24/11/2020
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Wäre ziemlich schade, oder? Ich bin mir sicher, dass viele Selbstständige (vor allem kleine Unternehmen) diese Gedanken haben und teilweise auch in die Tat umsetzen müssen – jetzt oder in den nächsten Monaten.
In letzter Zeit merke ich immer wieder, dass mich Sätze wie „ja, dann muss man halt mal 8 Wochen auf Freizeitaktivitäten verzichten...kann ja nicht so schwer sein“ traurig und wütend machen. Was viele leider vergessen: es gibt Menschen, die verdienen mit genau diesen Freizeitaktivitäten Ihr Geld - sei es Sport, Kultur, Gastronomie oder Kunst. Alles nicht systemrelevant (übrigens mein Vorschlag für das Unwort des Jahres) aber genau diese Dinge machen unser Leben bunt, abwechslungsreich und lebenswert.
Ohne Kunst, Kultur und Sport sieht es in unseren Städten bald ziemlich langweilig und trostlos aus. Ganz abgesehen von dem positiven Einfluss auf Körper und Seele. Was einmal weg ist, kommt so schnell nicht wieder.
Ich bin überhaupt nicht gegen die aktuellen Maßnahmen (da ich auch leider keine bessere Idee habe), wünsche mir aber manchmal etwas mehr Verständnis von der Gesellschaft die jeden Monat Ihr Geld aufs Konto bekommt – Pandemie oder nicht. Für viele Selbstständige bedeutet ein Lockdown (und ein Lockdown „light“ macht da keinen Unterschied) genau 0€ Einnahmen und ein Leben von den angesparten Reserven – laufende Kosten sind natürlich trotzdem da.
Selbstständigkeit sucht man sich aus und geht damit auch ein gewisses Risiko ein. Eine Situation wie dieses Jahr kann man allerdings nicht einplanen. Die Hilfen vom Staat sind da aber unterm Strich auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Um nur ein Beispiel zu nennen: die sogenannte „schnelle und unbürokratische Hilfe“ für den Monat November kann man ab Ende November erst beantragen – für viele mit Sicherheit zu spät.
Bitte habt Verständnis und bleibt flexibel für ungewöhnliche Lösungen. Die meisten Selbstständigen denken Tag und Nacht darüber nach, was die beste Lösung für Ihre Kunden ist. Denn Kundenzufriedenheit ist das höchste Gut. Auch wir wünschen uns nichts mehr als die Leistung zu erbringen, die Ihr von uns gewohnt seid – denn wir lieben was wir tun und wir möchten, dass Ihr zufrieden seid. Bis es soweit ist braucht es flexibles denken und handeln von beiden Seiten.
Wer jetzt unterstützt wird, der ist auch nach der Pandemie noch da und kann Eure Stadt bunter, schöner und lebenswerter machen. Ansonsten sieht es bald sehr traurig aus.