen - Corona konform!
Gestern Abend hatte ich mich noch gefragt, ob es die richtige Entscheidung war, überhaupt zu starten? Im November, bei meinem "abgebrochenenKobolt" war ich das letzte Mal eine Strecke über 30 km gelaufen. Mitte Dezember dann eine OP die mich länger ausbremste und seit Anfang Januar erst wieder eine langsame Steigerung mit 21 km als längstem Lauf. Aber ich wollte es probieren!
Und um die Chancen auf ein Finish zu erhöhen, hatte ich mich im Vorfeld mit Sascha Köcher zusammen getan, da Michael aufgrund seines guten Trainingszustands viel zu schnell für mich wäre und Sascha einfach gemütlicher unterwegs ist.
Nun gab es kein Zurück mehr! Um 7 standen wir 3 mit einem weiteren Läufer am Start und der Alex Holl schickte uns auf die Strecke.
Durch den verlegten Start-/Zielort ging es zuerst auf den Grauen Kopf hinauf - gar nicht so verkehrt, hier hatten Micha und ich uns bei ausgefallener Technik vor 2 Jahren im Nebel böse verlaufen 🙄. Am Gipfelkreuz machten wir 3 noch ein gemeinsames Foto und während Sascha sich die Schuhe nachschnürte blieb mir noch Zeit uns im Gipfelbuch zu verewigen 😊
Bergab lief Micha schon mal etwas vor, machte dann aber eine Gehpause, als er auf Chris von Minden traf, um sich kurz zu Unterhalten. Auf dem Anstieg nach Holzhausen und auf dem Feldweg begleiteten Sascha und ich Chris noch ein Stück, während Micha von dannen zog. Erst im Waldstück bergab ließen auch wir Chris hinter uns. An jedem Anstieg mahnte Sascha zum Gehen und das war auch gut so! Die Ressourcen mussten schließlich noch länger halten 😉 Neben dem Matsch, der das Laufen teilweise zur Rutschpartie machte, galt es dieses Jahr auch massenhaft umgestürzte Bäume zu überwinden 😊. Wir hatten gerade einen Bach überquert, und liefen auf der anderen Seite wieder in die entgegengesetzte Richtung bergab, nur um kurz darauf den Berg rechts hoch zu kraxeln, als ich von irgendwo Stimmen hörte.
Auf der anderen Seite des Baches entdeckten wir 3 Läufer, die "uns auf den Fersen waren". Bald darauf, als wir auf der anderen Seite des Hügels wieder runter liefen, holten uns Tobias, Daniel und ?Name? dann ein - die schnellen Jungs waren um 8 gestartet 😱 Nach einem kurzen Gespräch lief jeder in seinem Tempo weiter. Die Zeit verging wie im Flug, aber Sascha bekam immer mehr Probleme, die ihm das Laufen fast unmöglich machten. Nach etwa 33km, bei den Fischweihern stieg er dann aus und ich kämpfte mich alleine die 12 Kehren hoch. Auf der anderen Seite gings dann schon runter Richtung Nassau, und zur Burg Nassau rauf. Hier traf ich wieder auf Tobias, der die anderen 2 Jungs alleine weiter geschickt hatte und kam so in den Genuss seines privaten VP's - Vielen Dank nochmal! Das nun folgende Stück Richtung Kloster Arnstein zog sich, obwohl es wegen des hohen Asphalt-Anteils relativ gut laufbar ist. Einziges Highlight war die Begegnung beim Sendemast mit Matthias, Laura und Mila🐶, die den Track versehentlich in die andere Richtung liefen. Schon von Weitem erkannte ich Micha auf dem Weg vorm Kloster. Tobias war von der Burg Nassau ans Kloster gefahren, um seine Freunde nochmal zu versorgen. Er hatte Micha von Saschas Ausstieg erzählt und Micha wollte mich wohl nicht alleine weiterlaufen lassen 🤷♀️ . Damit ihm nicht zu kalt wurde, absolvierte Micha die Extra-Schleife am Kloster noch einmal mit mir zusammen, bevor es dann den Klosterberg hinab und auf der anderen Seite den Berg wieder hinauf ging. Mittlerweile hatte ich höllische Kopfschmerzen 😔 und als es dann an der Zeit war, die Stirnlampen auszupacken, warf ich gleich eine Ibu ein. Im Halbdunkel liefen wir noch über matschige Wiesen und an abgelegenen Häusern vorbei. Sogar das Schild VP 2 hing noch da, aber es war alles dunkel 😔. Nun ging es fast nur noch über breite Wanderwege und Asphalt. Bald rauchte das Schwimmbad auf, von wo es nur noch einen guten km bis zum Ziel war! Ok, der km ging bergauf und das im doppelten Sinn, aber das Gefühl, es geschafft zu haben machte sich da schon breit!
Wir waren noch mit Schuhe umziehen beschäftigt, da hielt der Schinder höchstpersönlich neben uns an. Ich glaube, er war froh, dass wir uns nicht wieder verlaufen hatten 😇
Erstaunlich, dass ich diese Leistung nach so wenig Training abrufen konnte, ich bin auch heute noch geflasht! Es macht mir aber auch Hoffnung, dass ich die Offene Rechnung mit dem Wiedweg irgendwann noch begleichen kann. Es muss nur zeitlich passen - denn es stehen coronebedingt noch ein paar bezahlte Läufe aus, die Priorität haben.