04/09/2026
+++Saisonvorschau Männer, Bezirksliga+++
Als Tabellenvierter aufzusteigen? Da war klar, dass es die Männer des VfL Nagold schwer haben würden, die Klasse zu halten. Letztlich reichte es nicht. Und so gehen die Jungs also wieder in der Bezirksliga auf Punktejagd.
Die Enttäuschung über den verpassten Klassenerhalt ist groß im Team. Vor allem Coach Miloš Tesanović hadert mit dem Abstieg. Denn keiner weiß mehr als der Coach, wie viel Potenzial wirklich in dem Team steckt.
Und das zeigten die Männer ja in der vergangenen Saison auch immer wieder. Nur leider eben nicht in voller Konstanz. Und auch die Konsequenz fehlte das ein oder andere Mal.
Klar ist aber auch: Die vergangene Saison hat das Männerteam des VfL Nagold weiter zusammengeschweißt. Gemeinsam hat man gekämpft, gemeinsam ist man abgestiegen. Und nun geht es eben in der Bezirksliga gemeinsam weiter.
Aus Abstiegsfrust wird Angriffslust. Dabei ist klar: Das Team ist noch im Umbruch. Die älteren Recken werden weniger, es sind aber weiter prägende Köpfe des Nagolder Männerhandballs als wichtige Stützen dabei.
Der Blick aber gilt immer mehr den jungen Spielern. Da kommt seit einigen Jahren endlich was nach beim VfL. Und wer auf die talentierten Jungs in der A-Jugend und auch schon in der B Jugend blickt, der weiß: Es steht nicht schlecht um die Zukunft des Männerhandballs beim VfL Nagold.
Der Start in der Bezirksliga ist so gesehen auch kein Beinbruch. Er ermöglicht den VfL Mannen breitere Einsatzzeiten für alle und viel Potenzial, um sich als Team endgültig zu finden. Ein wichtiger Bestandteil dabei ist, dass Coach Miloš Tesanović weiter an Bord ist. Der Nagolder Trainer ist top motiviert und strotzt nur so vor Ehrgeiz.
Vor allem aber ist Miloš Tesanović ein Trainertyp, der – bei aller Emotion am Seitenrand – die jungen Spieler im Blick hat und fördert. Das Spielniveau im Team beabsichtigt er, weiter anzuheben. Und der Coach freut sich schon auf einen breiteren Kader. Denn der VfL-Trainer ist fest entschlossen, die Bank kräftig mit talentierten Jungs aus der A Jugend aufzufüllen. Die Mischung aus unbedarfter Jugend und breiter Erfahrung der älteren Spieler sieht Tesanović als ideal an.
Das Männerteam aus Nagold darf auch in dieser Saison weiter wachsen. Der Wiederaufstieg ist nicht das offizielle Saisonziel. Mitnehmen würde man den aber schon. Zumal die Saison ja 2027 im großen Jubiläumsjahr endet: Die Handballabteilung des VfL Nagold feiert dann ihr 100 Jähriges. „Kein Druck, kein Zwang“, lautet dennoch die Devise. Oder wie es Miloš Tesanović formuliert: „Unsere einzige echte Aufgabe ist es, von Spiel zu Spiel zu denken, als Team zu wachsen und auf dem Feld unser Maximum zu geben.“ Klingt simpel. Ist es aber nicht.
Personell gibt es einige Veränderungen zu vermelden: Mit Jonas Rink verlässt ein „Oldie“ das Team, auf den immer Verlass war. Schade auch, dass die noch jungen VfL-Urgesteine Silas Heinrich und Justin Scharschmidt in dieser Saison nicht zur Verfügung stehen.
Die Liste der offiziellen Neuzugänge: Eddie Hamann stößt zum Team, ebenso Jonas Lysus, Moritz Schab und Vincent Glöggler. Man darf gespannt sein, wie sich die „jungen Wilden“ im Männderdress präsentieren.
Die Gegner sind nicht ohne, zumal man bei zweiten und dritten Mannschaften nie so richtig einschätzen kann, wer da letztlich wirklich auf der Platte steht. Erste Mannschaften sind neben dem VfL Nagold in der Staffel 1 der Bezirksliga nur noch der TV Onstmettingen, die HSG Neckartal und der TSV Burladingen.
Ansonsten sind viele bekanntere Handballvereine und Spielgemeinschaften mit zweiten und dritten Mannschaften vertreten. Und so gibt es auch mitreißende Derbys, zum Beispiel gegen den TSV Altensteig 3 und die dritte Garde der SG H2 Ku Herrenberg. Insgesamt gehen in der Staffel 1 zwölf Teams an den Start.
Text/Foto: Heiko Hofmann