31/08/2026
Was für ein Ritt
Über das komplette Wochenende waren wir zusammen mit Saremba Motorsport am Lausitzring, um an der Aktion „Hand in Hand für Helden“ teilzunehmen. Selbst jetzt einen Tag später ist man noch komplett im Rausch und total platt und überwältigt.
Sehen wir mal von der An- und Abreise mit jeweils 6,5 Stunden ab, wo man gefühlt schon während der Fahrt einen Lagerkoller bekommen hat. Vor Ort ist all das verflogen.
Uns war im Vorfeld klar, dass die Aktion nur mit viel Leidenschaft und Liebe zum Motorsport erfolgen kann und dass es eine Mannschaft braucht, die für alle das brennt. Denn ehrlich gesagt, ist es nicht selbstverständlich so eine Aktion zu wuppen und teilzunehmen.
Der Samstag und Sonntag haben alle unendlich glücklich gemacht. Und ich rede nicht nur von den Teilnehmern. Tatsächlich haben wir ein wenig mit den Ohren geschlackert. Als wir von 600 Anmeldungen gehört haben. Aber das verteilte sich über 2 Tage und auf alle Aktionen. Die leuchtenden Augen, all das Gejohle und Gequietsche waren es wert 9 Stunden die Motoren am Samstag aufheulen zu lassen. Zwischen 25 – 30 Teilnehmer die Stunde, das war schon eine Hausnummer. Am Ende lagen wir bei über 200 Fahrten, einem klemmenden Gaszug, 3 defekte Reifen und einem Motorschaden. Wobei der Motorschaden bereits am Vorabend aufgetreten ist, als wir mit den Karts zum Tanken gefahren sind. Im Dunkeln mit den Karts über den Ring durch die Pfützen zu fahren ist schon sehr einmalig. Nass wurden wir am Samstag auch immer mal wieder. Aber von unten, denn die Strecke trocknete ab und wir mussten immer wieder durch die Pfützen und war teilweise von oben bis unten angefeuchtet inklusive kleiner Rutschpartie. Was ein Spaß.
So oder so musste keiner leer ausgehen. Ganz im Gegenteil. Es blieb sogar Zeit für extra Runden und es war toll zu sehen, wie viele Menschen mit einer Behinderung das gesamte Wochenende dabei waren. Hier hatte Inklusion Vorrang.
Und am Ende wurden wir abends noch belohnt und durften mit Sam im Suzuku, im Ferrari Cabrio oder Porsche GT 3 auf die Strecke. Selbstverständlich auf der Beifahrerseite lol. Und das war ein Traum. Die Porsche und Ferraris durch die Kurven und über die Randsteine zu jagen, war schon ein Erlebnis. Denn leider waren die nur auf der Graden schnell. Aber Im Suzuki hatten wir auf jeden Fall, dass volle Fahrerlebnis. Und Sonntagmorgen noch im LKW über die Strecke, die leider nicht so schnell fahren durften, wie sie wollte, da die Bundespolizei das Feld mit Blaulicht anführte. Aber im Teilnehmerfeld gab es immer wieder Überholmanöver und viel Gehupe. Man war das beeindruckend und laut.
Und neben all dem waren die Abende in der Boxengasse herrlich. MEGA Team, tolles Essen und 1,2 Bier räusper. All das gemeinsam mit Saremba Motorsport umzusetzen und zu erleben, ist nicht selbstverständlich.
Dank an Saremba für die Chance und danke en meine Mannschaft, das beste TEAM !! Über Inklusion reden kann jeder. Wir machen sie erlebbar und leben sie in jedem Moment.
Wir sehen uns nächstes Wochenende in Georgsmarienhütte.
Euer Mike