31/03/2021
Replik der Schwimmschule Roth auf ein Antwortschreiben aus dem Kanzleramt bezüglich der Situation der Schwimmschule in Coronazeiten;
Sehr geehrte Frau Simons,
danke für Ihre Antwort.
Leider ist sie für mich in keinster Weise hilfreich, werde Ihnen das Punkt für Punkt im Folgenden erklären.
Es sind nur knapp 13 Prozent der arbeitstätigen Menschen von Ihrem „Lock-Down“ betroffen, der Rest von 87 Prozent arbeitet weiter und treibt die Zahlen hoch! Deshalb wirken Ihre Massnahmen nicht!
Wenn Sie der Meinung sind, Sport und Schwimmen für den Breitensport verbieten zu müssen (Hygienekonzepte wären vorhanden und Profis dürfen ja…), dann fordere ich eine ANGEMESSENE FINANZIELLE ENTSCHÄDIGUNG (vielleicht fällt es Ihnen auf, daß ich „Entschädigung“ schreibe) dafür , daß ich unverschuldet nicht arbeiten darf! Angemessen wäre in etwa die umsatzabhängige November/Dezemberhilfe 2020.
Ihre Regierung ist verantwortlich, daß die gegen Corona einzige wirkungsvolle Maßnahme, das IMPFEN, bei uns in Deutschland und EU weit verschlafen wurde! Deshalb muß es jetzt CHEFSACHE sein, daß die aufgrund IHRER FEHLER benachteiligten Bereiche, die seit November 20 für die gesamte Gesellschaft die Zeche bezahlen, und keinerlei Einnahmen haben, ANGEMESSEN unterstützt werden!
Angemessen heißt nicht Neustarthilfe oder Hartz 4 bzw. Überbrückungshilfe 3, die Sie anbieten! Dieses „Angebot“ ist eine Unverschämtheit, schließlich haben diese Bereiche alle bisher brav ihre Steuern bezahlt und jetzt sollen sie unverschuldet mit Hartz 4 zufrieden sein? Wo bleibt da die Solidarität? Leben Sie bitteschön davon! Warum gibt der Staat jetzt Milliarden nach Syrien, erstmal ist die eigene Bevölkerung dran! Oder warum können große Gesellschaften wie Fluglinien Milliardenhilfen erhalten? Dieses, mein Anliegen (natürlich bin nicht nur ich betroffen, das wissen Sie auch!) können Sie nicht an das Wirtschaftsministerium delegieren, es muß SACHE DER KANZLERIN sein, sich für die betroffenen Bereiche einzusetzen! Im Übrigen habe ich mein Anliegen auch dem Wirtschaftsministerium genauso geschrieben , wie Ihnen und eine ebenso nichtssagende Antwort erhalten!
Persönlich nützt es mir auch nichts , wie von Ihnen vorgeschlagen, Grundsicherung zu beantragen (allein dieser Vorschlag ist eine Unverschämtheit). Ich habe vorausschauend gewirtschaftet und mehr Reserven, als für die Grundsicherung erlaubt. Nur habe ich diese Reserven als Alterssicherung gedacht, nicht dafür, um während Corona über die Runden zu kommen! Vielleicht versetzen Sie sich einmal in meine Lage, wie das ist, nach 25 Jahren ein Geschäft aufgebaut zu haben, davon gut gelebt zu haben und jetzt sehen zu müssen, daß andere alles kaputt machen!
Müssen die Betroffenen erst auf die Straße gehen, bevor Sie wach werden, oder, wie jetzt in Belgien, vor Gericht ziehen und gegen die Regierung und ihre Coronamassnahmen klagen?
Ich fordere Sie auf, das so Ihrer Chefin vorzutragen, wenn Sie möchten, daß ich mich nicht , wie Sie schreiben, „unbeachtet fühle“ und erwarte deren Einsatz für mein Anliegen! In Erwartung einer Antwort , die WEITER HILFT, verbleibe ich , immer noch
Mit freundlichen Grüßen
Eberhard Roth
Schwimmlehrer
aus Mössingen,
seit November 20 ohne Einkommen und Arbeit
PS:
zu Ihrer Kennnisnahme, werde meine Antwort jetzt auch auf meiner Facebookseite veröffentlichen