22/08/2026
𝗘𝗥𝗦𝗧𝗘𝗠𝗔𝗡𝗡𝗦𝗖𝗛𝗔𝗙𝗧 | Vorbericht
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Herbstliches Wetter am 22.08.2026 am Eisteich. Genau das richtige Wetter, um den Bock endlich umzustoßen. Der ATSV Münchberg-Schlegel will endlich die ersten 3 Punkte der Saison 2026/2027 einfahren. Dazu muss der heutige Gegner, die SG Schönwald II/Selb-Plößberg II, im heimischen Wohnzimmer bezwungen werden. Genau diese Mannschaft samt mitgereister Fans und Gönner begrüßen wir hiermit ganz herzlich zu diesem „Krisengipfel“.
Nach dem unfreiwilligen Wechsel der Liga war man im Lager des ATSV vor Saisonstart durchaus angriffslustig und positiv gestimmt. Neue Gegner, neue Plätze, neue Biersorten (wahrscheinlich das ausschlaggebende Argument). Angriffslustig und motiviert wollte man den „unbekannten Gegnern“ zeigen, dass man in Münchberg nicht nur unterm Rohrbühl Fußball spielen kann, sondern auch am Eisteich weiß, wo das Tor steht. Mit gesundem Selbstbewusstsein und Verstärkungen (nicht nur, was die Kaderbreite anbelangt) während der ersten Wechselperiode unter dem neuen sportlichen Leiter und 2. Vorstand Max Schmitz, der ebenfalls die Fußballschuhe in der Viererkette weiterhin schnürt, war ein Platz in der oberen Tabellenregion definitiv die Zielstellung.
Das Fazit nach 5 absolvierten Spielen unter Coach Gütling und Aushilfscoach Hübner – mehr als ernüchternd. 5 Spiele – 1 Punkt – 13:24 Tore. Dass das nicht der Anspruch des ATSV Münchberg-Schlegel ist, muss nicht weiter beschrieben werden.
Die Gründe – mannigfaltig – eins jedoch sicher nicht: Fehlendes Training. Mittlerweile seit fast 17 Jahren im Herrenbereich dieses Vereins tätig, kann der Berichtschreiber mit gutem Gewissen konstatieren: Die Trainingsbeteiligung (Anzahl, Qualität, Abwechslungsreichtum) war selten so gut wie aktuell. Ob es an den weiterhin Langzeitausfällen Sellak, Kosmehl, Hübner, Rieger oder den mittlerweile ausschließlich in der 2. Mannschaft aktiven Altmeistern A. Frisch und R. Frisch festgemacht werden kann oder sollte? KEINESFALLS!
Wie oben erwähnt, sind mit Neuzugängen wie Kevin Häntzschel oder den Brüdern Jeremy und Benjamin Puentes-Soto genug Alternativen für Coach Gütling gegeben – auch „ATSV-Urgestein“ Nico Wegner gibt mit seinen zarten 46 Jahren immer noch eine gewisse Stabilität und Qualität in die doch ansonsten recht „junge“ Eisteichkicker-Mannschaft.
Nicht unerwähnt bleiben sollten trotzdem die auffälligen Schwächen, die einfach nicht von der Hand zu weisen sind. Lange Bälle sind weiterhin ein Problem in der Verteidigung, die Anzahl der Gegentore in jedem Spiel (mit Ausnahme von Höchstädt) deutlich zu hoch. Auch vorne läuft der Motor noch nicht so, wie wir uns das vorstellen, obwohl mit Skifahrer Stumpf der wohl beste Fußballer in dieser Liga aktuell die Fäden ziehen kann, bevor er sich gen Ende September wieder an den Gletscher verzieht. Dass ein Stefan Frisch aktuell noch nicht bei 100 % wegen anhaltender Knieblessuren ist, sieht man leider – und dennoch gibt er alles, was eben geht.
Ausgiebig wurde am Donnerstag in der Spielersitzung über das Wieso und Warum diskutiert – alle sind sich jedoch einig! Wenn sich jeder am Riemen reißt und den A***h bewegt, ja, so hart muss es ausgedrückt werden – dann wird und kann der Sieger heute nur ATSV Münchberg-Schlegel heißen.
Egal, wer spielt, egal, auf welcher Position Coach Gütling die Mannen hinbeordert. Einsatzwille, Kampfgeist und Miteinander, einen Meter für seinen Kumpel laufen, das sind die einfachen, aber effektiven Tugenden, die es heute braucht, um als Sieger vom Platz zu gehen und endlich ein Reichhold Bier nach dem Spiel des Sieges wegen und nicht des Frustes wegen zu sich zu nehmen.
Geht raus, spielt mutig, spielt als Einheit – und zeigt, warum der ATSV Münchberg-Schlegel zu Hause eine Macht ist. Heute kann ein Wendepunkt werden. Packt ihn euch.
©️ HÜBÄ