11/12/2019
Der Voltigierverein Metelen hat seine Pferde auf dem Hof der Familie Herdering in Metelen im beschaulichen Münsterland stehen.
Der Verein besteht aus ca 120 Mitgliedern in acht Mannschaften, die eine Altersspanne von 4-27 abdecken. Die Leistungsklasse reicht dementsprechend von Minis (Zwerge) bis zur Leistungsklasse L.
Das Trainergespann umfasst sechs HauptTrainer, wobei jedem Haupttrainer ein bis zwei Co-Trainer zur Seite stehen.
Die Trainer bilden sich regelmäßig weiter, sowohl durch interne als auch externe Lehrgänge mit und ohne Pferd.
Voltigierpferd der Mannschaften Team 1, Team 2 und Team 4 ist die 8 jährige Westfalenstute Carlotta. Mit einer Widerristhöhe von 1,74 m deckt sie auch die großen Voltigierer ab und ihr Rücken bietet genügend Platz auch bis in die dritte Etage Übungen zu turnen. Carlotta wurde im April 2018 für den Verein gekauft und hat sich seid dem sehr gut in ihren neuen Job eingefunden und ist nun eine sichere Bank für die Voltigierer.
Das Voltipferd der Mannschaften Team 3, Team 5, Team 6 und der beiden Zwergenteams trägt den offiziellen Namen Artos, sein Spitz- und Rufname lautet allerdings passenderweise Smartie. Der 11 jährige Haflingerwallach hat ein Stockmaß von ca 1,44 m und ist mit seiner vollen Mähne der Liebling der Kleinen. Er ist sein März 2014 im Verein und trägt die Anfänger mit größter Sorgfalt und Ruhe durch ihre ersten Übungen zu Pferd.
Als Unterstützung für die beiden Pferde stehen den VoltigiererInnen noch zwei Holzpferde und ein Airhorse zur Verfügung, damit neue Übungen erst einmal im Stand trainiert werden können. Zudem fördert die mehrfache Wiederholung der Übungen die Sicherheit auf dem Pferd und die motorischen Fähigkeiten werden gestärkt.
Des weiteren werden im Training Gymnastikbälle, Bänder und allerlei weitere Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, um die Grundlagen der Körperspannung und den Aufbau der Tiefenmuskulatur zu fördern.
Da in den Teams die Altersstufen gemischt sind, übernehmen die großen in ihrem Team auch Verantwortung für die kleinen. So wird ihr Selbstvertrauen gestärkt. Die gemeinsame Arbeit mit und um das Pferd stärkt zusätzlich den Zusammenhalt innerhalb des Teams.
Viele der Co-Trainer sind selber in einem anderen Team aktive Voltigierer.
Ablauf einer Voltistunde:
Die Voltistunden ähneln einander, egal welchen Alters oder Leistungsniveaus die Voltigierer sind, wobei jeder Trainer seinen individuellen Schwerpunkt setzt.
Zunächst wird das Pferd zusammen geputzt und gegurtet. Im Anschluss machen sich die Voltigierer z.B. durch Warmlaufen oder Spiele bereit für die Übungen. Das Pferd wird währenddessen warm geführt und im Anschluss ablongiert. Die Voltis turnen zunächst ihre Übungen auf dem Holzpferd um die Figuren im Anschluss sicher und geübt auf dem Voltipferd zu präsentieren. Wer gerade sich gerade nicht auf dem Pferd befindet, turnt am Boden, unter der Aufsicht der Co-Trainer, Kräftigungsübungen und trainiert die motorische Fähigkeiten. Nach getaner Arbeit wird das Pferd von allen versorgt und in den Stall zurück gebracht.
Je nach Leistungsklasse sind ein bis drei Voltigierer zur gleichen Zeit auf dem Pferd. Auch die geturnten Gangarten unterscheiden sich je nach Leistungsklasse.
Zudem wird angestrebt jedes Team zwei mal pro Jahr, mit oder ohne Pferd, auf ein Tunier zu schicken. Die sogenannten Holzpferdetuniere finden ohne Pferde statt und dienen der Vorbereitung oder dem Abschluss der Saison mit Pferd. Diese Tuniere werden in Sporthallen veranstaltet.
Auch bei den Tunieren wird das Pferd zusammen geputzt und vorbereitet und danach zum Veranstaltungsort gefahren. Die Voltigierer tragen je nach Klasse, Voltigiertrikos (vom Verein gestellt) oder abgesprochene Kleidung (z.B. schwarze Leggins und weißes T-Shirt). Es ist auch möglich Kleidung mit dem Vereinslogo zu bestellen.
Jedes Jahr in den Sommerferien findet ein Schnuppervoltikurs statt und erfreut sich großer Beliebtheit. Dabei ist es Kindern ab 4 Jahren möglich teilzunehmen.
Das bunte Programm beinhaltet das Voltigieren auf dem Pferd und dem Holzbock, das Erlernen der Pferdepflege, Theorie, Gymnastik, Turnen und Spiele.
Am letzten Tag haben die Kinder die Möglichkeit, die gelernten Übungen auf dem Pferd vorzuführen und zu zeigen, das sie ein Pony unter Aufsicht pflegen und führen können.