Bujinkan Furyu Dojo Neu-Ulm

Bujinkan Furyu Dojo Neu-Ulm Die Kampfkünste der Ninja & Samurai. IMPRESSUM:

Bujinkan Furyu Dojo e.V. Vorstand: Stefan Hänßler

Unterrichtsleitung:
Daishihan Jürgen Bieber 10.Dan Kugyo mit über 40 Jahren Erfahrung und seit 1997 jedes Jahr in Japan bei Soke Hatsumi und Soke Mash*ta Ludwigsvorfeste (nahe Dietrichkino)
Wileystraße 21
89231 Neu-Ulm
www.bujinkanfuryu.de

1.

Die Schwertarbeit auf begrenztem Raum, ermöglicht keine ausladenden Bewegungen und dennoch ist es möglich die Klinge eff...
07/06/2026

Die Schwertarbeit auf begrenztem Raum, ermöglicht keine ausladenden Bewegungen und dennoch ist es möglich die Klinge effektiv zu führen.

Viele Menschen stellen sich vor, dass ein Katana einen großen Schwung braucht, tatsächlich kann mit Erfahrung auch Schnitte aus sehr kurzen Bewegungen ausführt werden. Die Schneidwirkung entsteht durch die Kombination von Vorwärtsbewegung und ziehendem Schnitt. Der Schnitt muss nicht aus einem großen Ausholen kommen, den viele Techniken beginnen bereits aus einer Position nahe am Körper.
Dabei ist die Bein- und Körperpositionierung ausschlaggebend. Die Kraft kommt aus dem Zusammenspiel von Körper und seiner Positionierung in der Bewegung. Durch kleine Schritte und Drehungen kann die Klinge aus günstigen Winkeln eingesetzt werden. Teilweise fließt eine Veränderung der Griffhaltung mit ein. In Korridoren, Türen oder engen Innenräumen können Stiche praktischer sein als große Schnitte. Dabei kommt auch die Tsuka, Tsuba und die Soete-Klingenführung zum Einsatz.
Auch wenn das Shōtō hierzu die bessere Wahl wäre, gibt es Möglichkeiten das Daitō ebenso zu verwenden.
Miyamoto Musashi schrieb in seinem Buch der Fünf Ringe sinngemäß, dass man die Länge der Waffe an die Umgebung anpassen müsse. Er betonte, dass ein Schwertkämpfer nicht starr an einer einzigen Kampfweise festhalten dürfe und in diesem Fall muss die Langschwertführung angepasst werden.
Viele Traditionen des Tōjutsu besitzen auch solche Anwendungsprinzipien in ihrem Lehrplan, wie die Togakure Ryu Biken Jutsu und die Enshin Itto Ryu Batto Jutsu.
Historische Samurai und Shinobi betrachteten enge Räume als eigene taktische Herausforderung. Deshalb entstanden spezielle Techniken für den Einsatz beider Klingen, des Daisho.

Jürgen Bieber 風流

06/06/2026
Shikan Ken 指貫拳 der Kukishin Ryū und das Prinzip dahinterVielleicht kann ich hier etwas zum besseren Verständnis der Schl...
30/05/2026

Shikan Ken 指貫拳 der Kukishin Ryū und das Prinzip dahinter

Vielleicht kann ich hier etwas zum besseren Verständnis der Schlagart Shikan Ken beitragen. Warum Schlagen wir eigentlich auf diese Weise?

Es gibt einige interessante Besonderheiten in den Bujutsu-Traditionen, die in Rüstung kämpfen. Der Begriff Shikan Ken wird oft uneinheitlich geschrieben, darum hier die häufigste Schreibweise:

Shi 指 = Finger
Kan 貫 = Durchbohren, durchdringen und hindurchgehen
In der On-Lesung bedeutet es Kan und in der Kun-Lesung Tsuranuku (貫く). Hier wird es interessant. Die Kun-Lesung ist japanisch und die On-Lesung wird chinesisch beeinflusst. Es ist ein sehr wichtiges Kanji im Zusammenhang alter Kampfkünste und bedeutet nicht bloß schlagen, sondern durch die Struktur gehen. Eben nicht nur mit Kraft treffen, sondern eher die eigene Struktur, Absicht, Kraftlinie und Präsenz angreifen, ohne Unterbrechung durch das Ziel hindurch. Interessant ist es auch, dass das Kanji die Prinzipien des konsequenten Durchhaltens, bedeuten kann.
Darum taucht es auch oft in Prinzipien wie dem durchdringen der gegnerischen Kamae auf. Ebenso in der ungebrochenen Kraftlinie, der Körperstruktur statt isolierter Muskelkraft und der Absicht der geistigen Konsequenz. Das macht das Kanji in den alten Kampfkünsten so kraftvoll.
Ken 拳 = Faust oder geballte Hand
Verbunden kann man hier auch die Bedeutung einer durchdringende Finger-Faust sehen, oder der Faust mit durchdringender Fingerstruktur. Auch gibt es Übersetzungen als Penetrierende Faust oder Spaltende Faust. Aber alles deutet auf einen Kern hin.

