09/06/2026
Dieser Rheinlandligist krempelt sein Trainerteam um
Regionaler Fußball: Früheres Trainerduo aus der Bezirksliga ist jetzt eine Etage höher wieder vereint.
Björn Griebler arbeitet künftig wieder mit Pascal Meschak zusammen – und assistiert ihm bei der FV Hunsrückhöhe Morbach.
Von Andreas Arens und Lutz Schinköth
Trier/Region
Die FV Hunsrückhöhe Morbach stellt ihr Trainerteam in Teilen neu auf. Kevin Greweling und Kai Hammes hören nach Angaben von Marcel Lorenz aus privaten beziehungsweise familiären Gründen auf. „Sie sollen und werden irgendwann wieder einsteigen. Das ist der große Wunsch von allen“, unterstreicht der Sportliche Leiter.
Neuer Assistent von Coach Pascal Meschak wird Björn Griebler, bis kurz nach der Winterpause Trainer des B15-Ligisten TuS Platten und davor unter anderem beim SV Rot-Weiss Wittlich in der Rheinlandliga tätig. Als Physiotherapeut kommt Rouven Klaes vom FSV Salmrohr .
Bereits beim SV Zeltingen-Rachtig arbeiteten Griebler und Meschak 2023/24 als Trainerteam zusammen. Aktuell wolle er nicht die alleinige Verantwortung bei einem Verein übernehmen, sagt Griebler, zumal er im Oktober zum dritten Mal Vater wird. „Wir haben in den Gesprächen schnell festgestellt, dass sich unsere Vorstellungen in vielen Punkten decken. Darüber hinaus lässt sich die kurze Entfernung durch die Fahrgemeinschaft mit Pascal hervorragend mit Familie, Beruf und Fußball vereinbaren“, lässt der 37-jährige, frühere Torwart durchblicken. Ziel sei es, Strukturen, die sich in den vergangenen Jahren „möglicherweise etwas festgefahren haben, aufzubrechen, neue Impulse zu setzen und frischen Wind hineinzubringen. Gleichzeitig möchten wir den Jungs vermitteln, dass die kommende Saison auf allen Ebenen als eine Art Neustart gesehen werden kann“.
Das veränderte Trainer- und Funktionsteam der Kombination aus Morbach und Monzelfeld soll dem seit Anfang März amtierenden Meschak helfen, wieder für mehr sportliche Kontinuität zu sorgen. Seit seinem Amtsantritt gab es nur zwei Siege und drei Remis, aber sieben Niederlagen.
Nach dem Rücktritt von Philipp Frank, der mit der FVH nach der Hinrunde noch Platz fünf belegt hatte – am Ende sprang der achte Rang heraus – hätten Verletzungen und andere Ausfallzeiten die Arbeit von Meschak erschwert, weiß Lorenz. „Er konnte sich nie ein komplettes Bild von der besten Elf machen. Dann setzte eine Niederlagenserie ein, was für die Stimmung auch nicht förderlich war.“ Für Meschak gehe es „jetzt erst richtig los – die Kennenlernphase ist nun vorbei“, so der Morbacher Fußballchef. Von den vergangenen Monaten hätten sich alle mehr erhofft. „Es lag aber nicht nur am Trainer, sondern nicht zuletzt an der Einstellung des einen oder anderen Spielers.“ Nach einer ersten Besprechung mit der Mannschaft hat L orenz bereits gespürt, dass „viel Motivation vorhanden ist“.
Bei der FVH befindet sich nicht nur der Kader, sondern auch das Umfeld im Wandel: Die Umkleidekabine auf der Sportanlage am Alfons-Jakobs-Stadion wurde erweitert, um dem Team noch bessere Möglichkeiten zu bieten.
Mit Denis-A lessandro Cojocariu hat die FVH einen jungen Schlussmann geholt. Der 18-Jährige wechselt vom JFV Wittlicher Tal , für den er zuletzt in der A-Junioren-Rheinlandliga zum Einsatz kam. Das Torwartteam der Hunsrücker besteht damit in der neuen Saison aus einem Quartett, das neben Cojocariu die angestammte Nummer eins, Yannick Görgen, Bohdan Romanovskyi und Julio Jay Tiburtius bilden. Johannes Kappel zieht es unterdessen zurück zum Ligarivalen TuS Kirchberg (TV berichtete).
Nach dem Abstieg aus der A-Klasse stehe der zweiten Garnitur ein Neuaufbau in der B-Klasse bevor. „Unser Ziel ist es, mit Jungs, die sonntags nicht im Rheinlandligakader sind, oben mitzuspielen“, sagt Lorenz. Spielertrainer Ismail Kahyaoglu bleibt der FVH II erhalten, genauso wie etwa Eric Dippel und die Belic-Brüder Adelund Belmin, d ie Lorenz allesamt als „wichtige Säulen“ bezeichnet. „Wir haben elf feste Spieler“, lässt er durchblicken. Dazu zählt auch Rückkehrer Unison Dama (29), der in der Saison 2023/24 noch 24 Rheinlandligaspiele für die FVH absolviert hat . Florian Knöppelhört auf, Jan van Groen ist nach Angaben von Lorenz auf der Suche nach einem Verein im Trierer Raum.