16/12/2025
Olympia Mörfelden verliert letzten Hinrunden Spieltag gegen den Herbstmeister
1. Bundesliga Sportkegeln 9. Spieltag - Während die Hausherren auf Urlauber Alexander Conrad und den verletzten Marlo Bühler verzichten mussten, kam der SKC Unterharmersbach als Tabellenführer mit breiter Brust nach Mörfelden. Vor dem Spiel konnten sich die Olympianer noch über einen Fresskorb als Auslöse freuen, den man im Gegenzug für eine Fahne des SKC bekam, welche ca. 35 Jahren in der Keglerklause “verwahrt“ wurde und es erst jetzt wieder zu einem Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften kam.
Mit Daniel Vonhof, Robert Nägel und Sven Völkl ging ein neu formiertes Starttrio auf die Bahn. Vonhof startete hellwach in die Partie gegen den U23 Nationalspieler Jonas Bähr. Mit drei fabelhaften Bahnen sicherte er sich sein Duell bereits vorzeitig und erzielte auch deutlich mehr Kegel als sein Gegner, der allerdings auf der vierten Bahn mit 186 Kegeln nochmal seine ganze Klasse zeigen konnte. Vonhof konnte zwar mit 3:1 Sätzen den wichtigen Mannschaftspunkt gewinnen, hatte aber trotzdem mit starken 633 Kegeln das Nachsehen gegen Bähr, der auf 641 Kegel kam. Nägel fand nur schwer in das Spiel und so konnte sein Gegner Chris Dambacher problemlos den ersten Satz gewinnen. Der zweite Satz wanderte nach gutem Abräumen auf das Konto des Mörfelder Mannschaftsführers und es sah nach einer Wende in dem Duell aus. Dem Kampfgeist von Dambacher konnte Nägel allerdings nichts mehr entgegensetzen und musste die beiden folgenden Bahnen abgeben, womit es zu einer 1:3 Niederlage bei 594:611 Kegeln kam. Mit Frederic Koell hatte Völkl keine leichte Aufgabe vor der Brust. Beide starteten verhalten in die Partie, allerdings konnte der französischen Nationalspieler den ersten Satz für sich entscheiden. Danach steigerten sich beide Spieler auf ein Weltklasseniveau, bei dem Koell den längeren Atem bewies. 162 Kegel reichten gegen 180 Kegel nicht zu einem Satz gewinn und selbst mit einer Bahn von 182 Kegeln hatte Völkl gegen 194 Kegel von Koell nur das Nachsehen, konnte aber die letzte Bahn für sich entscheiden. Starke 660 Kegel reichten gegen 691 Kegel des Franzosen nur zu einem Satz und somit musste auch dieser Mannschaftspunkt abgegeben werden.
Das kämpferisch gestimmte Schlusstrio um Stephan Michel, Silvan Meinunger und Pascal Jestädt sah sich mit einem Rückstand von 56 Kegeln konfrontiert. Mit dem nächsten U23 Nationalspieler Fabian Zimmermann hatte Michel gleich einen weiteren “Brocken“ gegen sich. Zimmermann startete furios mit 3 aufeinanderfolgenden 170er Bahnen, aber Michel konnte die starke Serie einmal durchbrechen und sicherte sich mit 183 Kegeln den zweiten Satz. Vor der letzten Bahn war der Rückstand bereits zu groß, aber Michel ließ es sich nicht nehmen und erkämpfte das 2:2 Unentschieden in den Sätzen, wobei der Mannschaftspunkt durch die starken 682 Kegel von Zimmermann gegen 629 Kegel von Michel auf das Konto von Unterharmersbach wanderte. Ein Duell mit dem nächsten Nationalspieler erwartete Silvan Meinunger, denn er durfte es mit dem Ungar Janos Brancsek aufnehmen. Auf den ersten 60 Wurf taten sich beide noch etwas schwer und konnten jeweils einen Satz gewinnen, bevor Meinunger auf der dritten Bahn mit 176 Kegeln deutlich aufdrehen und somit führend in den entscheidenden Satz gehen konnte. Nun zeigte auch Brancsek seine Klasse, aber Meinunger hielt dagegen und konnte sich durch gute 631 Kegel bei 2:2 Sätzen den Mannschaftspunkt erkämpfen, währen sein Gegner auf 608 Kegel kam. Pascal Jestädt durfte sich mit seinem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Alex Schondelmaier duellieren, mit dem er 2003 in Augsburg Mannschaftsweltmeister werden konnte. Den besseren Start erwischte Schondelmaier und ging durch 166 Kegel in Führung. Jestädt sollte allerdings die nächsten 3 Sätze und damit auch den Mannschaftspunkt gewinnen. Nach 3 soliden Bahnen über 150 Kegel ließ er auf der letzten Bahn 172 Kegel folgen und katapultierte sich dadurch auf 639 Kegel, während Schondelmaier bei 577 Kegeln hängen blieb.
3:5 Mannschaftspunkte ließen die Gäste jubeln, denn dadurch ging der “Hombe“ nicht nur als Sieger von der Bahn, sondern wurde auch Herbstmeister in der 1. Bundesliga. 3810 Kegel erzielten die Schwarzwälder und damit das bisher beste Ergebnis der Saison in der zu jedem Spiel gut gefüllten Keglerklause. Diese Leistung war auch nötig, da Olympia mit 3786 Kegeln nur 24 Kegel weniger erspielte. Auch wenn über die Duelle ein weiterer Mannschaftspunkt und damit ein Unentschieden in Reichweite war oder über die Gesamtkegel vielleicht sogar ein Sieg möglich gewesen wäre, hat die Mannschaft gezeigt, dass man nach dem Sieg gegen Raindorf auch mit einem weiteren Top-Team mithalten kann. Mit 8:10 Punkten verabschiedet sich Olympia Mörfelden auf Platz 6 zufrieden in die Winterpause und steht am 10.01.2026 um 13:00 Uhr gegen den VfB Hallbergmoos wieder auf den Bahnen in der Keglerklause.