13/07/2026
Weißt du, wie du wieder auftankst?
Am Samstag, nach zwei Tagen Leitung der Supervision für angehende systemische Therapeuten mit 8 Live Klient:innen und vielen Aufstellungen, war ich nach einer sonst auch ereignisreichen Woche komplett k.o.
In diesem Zustand habe ich keinen Zugang mehr zu dem, was mir guttun könnte. Ich kann mich auch meistens nicht mehr entscheiden oder spinne tausend Ideen. Um bloß nicht in ein Loch zu fallen, halte ich mich mit einer angestrengten Betriebsamkeit über Wasser. Oder ich entscheide mich für ein passives Berieselungsprogramm auf dem Sofa.
Das alles kann man machen, hilft mir aber meistens nicht, um wirklich neue Kraft zu schöpfen.
Also fahre ich doch in die Berge, obwohl mir das viel zu anstrengend vorkommt, ich keine Lust zu packen habe und mir das Alleinsein neuerdings nicht mehr attraktiv genug erscheint.
Aber tief in mir habe ich eine Ahnung, dass es genau das richtige für mich ist, auch wenn es sich noch nicht so anfühlt.
Die Berge sind doch eine verlässliche Energiequelle für mich, sage ich mir innerlich.
Ich bin erst etwas über 24 Stunden auf dem Land und es fühlt sich jetzt schon nach einem langen Urlaub an. Und das Alleinsein tut gut, nach all den vielen freudigen Veranstaltungen, Seminaren und privaten Festen. Kein Loch tut sich auf, nur Fülle.