13/05/2026
+++ Leider kein Happy End +++
Am vergangenen Wochenende stand für uns das letzte Saisonspiel auf dem Programm. Zu Gast waren wir beim HCE Bad Oeynhausen. Das Hinspiel konnten wir zu Hause solide für uns entscheiden, obwohl wir seit Jahren immer wieder Probleme gegen diese Mannschaft hatten. Entsprechend wollten wir auch auswärts nochmal alles reinwerfen, die Saison ordentlich abschließen und den mitgereisten Fans ein gutes Spiel bieten. Verzichten mussten wir auf Domenik, Jonas, Benjamin D. und Lennart. Trotz der Ausfälle war der Anspruch klar: noch einmal geschlossen auftreten, kompakt stehen und vorne die Chancen konsequent nutzen.
Der Start in die Partie war zunächst ausgeglichen. Beide Mannschaften tasteten sich etwas rein, ohne dass sich direkt jemand klar absetzen konnte. Bad Oeynhausen legte vor, wir blieben dran und fanden immer wieder Antworten. Vor allem Liam übernahm früh Verantwortung und hielt uns mit wichtigen Toren im Spiel. Trotzdem war schon in der ersten Halbzeit zu erkennen, dass wir im Angriff an diesem Tag zu viel liegen ließen. Immer wieder kamen wir zu guten Möglichkeiten, konnten diese aber nicht konsequent verwerten. Mal waren es überhastete Aktionen, die nicht sauber vorbereitet waren, mal klare Chancen, die wir einfach nicht im Tor unterbrachten. Genau solche Situationen tun in einem engen Spiel natürlich weh. Oeynhausen war an diesem Tag effizienter, nutzte seine Möglichkeiten besser und konnte sich dadurch Stück für Stück leichte Vorteile erspielen. In der Abwehr war es grundsätzlich okay, aber eben nicht überragend. Wir hatten Phasen, in denen wir gut standen und den Gegner zu schwierigen Abschlüssen zwangen. Gleichzeitig kamen wir aber nicht dauerhaft in den Zugriff, den wir gebraucht hätten, um das Spiel komplett auf unsere Seite zu ziehen. Justin konnte einige Würfe parieren und uns immer wieder im Spiel halten, aber einen absoluten Top-Tag hatte auch er nicht. Alles auf ihn abzuladen wäre an diesem Tag aber auch zu einfach gewesen.
Zur Halbzeit lagen wir mit 14:16 zurück. Das Spiel war noch komplett offen, aber wir wussten auch, dass wir im Angriff deutlich konsequenter werden müssen. Zwei Tore Rückstand sind im Handball nicht viel, aber bei unserer Chancenverwertung fühlte es sich an diesem Tag nach mehr Arbeit an.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst weiter eng. Wir kamen immer wieder ran, konnten aber den entscheidenden Schritt nicht machen. Bad Oeynhausen hatte fast immer die passende Antwort parat und blieb vorne effektiver. Beim Stand von 18:18 waren wir noch einmal komplett drin, doch genau danach kippte das Spiel langsam in Richtung der Gastgeber. Oeynhausen setzte sich wieder ab, während wir vorne weiterhin zu viele Chancen liegen ließen. Uns fehlte in dieser Phase die letzte Klarheit und manchmal auch die Ruhe, um die Angriffe sauber zu Ende zu spielen. Wir kämpften weiter, steckten nicht auf und kamen in der Schlussphase nochmal auf zwei Tore heran. Mehr war an diesem Tag aber leider nicht drin. Am Ende steht eine 28:26-Niederlage auf der Anzeigetafel. Es war kein Spiel, in dem wir chancenlos waren. Im Gegenteil. Genau das macht es am Ende ärgerlich. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre deutlich mehr möglich gewesen. Bad Oeynhausen war an diesem Tag nicht unschlagbar, aber sie waren in den entscheidenden Momenten effizienter und etwas abgeklärter.
Unterm Strich war es ein passender Abschluss für eine Saison, die wir uns alle etwas anders vorgestellt haben. Vor der Saison war unser Ziel klar: irgendwo zwischen Platz 3 und 5 mitspielen. Am Ende sind wir Achter geworden und das ist ehrlich gesagt nicht das, was wir wollten. Trotzdem darf man dabei nicht vergessen, wie diese Saison gelaufen ist. Gefühlt hatten wir jede Woche Verletzte, Ausfälle oder mussten irgendwie improvisieren. Kaum einmal konnten wir wirklich komplett antreten. Trotzdem haben wir nie aufgegeben, immer weitergemacht und uns als Mannschaft nicht auseinanderziehen lassen. Der Mammutgeist war da. Nicht immer schön, nicht immer erfolgreich, aber immer ehrlich. Ein großes Danke geht an alle, die diese Saison Woche für Woche mitgezogen haben. Für jedes Training, jedes Spiel, jede Fahrt und jedes Mal, wenn jemand eingesprungen ist, obwohl es nicht selbstverständlich war. Danke an unseren Coach für die erste Saison mit uns. Es war sicher nicht immer einfach, aber man hat immer gemerkt, dass dir diese Mannschaft wichtig ist und du alles reingeworfen hast. Danke auch an JFK, der kurzfristig eingesprungen ist und für uns ein echter Mehrwert war. Danke an unseren Captain und Co-Captain, die die Herde zusammengehalten, Verantwortung übernommen und die Mannschaft getragen haben. Sowas ist nicht selbstverständlich und für ein Team extrem wichtig. Für einige Jungs war es leider auch das letzte Saisonspiel mit uns. Danke für eure Zeit, euren Einsatz und alles, was ihr für die Mammuts gegeben habt. Wir wünschen euch nur das Beste.
Jetzt hoffen wir noch auf ein paar schöne Sportfeste zusammen, bevor wir uns den Urlaub verdient haben. Ein bisschen abschalten, Kraft tanken und den Kopf frei bekommen. Danach heißt es dann wieder: Vorbereitung, angreifen und nächste Saison Vollgas. Danke an alle Fans, Unterstützer und Begleiter für diese Saison. Auch wenn es sportlich nicht immer so lief, wie wir wollten, wart ihr da. Dafür sind wir dankbar. Die Mammuts kommen wieder.
Tore: Liam Nofz (11), Marius Ibe (4), John Edwin Braun (2), Rudolf Braun (2), Niklas Kornblum (2), Jannik Backhaus (1), Nicolai Burzlaff (1), Nico Feilbach (1), Finn Lukas Reinstaedtler (1), Andre Zapke (1)