Nun betrachten wir die Besonderheit dieser Schlagart, der stark vom Kampf in Yoroi, der Rüstung geprägt ist. Hierbei gibt es drei wichtige Bereiche die ihren Einfluss hatten:

1 Katchū Gassen 甲冑合戦
Der allgemeine Kampf auf dem Schlachtfeld in Rüstung.
2 Yoroi Kumiuchi 鎧組討 #
Vielleicht der bekannteste Begriff, wenn es um die Kukishin Ryū Dakentaijutsu geht. Es ist der waffenlose oder halbbewaffnete Nahkampf innerhalb einer solchen Schlacht.
3 Ōyoroi Dōshi 大鎧通し
Bezeichnet eine Waffe, die im Yoroi Kumiuchi genutzt werden konnte, um einen gepanzerten Gegner zu töten oder kampfunfähig zu machen.

Die Taijutsu Anwendungen darin, waren durch die Rüstung eher kompakt und effizient. Nutzbare Ziele wurden unter anderem in den Helmöffnungen, Achseln, Gelenkspalten, Halsbereich usw. gesucht, eben den offenen Stellen der Rüstung, die den Gegner verwundbar machen.
Nun wird es auch verständlicher, was wirklich hinter dem Kanji Kan 貫steht. Waffen und Faustformen müssen also so angepasst sein, damit sie eine durchdringende Wirkung besitzen. Der Begriff Shikan Ken wird in verschiedenen Traditionen etwas unterschiedlich interpretiert, aber das Grundprinzip ist sehr ähnlich.
Das Grundprinzip ist eine schmale Hand- und Fingerpositionierung, deren Knöchel- und Gelenksstruktur stabilisiert. Die Daumenpositionierung unterstützt dabei und kann auch zum verriegeln der Handhaltung dienen.
Es ist kein klassischer Boxschlag, sondern eher ein Spaltschlag in Rüstungslücken. Es kommt einem Druckstoß gleich, der in der Rückführung auch zu einem Haken werden kann. Eine reine Schlageinwirkung allein, würde stark von der Rüstung absorbiert. Darum ist Pe*******on und Strukturbruch wichtiger sind als ein reiner Impact. Allein die Handhaltung ohne Schlagausführung bietet bereits einen Schutz vor möglichen Verletzungen der Finger und ist auch typisch für Koryū im Rüstungsbereich.
Ähnliche Prinzipien gibt es auch in der Araki Ryū, deren Handformen oft halbgeschlossen und klammernd sind, mit viel Druck- und Stoßbewegungen. Oder die Takenouchi Ryū, die ein sehr ausgeprägtes Yoroi Kumiuchi besitzt und deren Faust eher an ein Strukturwerkzeug erinnert, als ein reines Schlaginstrument. Hierbei wird in Gelenke gedrückt, gehebelt und kontrollierte Stöße in Lücken ausgeführt.
Alle Traditionen besitzen die gleiche Kernidee. Im Rüstungskampf ist das reine Schlagen sekundär, entscheidend ist immer die Struktur, der Eintrittswinkel und letztendlich die Kontrolle über den Gegner.
Ein anderer Aspekt ist auch der Zusammenhang mit Kote 籠手 und der Biomechanik der Finger und des Handgelenks. Kote, bezeichnet den Arm- und Handschutz der Rüstung. Wenn diese richtig an den Körper angepasst wurden, dann war es auch eingeschränkt die Finger stark einzurollen, so wie wir es von einem Faustschlag kennen. Das führt dann auf natürliche Weise zu halbgeschlossenen Fäusten, die die Waffen gut halten konnten, mit der Fähigkeit durchdringender Schläge und Griffoptionen.
Auf den ganzen Körper betrachtet, beeinflusste das tragen der Rüstung die gesamte Biomechanik des Körpers. Große Rotationen werden schwerer, darum auch die spezielle Art der Körperbewegung. Die Schulterfreiheit sinkt, die Ellbogenfreiheit wird beeinflusst und wie beschrieben, die Freiheit der Fingerbeweglichkeit nimmt ab und dennoch wird die Hand multifunktional eingesetzt.

