Obwohl der Mensch seit Urzeiten schwimmt, wurden ausgeprägte Stilarten erst in den letzten 100 Jahren erarbeitet. Die Briten sind wahrscheinlich die ersten, die das Schwimmen im Sinne eines Sports verstanden. 1837 entwickelte sich in den ersten Hallenbädern Londons das moderne Wettkampfschwimmen.
1886 DSV
1896 neuzeitliche Olympiade in Athen mit Schwimmen
1908 FINA
1924 Olympiade in Pari
s Johnny Weissmüller
Kurt Wiessner (1925) „Natürlicher Schwimmunterricht“ gerätelos, den natürlichen Auftrieb nutzend. Bis in die 1950er Jahre war das Brustschwimmen, das meist als erste Technik erlernt wird, die einzige Schwimmart, für die genaue Regeln festgelegt waren. Wissenschaftliche Untersuchungen der Schwimmtechniken in den Folgejahren halfen mit, diese zu verfeinern, grössere Geschwindigkeiten zu erzielen und den Vortrieb im Wasser zu verstehen.
1972 Mark Spitz
1973 Erste offizielle Schwimmweltmeisterschaften
Namen wie Michael Gross, Franziska von Almsick
Für Kinder und Jugendliche wird die Wahrnehmungsfähigkeit verbessert, Bewegungserfahrung ermöglicht. Sie lernen sich körperlich auszudrücken, Bewegung zu gestalten, in Wettkämpfen etwas zu wagen und zu verantworten. Sie wissen, was es bedeutet, für eine Leistung zu arbeiten und Ihr eigenes Vermögen einzuschätzen. Kooperation, Wettkampf und gleichzeitige Verständigung sind weitere Schlagworte, die mit dem Schwimmsport verbunden sind. Dass das Schwimmen zu den Sportarten gehört, die am meisten die Gesundheit fördern ist mittlerweile jedem bekannt.
Ähnliches müssen sich die Gründungsväter des SV Poseidon am 26. Juli 1926 (Montag) gedacht haben – dem Gründungsdatum des Schwimmverein Poseidon Limburg e. V..
85 Jahre -
Und eigentlich ist der Gedanke eines Limburger Schwimmvereins noch älter. Bereits 1920 wurde der „Limburger Schwimmverein“ gegründet, der bereits kurz darauf in der Lage war, Schwimmwettkämpfe (02.07.1922 – Gau-Schwimmfest) auszurichten. Es wurde sich allerdings nicht nur auf das eigentliche Schwimmen beschränkt. Wasserball gehörte genau so zum Repertoire. Auswirkungen der wirtschaftlichen Depression dieser Jahre und Mitgliederschwund führten dazu, dass sich der Verein 1925 bereits wieder auflösen musste. Lange lies jedoch der SV Poseidon nicht auf sich warten. Unter dem ersten Vorsitzenden Herrn Dr. Faust schlossen sich 1926 wieder sportbegeisterte Menschen zusammen und boten den Limburgern in der „Hartmannschen Badeanstalt“ die Möglichkeit zum Schwimmtraining. Die damaligen Gründungsmitglieder trugen Namen wie Bielefeld, Unkelbach, Christmann, Gärtner, Reuss, Bohr und auch Diefenbach. Anfänglich 30 Mitglieder – dann mehr als eine Verdopplung bis 1929 führte dazu, dass man ein Grundstück an der Lahn (nördliches Lahnufer) erwarb und dort eine für damalige Verhältnisse vorbildliche Vereinsanlage erbaute. Lehr- und Schwimmbecken sowie weitläufige Vereinsräumlichkeiten waren dort vorhanden. Am 03. Mai 1931 ging diese Schwimmbadanlage in Betrieb.
