22/01/2018
Bezirksliga Damen
Knapper, aber hochverdienter Arbeitssieg
VfB Eilenburg – HSV Mölkau-Die Haie II 16:17 (10:7)
Nach dem am Ende doch recht deutlichen Sieg am letzten Wochenende, wollten wir natürlich daran anknüpfen. Es hieß, den direkten Tabellennachbarn (2 Punkte vor uns) auszuschalten. Doch das dürfte nicht einfach werden, denn die Eilenburgerinnen lieferten dieses Jahr gute Spiele ab.
Trotz einiger Ausfälle wichtiger Spielerinnen, ging es gut besetzt am frühen Samstagnachmittag zum Auswärtsspiel.
Die Anfangsphase des Spiels gestaltete sich, wie in den letzten Wochen, zweigeteilt: Sehr starke Defensive, der Angriff nicht konsequent genug und abschlussschwach. Trotz guter Abwehr- und Torhüterleistung lagen wir bald mit 0:2 hinten. Doch der Eilenburger Trainer war scheinbar trotzdem unzufrieden mit seinen Spielerinnen. Nach bereits 9 Minuten nahm er die erste Auszeit. Die Gelegenheit für unser Trainergespann um Mona Reinhardt und Maximilian Kühne, konstruktive Tipps ihrerseits an uns weiter zu geben. Mit der abschließenden Ansage, wir sollten an unsere Stärken glauben, ging es weiter. Scheinbar hatten wir tatsächlich noch diese kleine „Ermunterung“ gebraucht, denn fortan funktionierte unser Spiel besser - weniger Abspielfehler, besserer Spielaufbau, geduldiges Spielen bis zur Torchance und vor allem zum Torerfolg. Wir holten auf und gingen mit 3:4 erstmals in Führung. Aber natürlich beeindruckte dies die Eilenburger Frauen nur wenig. Es wurde ein offener Schlagabtausch (4:4, 5:6, 6:6). Leider ließ bei unseren Mädels dann die Konzentration nach, was die Gegnerinnen sofort ausnutzten. Im Abschluss fehlte wieder der nötige letzte Zug zum Tor und auch in der Abwehr schlichen sich Fehler ein. Die Eilenburgerinnen zogen zum 9:6 davon, bevor es mit 10:7 in die Halbzeitpause ging.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste: ungeduldig, hektisch, harmlos. Dennoch kämpften wir um jeden Ball. Dennoch sollte es auch weiterhin ein torarmes Spiel bleiben. Beide Seiten scheiterten entweder an der gegnerischen Torhüterin oder ließen sich den Ball von der Abwehr abnehmen. Eilenburg lag stets mit zwei/drei Toren in Front(11:8, 12:10). Doch zunehmend stabilisierte sich unsere Defensive wieder. Wir zwangen die Gegnerinnen immer öfter ins Zeitspiel, welches dann ohne Torerfolg beendet wurde. Im Gegenzug wurde unser Spiel flüssiger. Geduldig spielten wir bis zur Chance, gingen aggressiver zum Wurf, beendeten angesagte Spielzüge oder das freie Spiel mit Torerfolgen(12:12, 13:13, 14:15, 14:17). In dieser Phase des Spiels sind besonders Sarah Junold, Josephine Köckeritz und Julia Zuckschwerdt hervorzuheben, die sich beherzt gegen die Abwehr durchsetzten und wichtige Tore für unsere Mannschaft erzielten. In den Hinterköpfen, dass wir in naher Vergangenheit einen 3-Tore-Vorsprung wenige Minuten vor Spielende auch schon verspielt hatten, nahmen wir noch einmal die letzten Kräfte zusammen und kämpften lautstark, auf und neben dem Feld, um jeden Ball. Zwar konnten die Eilenburgerinnen 15 Sekunden vor Spielende mit einem 7m auf 16:17 verkürzen, doch dieses Mal gaben wir die zwei hart erkämpften Punkte nicht mehr aus der Hand.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass wir es uns mit unserer phasenweisen Abschlussschwäche selbst sehr schwer machen und daran arbeiten müssen, unsere gute herausgespielten Chancen zu verwerten. Doch mannschaftlicher Zusammenhalt, ungebrochener Kampfgeist und das Übernehmen von Verantwortung zum richtigen Zeitpunkt, haben uns geholfen, das Spielfeld als Sieger zu verlassen.
Nächstes Wochenende ist wieder Heimspieltag. Am Sonntag, den 28.01. begrüßen wir 12.00 Uhr die Spielerinnen vom SV Lok Leipzig-Mitte.
HSV Mölkau-Die Haie II: Jeannette Köckeritz, Michelle Serbe, Sarah Junold (4), Anna Bauer (4), Jana Schneider, Josephine Köckeritz (3/1), Julia Zuckschwerdt (3), Anke Parusel, Julia Fischer, Marlene Mangold, Annalena Schnappka, Anett Weber (3/1)
Trainer: Mona Reinhardt, Maximilian Kühne
Schiedsrichter: Andre Brüggemann, Tino Weiß (SV Lok Leipzig-Mitte)