08/06/2016
Heute stellen wir euch endlich unseren Spielbericht zum Damen Halbfinale der Stena Line final4 2016 gegen die Mädels vom UHC Weißenfels zur Verfügung! Vielen Dank hierfür an Marcus Kemmerich hierfür!
Ein großer Dank geht an dieser Stelle auch noch einmal nach Döbeln an den UHC Döbeln 06 e.V. für die tolle Organisation des gesamten Turniers!
Und nun, habt viel Spaß beim Lesen. Liken, teilen und kommentieren ist erwünscht :)
Am 15.05.2016 stand für die Pink Ladies Münster vom BSV Roxel der Höhepunkt der Saison bevor. In Döbeln spielten sie im Rahmen des Final4 im Halbfinale des Stena Line Floorball
Deutschland-Pokals gegen den UHC Sparkasse Weißenfels.
Die Spielerinnen aus Weißenfels galten natürlich als haushoher Favorit, weshalb die Pink Ladies sichtlich nervös in das Spiel starteten. Bereits nach 31 gespielten Sekunden erzielte Weißenfels nach einem Freischlag das 0:1. Nur 98 Sekunden später mussten die Pink Ladies das 0:2 hinnehmen. Die Nervosität und der Respekt vor dem Gegner ließ sie gerade in den ersten Spielminuten viel zu zögerlich und passiv agieren.
Trotz der hohen Überlegenheit von Weißenfels, konnten sich die Pink Ladies phasenweise etwas stabilisieren und kamen über Konter auch zu ihren ersten Torabschlüssen. Zudem startete Trainer Danijel Patrucic mit drei Reihen, sodass alle Spielerinnen ihre Einsatzzeiten erhielten. Nach genau sieben Minuten zeigten die Spielerinnen aus Weißenfels aber erneut, warum sie als klarer Favorit in diese Partie galten und nutzten einen Stellungsfehler clever zum 0:3. Die Pink Ladies verloren dadurch ihren Rhythmus, welchen sie zwischenzeitlich gefunden hatten, fokussierten sich zu stark auf den Ball und ließen dem Gegner viel zu große Räume, was Weißenfels gnadenlos ausnutzte und den Spielstand bis zum Ende des ersten Drittels auf 0:8 erhöhte. Die Pink Ladies ließen aber auch während dieser Zeit die Köpfe nicht hängen, fanden aber noch kein Mittel gegen das abgeklärte und souveräne Spiel der Weißenfelser.
Im zweiten Drittel wechselte Trainer Danijel Pratucic auf zwei Reihen und fand wohl auch die richtigen Worte während der Pause, denn die Pink Ladies traten deutlich kämpferischer auf. Annemarie Petsch, die bereits im ersten Drittel eine couragierte Leistung zeigte, setzte sich in der 23. Minute gut gegen ihre Gegenspielerin durch und erzielte nach einem kurzen Sololauf mit einem platzierten, halbhohen Schuss das erste Tor der Pink Ladies. Für Petsch war dies der erste Treffer überhaupt für die Pink Ladies, was natürlich vom gesamten Team gebührend gefeiert wurde. Auch im weiteren Verlauf spielten die Münsteranerinnen deutlich konsequenter in der Defensive, machten die Räume besser zu und sorgten im Gegenzug auch immer wieder für Konter. Trotzdem zeigte sich in der 29. Minute erneut die Klasse von Weißenfels, indem sie auf 1:9 erhöhten. Die Mannschaft behielt diesmal aber ihren guten Rhythmus bei und befolgte die taktischen Vorgaben. Nach einer zweiminütigen Zeitstrafe gegen Kathleen Hübner, verteidigten sie erfolgreich in Unterzahl. Kurze Zeit später sorgte ein gut ausgeführter Konter für das zweite Tor der Pink Ladies: Marie Knittel konnte einen schönen Pass von Julia Schröder verwerten und traf zum 2:9. Das Spiel blieb ausgeglichen, die Pink Ladies taten ihr Möglichstes, um Weißenfels das Leben schwer zu machen. Jedoch konnte Weißenfels durch einen stark gespielten Angriff knapp zwei Minuten vor der Drittelpause das 2:10 erzielen. Trotzdem zeigte das zweite Drittel, dass die Pink Ladies mithielten und Weißenfels Paroli bieten konnten.
Auch im letzten Drittel trat das Team weiterhin entschlossen auf und so wurde Berit Paulsen in der 44. Spielminute von Anna Jöhnk gut in Szene gesetzt, traf aber leider nur die Latte. In der 48. Minute hatte das Duo mehr Erfolg und Anna Jöhnk lenkte einen Schlenzschuss von Berit Paulsen zum 3:10 ins Tor ab. Auch Inga Schaefers im Tor konnte sich einige Male auszeichnen, war aber in der 49. Minute bei einem platzierten Fernschuss von Weißenfels erneut machtlos, sodass es 3:11 stand. Dies sollte auch der Endstand dieses Spiels bleiben. Nach einem nervösen ersten Drittel schlugen sich die Pink Ladies während der anderen beiden Drittel überaus tapfer, was sich auch in den Drittelergebnissen von 0:8, 2:2 und 1:1 deutlich widerspiegelte. Für alle Spielerinnen war dies wohl ein unvergessliches Spiel, konnten sie sich doch in einem Pokal-Halbfinale mit den späteren Pokalsiegerinnen messen. Stolz dürfen die Pink Ladies Münster in jedem Fall sein, denn mit ihrem beherzten Auftreten übertrafen sie sicherlich nicht nur ihren eigenen Erwartungen!
Marcus Kemmerich