1937 führte der Bevölkerungszuwachs in Limburg zu einer Auslastung der Schwimmbadanlagen die für die damalige Stadtverwaltung die Konsequenz hatte, einen neuen Schwimmbadbau zu beschließen. Das Grundstück ging an die Stadt Limburg zurück und in dem neuen Schwimmbad wurden dem SV Poseidon großzügige Trainingsmöglichkeiten geschaffen. Im Herbst 1944 wurde die Anlage durch einen Luftangriff nahezu zerstört. Den Garaus machte dem Schwimmbad allerdings die kurz vor Kriegsende gesprengte Autobahnbrücke. Der Poseidon pachtet 1946 das Gelände der Schleuseninsel und legt dort in der Lahn 25m-Bahnen an; über 400 Mitglieder zählte der Verein damals. Günther Pregardien, begründet 1961 eine Initiative, die den Betrag von 83.500 DM für einen Schwimmbadneubau zur Verfügung stellt. Das heutige Parkbad mit seinen 50m-Bahnen wird kurz darauf eröffnet. Ab 1968 kommt es zu ersten Kontakten des SV Poseidon mit dem Schwimmclub SAS der französischen Partnerstadt Limburgs Sainte Foy. Folgetreffen.
10 Jahre darauf (1978) werden ungenutzte Räumlichkeiten des heutigen Parkbades dem SV Poseidon zur Umgestaltung überlassen. Das Vereinsheim entsteht in Eigenleistung mit Unterstützung der Stadt Limburg. 1992 wird der Bereich erweitert.
1996 beginnt die Sanierung des Freibades und ein Jahr darauf wird es wiedereröffnet. Bis 1998 dauert - mit Eigenleistung und Unterstützung der Stadt Limburg - die Fertigstellung der Clubräumlichkeiten. Jahreswechsel 2003/2004 schließt das Hallenbad Offheim. Leistungsträger wandern ab. Ein Jahr darauf Wiedereröffnung. Der SVPL hat sich gerade nach dem Zusammenbruch (Offheim) darauf ausgerichtet, eine Mischung herbeizuführen – eine Mischung in Bezug auf Wettkampfschwimmen und der Förderung des Schwimmnachwuchses. Dies schlägt sich dann auch sichtbar in den steigenden Mitgliederzahlen nieder. Was tut der SV Poseidon dafür? Wir bieten einmal jährlich ein Trainingslager für die Leistungsgruppen an. Aufenthalte in Malta, der Türkei und dieses Jahr in Pilsen bieten den Kindern und Jugendlichen neben einem günstigen Kurzurlaub die Möglichkeit, ihre Leistungspotentiale auszubauen. Wir platzieren teilweise bis zu fünf Trainer am Beckenrand, um in pädagogisch sinnvollen Gruppengrößen Anfängern die Angst vor dem Wasser zu nehmen und zu einem technisch guten Schwimmen zu führen. Veranstaltungsbesuche im Angebot. Alternativen wie Freiwasser und Langstreckenschwimmen. Mit dem seit 2001 stattfindenden 24-h Schwimmen im Parkbad erreichen wir immer mehr Bürger der Stadt Limburg, die dieses alljährliche Ereignis offenbar schon fest in ihren Kalender eintragen. Diese Veranstaltung erhöht nicht nur die Attraktivität und den Bekanntheitsgrad des Parkbades sondern stellt auch eine unbedingt notwendige Einnahmequelle für den Verein dar. Auch wenn die Kontakte zu unserem französischen Partnerverein zum Erliegen gekommen sind (der Verein hat sich im Wesentlichen aufgelöst und in der Folge vermutlich andere Schwerpunkte gesetzt) sind wir im Moment dabei die Kontakte nach Lichfield/GB zu festigen und erste Einladungen sind ausgesprochen. Diese Leistungen des Vereins sind nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich:
Es ist das Engagement eines ehrenamtlich tätigen Vorstandes, der manche freie Minute in den Verein investiert,
es sind Trainer, die für nur Minimalbeträge ihre Zeit am Beckenrand oder der Turnhalle verbringen. Es sind Eltern, die als Kampfrichter an Wochenenden die Kinder zu den Wettkämpfen begleiten
oder Eltern, die uns zu Veranstaltungen durch „Dienstleistung“ und Kuchenspenden unterstützen. Und nicht zuletzt sind es die passiven Mitglieder im Verein, denen ein besonderer Dank gebührt. Sie erbringen einen finanziellen Aufwand, für den sie nur geringe Gegenleistungen
erhalten, weil die Aufmerksamkeit des Vereins in erster Linie den schwimmenden Kindern
gilt.