19/06/2026
Authentizität im Vorstellungsgespräch wird häufig mit Spontanität verwechselt.
Dabei erleben viele Menschen etwas ganz anderes.
Sie bereiten sich gut vor. Sie kennen ihren Lebenslauf. Sie verfügen über Fachwissen, Erfahrung und berufliche Erfolge. Und trotzdem verändert sich in dem Moment etwas, in dem das Vorstellungsgespräch näher rückt.
Plötzlich werden innere Stimmen lauter:
„Ich muss überzeugen.“
„Ich darf keinen Fehler machen.“
„Andere sind besser vorbereitet.“
Die Aufmerksamkeit wandert weg von den eigenen Stärken und hin zu möglichen Schwächen. Aus Klarheit wird Grübeln. Aus Präsenz wird Anspannung.
Genau deshalb hat Souveränität im Vorstellungsgespräch aus meiner Sicht weniger mit perfekten Antworten zu tun. Viel entscheidender ist der Zugang zu dem, was bereits da ist:
• berufliche Erfahrung
• Fachwissen
• persönliche Stärken
• eigene Werte
• die individuelle Geschichte hinter dem Lebenslauf
In meinem Bewerbungscoaching und Interviewtraining erlebe ich immer wieder, dass Menschen dann besonders überzeugend wirken, wenn sie sich selbst wieder vertrauen. Nicht als perfekte Bewerberin oder perfekter Bewerber. Sondern als Mensch mit einem eigenen beruflichen Weg, Erfahrungen, Entwicklungsschritten und einer klaren beruflichen Positionierung.
Gerade bei beruflicher Neuorientierung, Karriereberatung, Interviewtraining und Vorstellungsgesprächen spielen dabei häufig auch Glaubenssätze, innere Bewertungsmuster und frühere Erfahrungen eine Rolle. Sie beeinflussen oft stärker, wie jemand auftritt, als die eigentliche Antwort auf eine Frage.
Deshalb verbinde ich im Bewerbungscoaching klassische Themen wie Lebenslauf, ATS-konforme Bewerbungsunterlagen, LinkedIn-Profil, XING-Profil und Bewerbungsstrategie mit innerer Klarheit, Resilienz und – wenn passend – auch mit EMDR-Coaching zur Stressregulation.
Denn häufig entsteht Wirkung genau dort, wo Menschen wieder Zugang zu dem bekommen, was längst in ihnen vorhanden ist.