11/03/2020
Wir mussten uns erstmal vom Ergebnis erholen, deswegen erst jetzt der Spielbericht:
+++ Spieltagsbericht 7.3 gegen TSG 78 Heidelberg Lacrosse (und ABV Stuttgart Lacrosse)+++
Am vergangenen Samstag stand das erste Spiel der Liga-Rückrunde der Spielgemeinschaft Konstanz/Mannheim (kurz: KoMa) in Stuttgart gegen den Tabellenersten, die TSG 78 Heidelberg an. Die Mädels der SG waren hochmotiviert und reisten - trotz des schlechten Wetterberichts - mit sage und schreibe 20 Spielerinnen und dem Mövenmaskottchen, Jonathan. Darunter waren auch einige Rookies, denen ihr erstes Ligaspiel bevorstand und das gleich gegen einen so starken Gegner!
Um 13:00 Uhr wurde das Spiel mit dem Draw eröffnet, den KoMa im Nu für sich entscheiden konnte. Nach nicht einmal 30 Sekunden gelang es der Attackerin Moni, den Ball im Netz der Gegner zu versenken. Ein wunderbarer Auftakt für das anstrengende Spiel, das noch folgen sollte. Eine KoMa-Führung in so kurzer Zeit – das konnten die Heidelbergerinnen nicht auf sich sitzen lassen und antworteten mit einem Gegentor in der vierten Minute. Die Defense hatte seitdem schwer mit der lebhaften Heidelberger-Attack zu kämpfen, die bis zum Ende des ersten Quarters noch fünf Mal das Runde ins Eckige beförderten. Da half selbst das Time-Out von Coach Felix mit der Kernaussage „Aufwachen!“ nur wenig.
Nach der zweiminütigen Pause traten die Spielerinnen der SG mit dem festen Vorsatz, es nun besser zu machen, zurück auf den Kunstrasen. Nach wie vor hatten leider die Heidelberger-Spielerinnen den Stick vorn beim Draw und ließen mit ihrem Zug zum KoMa-Tor nicht nach. Goalie Flo war schwer beschäftigt, die raffinierten Schüsse der Heidelberger-Spielerinnen abzuwehren. Während sich die Mittelfeldspielerinnen mit Stickchecks und einem starken Zusammenspiel der Gegnermannschaft konfrontiert sah, hatten die KoMa-Attacker eher wenig Anteil an dem Spiel, das sich überwiegend auf der eigenen Hälfte abspielte. Den sechs gelungenen Toren der Heidelbergerinnen konnte die Spielgemeinschaft KoMa lediglich einen erfolgreichen Abschluss von Marie entgegenzusetzen. Somit gingen die KoMa-Spielerinnen mit einem unglücklichen 12:2 in die Halbzeit, das niemanden zufriedenstellen konnte.
Die Verschnaufpause wurde von der Spielanalyse getrübt, die seitens der Spielgemeinschaft nicht so rosig aussah. Zu häufige Ballverluste im Mittelfeld, mangelnde Kommunikation und zu wenig Druck im Eins-gegen-Eins waren das Resultat zweier unterlegener Quarter. Das musste sich in der nächsten Hälfte ändern, das war allen klar.
Inzwischen blitzte auch die Sonne hin und wieder zwischen den Wolken hervor, sodass auch die Auswechselspieler und Fans nicht mehr so sehr frieren mussten. In der 32. Minute zeigte Nicole, dass auch das KoMa-Team Chancen verwertet kann und holte einen Punkt. Kurz darauf setzte sich Isi gekonnt durch und verkürzte den Rückstand weiter. Aber auch die Heidelberger Damen waren weiter angriffslustig und konnten im dritten Quarter drei Bällen im Netz hinter der eingewechselten Torfrau Sarah platzieren. Da sich die KoMa-Spielerinnen nach der Halbzeitpause zunehmend zusammenrissen und stärker gegen das Gegnerteam wehrte, nutzen die Heidelberger-Konkurrenten das Ende des vorletzen Quarters für ein Time-Out. 15:4 lautete der Spielstand zur letzten Viertelstunde.
Noch einmal die Zähne zusammenbeißen und alles geben, war das Motto des finalen Quarters, nachdem sich die Spielgemeinschaft im letzten Quarter doch sichtlich gesteigert hatte. Aber auch die Damen aus Heidelberg ließen nicht nach und machten beharrlich Druck in Richtung Tor. Drei erfolgreiche Schüsse in drei Minuten überraschten die sich abmühende KoMa-Defense kurz nach dem Anpfiff. Dennoch zahlten sich deren unerbittlichen Bemühungen gegen die Heidelbergerinnen aus und es folgten die ersten 10 Minuten, in denen sich die Spielerinnen der TSG nicht mit einem Punkt belohnen konnten. Stattdessen gelang Isi ihr zweiter Treffer in das gegnerische Tor. Trotzdem ließen sich die entschlossenen Heidelberginnen nicht vom letzten Tor abhalten, der den eindeutigen Endstand von 19:5 besiegelte.
Das Ergebnis spricht für sich. Das Spiel hatte sich die Spielgemeinschaft sicherlich anders vorgestellt. Trainer und Coach Felix brachte es auf den Punkt: „Das Wetter war besser als erwartet, das Spiel schlechter als erwartet“. Das Potential der Spielgemeinschaft konnte an diesem Spieltag leider nicht ausgeschöpft werden.
Im Anschluss stand noch ein Freundschaftsspiel gegen die Stuttgarter Lacrosse-Mannschaft an, bei dem sich leider unser Middie Nora verletzte. Wir wünschen ihr gute Besserung und hoffen, sie bald wieder auf dem Platz spielen zu sehen.
Aus den beiden Spielen haben die Spielerinnen und Trainer aus Konstanz und Mannheim wichtige Erkenntnisse und neue Trainingsschwerpunkte mitgenommen, die in den kommenden Wochen noch ausführlich diskutiert und umgesetzt werden können. Obwohl insbesondere das Spiel gegen die TSG Heidelberg gewiss enttäuschend war und das KoMa-Team nicht zufriedenstellen konnte, so haben die Rookies die wahrliche „Feuertaufe“ überstanden und sind hoffentlich motiviert, sich in Zukunft weiter zu verbessern und am Ball zu bleiben.
Bis dahin, „heads und sticks up“!