24/06/2026
+++ Am letzten Spieltag ist alles anders… +++
Traditionell entscheidet am letzten Spieltag das Los über die Zusammensetzung und Aufstellung unserer Mannschaft. Tatsächlich kommt es mir schon länger vor, aber dieses Jahr war tatsächlich erst das 5.Mal. Danke auch an die SG Lausen fürs Mitmachen, so kam ein Spiel absolut auf Augenhöhe zu Stande.
In der Kabine fand unser Cheftrainer Vincent Krüger absolut die richtigen Worte. Die Mannschaft war heiß (eventuell auch wegen 32 Grad in der Kabine). Nach einer intensiven circa 4-minütigen Erwärmung, angeleitet durch Malte, stand der Anpfiff auch schon bevor. Einige Losergebnisse wollen wir noch explizit erwähnen. Im Tor der Dritten setzten wir auf Condor Luis, 158 Zentimeter Flügelspannweite, schier überwindbar. Davor Abwehrchef Gil Pinto Amaro, auch bekannt als die Mauer vom Corgo. Mekki mit der Legendennummer 8 im zentralen, defensiven Mittelfeld. Alle anderen natürlich auf ihren Schokoladenpositionen.
Bis zur ersten Trinkpause – lasst uns doch die Spiele immer in Vierteln austragen – ging noch nicht so viel, leichte Vorteile für Lindenau. Dann der Geniestreich durch Vincent, mittlerweile flankiert durch Mastermind JTG. Der Strohmer wackelte hinten bedenklich und so gab Dome Gesper endlich sein Comeback in der Abwehrreihe, der Ex-Trainer wechselte nach vorn. Dieser sorgte gleich für Räume, die Valentin Körner für einen sagenhaften Pass auf Fabian Ranis nutzen konnte, im Abschluss ließ er Krake Paul keine Chance.
Ab Minuten 35 verständigten sich beide Teams stillschweigend, dass fortan ohne Mittelfeld agiert wird. 5 gegen 5 an beiden Strafräumen war keine Seltenheit. Folge davon waren wir viele Torabschlüsse. Einer davon führte zum 1-1 kurz vor der Pause.
Da Omar wusste, dass alle das Optimum rausgeholt hatten, beließ er seine Halbzeitansprache bei einem analytischen: „Einfach weiter machen.“
Die zweite Halbzeit brachte viele taktische Verschiebungen, neue Impulse und etliche Wechsel. Wahrscheinlich hatte am Ende nur unser Jakob den Überblick. Vor der letzten Viertelpause stand es 2-2. Valentin hatte mit einem bemerkenswerten Strudelschuss (der Ball flog so, wie euer Wasser in der Badewanne abfließt) unhaltbar die vorhergegangene Lausener Führung ausgeglichen.
Bevor wir zum Schlussspurt kommen noch 2 begeisternde Szenen: zum einen unser Lennart, dieser bewies sein Spurtvermögen. Nach 8 Meter Rückstand zu Beginn, hatte er nach 15 Laufmetern plötzlich 3 Meter Vorsprung auf seinen Gegenspieler. Aber da sollte sich der Kämpfer für mehr Feuerwerk in deutschen Stadien nicht grämen. Lennart, du bist ein Teufelskerl.
Und dann war da noch Son Pinto. Ein Ball schwebte auf 2 Meter Höhe in Richtung Strafraum. Angetrieben vom Konsum aus zahlreichen Anime-Produktionen, stieg unser portugiesischer Abwehrchef nach oben und versuchte mit seiner gestählten Brust den Ball zum Platzen zu bringen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das geklappt hätte. Aber der Zeugwart der Westleipziger hatte den richtigen Riecher und presste ein paar ATU mehr auf den Ball.
Kausal in Beziehung zur beschriebenen Kollisionen mit dem Felsbrocken entstand Konfusion in der Abwehr. Lausen traf zum 3-2.
Aber eine Patrone...äh... Pfeil war noch im Köcher. Jakob und Günther schickten den 8er und Gil vorn in den Sturm. Sofort wurden die beiden angetrieben vom fantastischen Spielertrainer Vincent. Und so spielten sie sich vorn in einen Rausch. Gil Goku mit einer übermenschlichen Aktion, findet Mekki und der vollstreckt gekonnt und eiskalt. Ausgleich!
Bei einer weiteren Aktion schalteten die beiden schnell bei einem Freistoß. Aber Gil war hin und hergerissen. Schuss oder Abspiel zum äußerst gut postierten und stets abschlussstarken 19er. Entscheidung vertagt.
Die letzte Aktion dann wie in einem Rausch, dass Niemandsland um die Mittellinie zügig überbrückt. Schnelle, kurze Pässen, heute wieder 3mal Mittel zum Erfolg, am gegnerischen Strafraum und dann spielt Milan IHN frei. ER findet den Abschluss, der Ball fliegt genau ins rechte Eck, ein Schuss wie im Bilderbuch unhaltbar. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Unglaublich! Män of the Match, Koach Krüger. Der Mann mit den richtigen Worten zu Beginn und dem krönenden Abschluss am Ende.
Natürlich wollen wir nicht verschweigen, dass das mögliche Siegtor von Lausen durch den eigenen Spieler auf der Torlinie geklaut wurde. Es hätte auch andersrum ausgehen können. Vielen Dank nochmals für den schönen Nachmittag, wir freuen uns auf die nächste Begegnung.
Wir derweil erfreuen uns an einer gelungenen Rückrunde, die Lust auf mehr macht. Nach einigem Trubel im Jahr 2025 scheinen wir wieder gefestigt und bereit für eine neue Saison mit einer starken Einheit, tollen Charakteren und viel Freude an unserer Liga.
So ganz verabschieden wir uns noch nicht in die Sommerpause, denn am Samstag steht unser Abschluss einer langen Reise an. 16 Spiele – 16 Bundesländer – 16 Erinnerungen. Großes Finale in Hamburg.
Disclaimer: Aus Gründen der Dramaturgie wurden einige Ereignisse zeitlich, inhaltlich verändert, weggelassen oder leicht überhöht. 😉