26/07/2026
Die heutige Wanderung des Oberhessischen Gebirgsvereins Marburg führte an den südöstlichen Rand des Burgwalds. Ausgangspunkt war das 500-Einwohner-Dorf Schwabendorf, das zur Stadt Rauschenberg gehört. 38 Wander*innen freuten sich bei bestem Wetter auf eine Tour, die ihnen neben schönen Landschaften und herrlichen Ausblicken auch viel an lokaler Geschichte und Kultur bieten sollte. Schwabendorf gehört zu den wohl bekanntesten hugenottischen Gründungen in Oberhessen. Vor dem Hugenotten-Museum am Hugenottenplatz gab uns Wanderführer Friedhelm eine detaillierte, von großer Sachkenntnis und Liebe zum Gegenstand geprägte Einführung in die Geschichte der französischen Glaubensflüchtlinge im 17. Jahrhundert, ihre Bedeutung für Hessen und insbesondere die oberhessische Region. Danach ging es in zwei Gruppen (11,5 km und 8 km) vorbei u.a. an der Hugenotten-Gedächtniskirche und der Dorfschmiede hinaus in die Natur, wo wir bald einen schönen, lichten Wald erreichten. Wir umwanderten den Alten Rauschenberg (376 m) und hielten uns Richtung Bürgeln. Bei der Alten Ziegelei schlugen wir den Weg in Richtung Rauschenberg ein. Das sehenswerte Städtchen begrüßte uns mit einem alten Stadttor und der dahinter gelegenen mächtigen Stadtkirche. Gegenüber dem hübschen Fachwerk-Rathaus machten wir am Marktplatz Rast. Weiter ging es dann durch die Landschaft mit ihrem typisch welligen Profil bis zum Sosenberg (326 m). In der Ferne konnte man die Berge des Kellerwald, aber auch den Hoherodskopf im Vogelsberg erkennen. Über das Häuserensemble Wolfskaute erreichten wir bald wieder Schwabendorf. Im Restaurant Maximilianenhof am Golfplatz bei Reddehausen belohnten wir uns für die Mühen mit einem leckeren Mittagessen und ließen einen wunderbaren, erlebnis- und erkenntnisreichen Wandertag R***e passieren.