Hier noch eine interessante Anekdote von Daishihan Arnaud Cousergue aus seinem Blog, vom 01.05.2013:

„How To Use Shikan Ken?

Eines Tages fragte ich ihn im Unterricht:

„Sensei, warum ist es so, dass ich mir jedes Mal beinahe die Finger breche, wenn ich Shikan Ken benutze?“
Seine Antwort war so einfach, dass ich mich dumm fühlte:
Wenn man den Gegner mit Shikan Ken trifft, beginnt das Ken aus einem entspannten Fudō Ken heraus (die zweite Bedeutung: „Entspannung“). Beim Aufprall muss man dann die Knöchel und die Hand in einem bestimmten Winkel überstrecken und dabei alle Finger anspannen. Wenn man das im nächsten Training ausprobiert, merkt man, dass die Schmerzen verschwinden.
Aus meiner Erfahrung ist genau dieser Winkel der Hand das Geheimnis.
Durch das Erzeugen eines dynamischen Winkels spannt man die Muskeln der Hand an, die Sehnen werden stabilisiert und die Knochen an ihrem Platz gehalten.
Aber denkt daran: Beginnt Shikan Ken immer mit einer entspannten Faust und spannt sie erst im Moment des Aufpralls an.
Die Grundlagen heißen Grundlagen, weil sie das Fundament bilden, auf dem man starkes Taijutsu aufbaut. Und um diese Grundlagen zu verstehen, muss man endlos forschen und qualifizierte Personen befragen. Und die qualifizierteste Person im Bujinkan ist unser Sōke, Hatsumi Sensei.

Technische Anmerkung: Je nach Lehrprogramm verwendete Sensei entweder „Hōken Jū Roppō“ (16 Waffenprinzipien) oder „Hiken Jū Roppō“ (16 verborgene Waffen), daher sind beide Begriffe korrekt.“

Ich denke jetzt wird es klarer warum die Schlagart des Shikan Ken im Bujinkan und seiner Historie so bedeutend ist.

Jürgen Bieber 風流

Furyu Keiko Kai 2026 mit Schwerpunkt Tōjutsu und Kukishin Ryū Bō JutsuBitte mitbringen: Bō, Jō, Hanbō, Bokutō Daishō (Ho...
15/05/2026

Furyu Keiko Kai 2026 mit Schwerpunkt Tōjutsu und Kukishin Ryū Bō Jutsu

Bitte mitbringen: Bō, Jō, Hanbō, Bokutō Daishō (Holzschwerter) und Iaitō

Im Bōjutsu der Kukishin Ryū geht es niemals nur darum, einen langen Stock zu führen. Der Bō offenbart den Zustand des Menschen, der ihn hält. Jede Unsicherheit, jede unnötige Spannung und jede Unruhe im Geist wird durch die Länge der Waffe sichtbar gemacht. Deshalb heißt es:

„Der lange Stock lehrt Demut, weil jede unnötige Bewegung sichtbar wird.“

In der Kukishin Ryū entsteht Kraft nicht aus Muskelstärke, sondern aus Timing, Distanz und natürlicher Bewegung.
Der Bō zwingt den Übenden, Maai (das Raum-Zeitgefüge) wirklich zu verstehen. Wer nur den Gegner betrachtet, verliert den Raum zwischen sich und dem Angreifer. Genau dort jedoch entsteht Kontrolle. Den dort entscheidet sich der Kampf, bevor der erste Treffer fällt. Deshalb sagt man:

„Der wahre Wert des Bō liegt nicht im Schlag, sondern darin, den Kampf bereits vor dem ersten Treffer zu kontrollieren.“

Die alten Schulen verstanden den Bō niemals als bloße Waffe. Der Stock ist eine Verlängerung des Körpers, aber noch mehr, eine Verlängerung des Geistes und des Herzens.
Masaaki Hatsumi Soke lehrte deshalb immer wieder, dass Budō nicht aus starren Techniken besteht. Darum Trainiere nicht nur die Technik, sondern Trainiere auch das Gefühl dahinter. Denn wenn dein Geist stehen bleibt, stirbt auch deine Bewegung.

