16/11/2025
Emotionaler Heimkampf Abend endet mit 16:13 für die WKG Magdeburg/Wernigerode, ringt sich vor lautstarker Kulisse zum Sieg.
Ein prall gefülltes Sportzentrum Gießerweg, gespannte Zuschauerreihen und zwei Teams, die um jeden Punkt kämpften: Der Mannschaftskampf in der Oberliga Sachsen-Anhalt zwischen der WKG Magdeburg/Wernigerode und der Wrestling Academy Salzgitter am 15. November 2025 hielt, was er versprach. Mit 16:13 holte die WKG einen wichtigen Heimsieg und verteidigte ihren vierten Tabellenplatz.
Der Abend begann allerdings holprig. Die 57-kg-Klasse blieb unbesetzt, Salzgitter ging kampflos 0:4 in Führung. Doch schon der nächste Kampf brachte die Halle zum Brodeln. Daniel Geist (130 kg GR) legte einen beeindruckenden Auftritt hin. Punkt um Punkt setzte er sich durch, ließ seinen Gegner nicht zur Ruhe kommen und gewann schließlich nach 4:05 Minuten mit 16:0 technisch überlegen. Die Mannschaft war im Kampf – und das Publikum ebenfalls.
Weniger Glück hatte Baisangur Isaev (61 kg FS), der gegen den starken Bilal Tajik trotz großem Einsatz nicht in den Kampf fand und eine klare Niederlage hinnehmen musste. Doch die WKG schlug zurück – und wie. Michael Estel (98 kg FS) zeigte großen Kampfgeist. Nach frühem Rückstand drehte er die Begegnung, landete mehrere starke Aktionen und holte mit einem Schultersieg vier wichtige Punkte.
Auch Max Felgendreff (66 kg GR) überzeugte. Ruhig, konzentriert, technisch sauber – sein 12:0-Punktsieg war ein Ausrufezeichen. Die Stimmung kochte, und spätestens als Thomas Ferchland (71 kg FS) seinen knappen 5:5-Punktsieg über die Zeit brachte, bebte die Halle.
Kurz durchatmen, dann ein Blitz-Moment: Mansur Kaikharov (80 kg FS) fegte in nur 16 Sekunden über seinen Gegner hinweg und brachte die WKG auf die Siegerstraße. Zwar musste Harm Römmer (86 kg GR) eine Schulterniederlage einstecken und Mathias Jahn (75 kg GR) seinen Kampf trotz mutiger Leistung knapp abgeben, doch am Ende stand ein verdienter Gesamtsieg.
Analyse und Ausblick:
Die WKG zeigte an diesem Abend, dass sie als Team funktioniert. Klare Siege, kämpferische Leistungen und starke Nerven in engen Duellen – all das bringt Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Auch wenn Tabellenplatz 4 bleibt, macht die Form Mut. Nächste Woche wartet ein direkter Konkurrent – ein weiterer Schritt Richtung obere Tabellenhälfte ist möglich.