27/08/2024
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Ingo Gädechens verzichtet auf erneute Bundestagskandidatur
Der ostholsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens hat sich entschieden: Bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr tritt er nicht erneut an. Nach dann 16 Jahren als Mitglied des Bundestages und dem über 20jährigen ehrenamtlichen Engagement in der Kommunalpolitik beendet Gädechens damit seine politische Karriere. Dies hat der Abgeordnete in einem Schreiben den Mitgliedern der CDU im Wahlkreis Ostholstein/Stormarn-Nord mitgeteilt und damit den vereinbarten Zeitplan eingehalten.
„Bei der Wahl im kommenden Jahr werde ich 65 Jahre alt“, erklärt Gädechens. „Auch wenn ich mein halbes Leben lang mit viel Herzblut und Leidenschaft Politik mitgestalten durfte, ist jetzt aus meiner Sicht der richtige Zeitpunkt gekommen, einen Generationswechsel einzuleiten.“ „Ich möchte nicht zu den Politikern gehören, die einfach nicht loslassen können und glauben, sie seinen unersetzlich. Außerdem wäre ich am Ende der kommenden Wahlperiode fast 70 Jahre, und dabei wissen wir doch alle: Politik lebt auch vom Wechsel! Und deshalb ist nach vielen arbeitsreichen, aber in weiten Teilen auch sehr erfolgreichen Jahren die Zeit für mich gekommen, den Abschied von der Berufspolitik einzuleiten.“
Gädechens hat seinen Verzicht eng mit der Führung der Kreispartei in Ostholstein und Stormarn abgestimmt. „Die CDU wird jetzt ein geregeltes Verfahren einleiten, um einen geeigneten Kandidaten für die Wahl im Herbst 2025 zu finden“, erläutert er. Dabei begrüßt er, dass die CDU nach wie vor die Kraft zur Erneuerung und sicherlich mehrere potentielle Kandidaten für die Nachfolge vorweisen kann. „Einmal mehr zeigt sich: Die Union ist die letzte verbliebene und lebendige Volkspartei. Wir können auf viele ehrenamtlich engagierte Nachwuchspolitiker aufbauen, von denen gleich Mehrere das Zeug haben, das Direktmandat bei der kommenden Wahl zu erringen. Dass dies so ist, beruhigt mich ungemein und macht mir den Verzicht auf eine weitere Kandidatur natürlich umso leichter“, so der Abgeordnete.
Neben dem Blick auf die kommende Wahl zieht Gädechens aber auch eine kleine Bilanz der vergangenen Jahre. Ohne alle Erfolge für Ostholstein und das nördliche Stormarn aufzählen zu wollen, erwähnt er in seinem Schreiben einige herausragende Entwicklungen, die seinen Wahlkreis noch Jahre und Jahrzehnte prägen werden. Dazu zählt er die 232 Millionen für übergesetzlichen Lärmschutz entlang der Hinterlandanbindung beim Bau der Festen Fehmarnbeltquerung. „So ein Beschluss wäre mit der jetzigen Ampel-Koalition und das von ihr verursachte Haushalts-Chaos undenkbar!“ „Als ehemaliger Berufssoldat freue ich darüber hinaus, dass seiner Zeit der Erhalt des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ in Eutin gelungen ist. Hier stand es ‚Spitz auf Knopf‘ und ohne meine Fürsprache im Ministerium wären in Eutin buchstäblich „die Lichter ausgegangen“! Außerdem verweist er auf unzählige Bundesförderungen, die er für Sportstätten, Kirchen, öffentliche und kulturelle Einrichtungen in Berlin einwerben konnte. „Wenn ich durch meinen Heimatwahlkreis fahre, gibt es kaum einen Ort, an dem mit meiner Hilfe das eine oder andere Projekt umgesetzt werden konnte“, so Gädechens. „Ob die Entschlammung des Herrenteichs in Reinfeld, der Umbau des Umwelthauses in Pelzerhaken und des Klosters in Cismar, Kunstrasenplätze, Städtebausanierungs-maßnahmen, die umfassende Restaurierung des Schlosses Eutin, viele Kirchenrenovierungen und die Stärkung des Katastrophenschutzes beim THW und unseren Feuerwehren – all das sind ganz konkrete Ergebnisse, die zeigen, dass sich politisches Engagement lohnt! Dabei hat mir der direkte Austausch und die vielen Gespräche mit den Menschen die hier leben stets viel Freude bereitet und die notwendige Motivation verliehen. „Vieles davon wäre aber nicht möglich gewesen, wenn ich nicht in all den Jahren so tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bundestags- und Wahlkreisbüro gehabt hätte, so Gädechens.
In seinem Schreiben an die CDU-Mitglieder stimmt der Abgeordnete aber auch schon auf den kommenden Bundestagswahlkampf 2025 ein. Dieser werde aufgrund der Wahlrechtsreform noch spannender. Eine gravierende Auswirkung dieser Reform könnte sein, dass Der oder Diejenige die den Wahlkreis direkt gewinnt, nicht automatisch in den Bundestag einzieht“, so Gädechens. Daher werbe er dafür, schon jetzt den Menschen die Folgen des neuen Systems zu erklären. „Erststimme CDU, Zweitstimme als Leihstimme für eine kleinere Partei – diese oftmals angewandte Praxis funktioniert nicht mehr, wenn man auch zukünftig einen CDU-Abgeordneten aus Ostholstein und dem nördlichen Stormarn sicher in den Bundestag entsenden möchte. Erst- und Zweitstimmenanteile müssten demnach nah beieinander liegen und somit sollte man ab jetzt beide Stimmen der CDU geben“, erklärt der Abgeordnete, der sich schon auf den kommenden Wahlkampf freut und seine Partei dabei mit ganzer Kraft unterstützen wird.
Noch ist es aber nicht soweit und bis zum Ende der laufenden Wahlperiode sind es noch 13 Monate, die Gädechens unvermindert im Einsatz für seinen Wahlkreis sein wird. In den vergangenen Wochen der sitzungsfreien Zeit hat er gleich an mehreren Delegationsreisen - unter anderem auf Einladung des Bundesverteidigungsministers Pistorius teilgenommen – um die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in ihren Einsätzen zu besuchen. Als riesige Herausforderung bezeichnet er die anstehenden Beratungen für den kommenden Bundeshaushalts 2025. Dabei sieht Gädechens gemeinsam mit seiner CDU/CSU Bundestagsfraktion erheblichen Verbesserungsbedarf gegenüber dem rot-gelb-grünen Kabinettsbeschluss, der ja auch schon scharf von den Abgeordneten der Ampel-Koalition kritisiert wurde. Bevor aber die Arbeit in Berlin weitergeht, stehen noch viele Wahlkreistermine an, so zum Beispiel in dieser Woche die Verabschiedung des Kommandeurs des Aufklärungsbataillons 6 und eine Patrouillenfahrt mit einem Schiff der Bundespolizei See von Neustadt in Holstein. Nur als kleine Randnotiz erwähnt der Abgeordnete in diesem Zusammenhang: – auch diese vier neuen Boote würde es ohne meinen Einsatz im Haushaltsausschuss – samt Simulator in Neustadt – nicht geben.
Bis zur nächsten Bundestagswahl im kommenden Jahr gibt es also noch sehr viel zu tun, resümiert Gädechens und lebt den Anspruch seiner CDU- Landespartei: „anpacken statt rumschnacken!“