Im fortgeschrittenen Bōjutsu beginnt der Körper dem Fluss der Waffe zu folgen, anstatt sie mit Kraft zu kontrollieren. Daher heißt es:

„Wenn der Stab durch die Luft fliegt, folgt ihm der Körper.“

Das bedeutet nicht, die Kontrolle zu verlieren. Es bedeutet, mit der Bewegung eins zu werden. Der Bō bewegt sich wie Wasser, weich im Fluss, hart im Aufprall. Kreisförmige Bewegungen, das Brechen der gegnerischen Linie und der ständige Wechsel zwischen Härte und Weichheit sind Kernprinzipien des Kukishin Ryū. Der Praktizierende lernt, den gesamten Raum zu kontrollieren, nicht nur den Gegner vor sich. Denn wer nur den Gegner sieht, verliert den Raum dazwischen.

Das Kukishin Ryū Bō Jutsu bedeutet Stärke durch Klarheit.

Please share this information. Thank you very much. I have already received very positive feedback from many Daishihan a...
12/05/2026

Please share this information. Thank you very much. I have already received very positive feedback from many Daishihan and many others. Thank you for that. 🙏

Nagato Tai-Kai 2026 in Kufstein / ÖsterreichBudo, Qualität und MenschlichkeitMeinen herzlichen Dank an meine langjährige...
04/05/2026

Nagato Tai-Kai 2026 in Kufstein / Österreich
Budo, Qualität und Menschlichkeit

Meinen herzlichen Dank an meine langjährigen Freunde und ihre Dojo in Österreich für dieses sehr gelungene Tai-Kai.
Nagato Sensei brachte einen Hauch des Japangefühls nach Österreich. Mit seiner Art das Bujinkan zu übertragen, zog er alle Teilnehmer in seinen Bann. Er faszinierte mit einer Leichtigkeit, einer spielerischen Weise des Juppo Sessho und des Mutō Dori.

Qualitätszeit:
Ist eine Zeitspanne, die man mit der Familie, Freunden und Gleichgesinnten verbringen darf und ein Tai-Kai zählt für mich auch zur Qualitätszeit.

Menschlichkeit:
Viele auch zum teil tiefsinnige Gespräche mit Teilnehmern. Wenn Nagato Sensei manche Fragen in seinen Gesprächsrunden nicht direkt beantworten kann, er dies offen zugibt, ist das ein Zeichen von menschlicher Größe. Auch gibt es nicht immer eine greifbare direkte Antwort auf manche Fragen. Das manchmal für den einen oder Anderen unbefriedigend erscheint. Mir ging es vor vielen Jahren mit Hatsumi Soke ebenso. Das Schlüsselwort „Keep going“ kann ich nach meiner 41 jährigen Erfahrung bestätigen. Trainiere gewissenhaft und über die Zeit werden die Antworten die du suchst klarer. Du verstehst es, nicht durch darüber nachdenken, sondern durch das Erfahren.
Darum sage auch ich immer wieder „Keep going“ zu bestimmten Fragen.
Drei Tage intensives Training zeigten mir das ich doch noch nicht ganz fit bin. Trotzdem bin ich positiv zufrieden und bin mir sicher in ein paar Monaten wieder 100% geben zu können. Der Winddrache versteht die Bedeutung des Keep going.

花精和楽 Kajō Waraku Die Blühende/reine Essenz in Frieden und Freude oder man könnte auch dazu die Entfaltung des inneren We...
04/05/2026

花精和楽 Kajō Waraku

Die Blühende/reine Essenz in Frieden und Freude oder man könnte auch dazu die Entfaltung des inneren Wesens in Frieden und freudvoller Gelassenheit sagen.

Speziell im Budō ist das Wa, in Richtung Frieden und Harmonie auch als Üben in technischem Einklang mit dem Gegner zu betrachten.

Auch Regierungen können hiervon etwas Lernen, den der beste Kampf ist der, der nicht stattfindet.

Nagato Sensei betonte auch die Worte: „Politik und Religion, gehören nicht auf die Matte.“ Das Bujinkan von Hatsumi Soke bringt alle Menschen zusammen, auch wenn es hier und da Unterschiede gibt.

Adresse

Wileystraße 21
Neu-Ulm
89231

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Montag 19:00 - 22:00
Dienstag 19:00 - 22:00
Donnerstag 19:00 - 22:00
Samstag 10:00 - 12:00

Telefon

+491733265714

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