19/05/2026
Gibt es doch schlechtes Wetter??
Feuchtfröhlich einmal anders…
Am Samstag, den 19.04.2026 trafen sich 20 frohgelaunte Wanderer um mit PKW-Fahrgemeinschaften und dem Bus des SV-Adler nach Hoppenstedt (bei Hornburg/Vienenburg) zu fahren. Eine Wanderung am Fallstein, Harzvorland war geplant.
Alle waren voller Vorfreude auf ein Abenteuer in der Natur mit Frühlingserwachen und Adonisröschen. Diese waren angekündigt als Vertreiber des Winters. Trotz der düsteren Wettervorhersage und der ständigen Regenwolken, die über uns schwebten, ließ sich unsere Truppe nicht entmutigen. Die Vorfreude auf den Tag, die Gesellschaft guter Freunde und die Aussicht auf eine malerische Landschaft trugen dazu bei, dass die Stimmung bei allen prächtig war.
Letztendlich hingen die Regenwolken allerdings nicht nur am Himmel, sie ergossen sich gnadenlos über uns.
Die feuchte Wanderung begann auf einem idyllischen Pfad, der von üppigem Grün umgeben war. Der stetige Regen verlieh der Natur einen frischen, lebendigen Anstrich, während wir uns, noch frohen Mutes, entschlossen über den schlüpfrigen Boden vorwagten. Der Anstieg auf den kleinen Fallstein stellte sich als aufregend heraus. Er brachte die Herausforderung mit sich, dass wir immer wieder rutschten und ins Straucheln gerieten. Den Regenschirm in der einen Hand, wurde die andere zum Abstützen auf dem schlammigen Boden benötigt.
Ja, wir haben auch Adonisröschen gesehen, sind an den Resten der DDR-Grenzanlagen und dem Grenzturm Rhoden (an dem Tag ohne Brockenblick) vorbei gegangen, haben an dem 1975 errichteten Bauwerk kurz innegehalten und an die Zeiten gedacht, in denen die innerdeutsche Grenze zu einem unüberwindbaren Todesstreifen mit Selbstschuss-Anlagen ausgebaut war.
Nach 2 Stunden Fußweg hatte auch die Letzte nasse Füße und alle sehnten sich nach einem schützenden Dach vor dem weiter anhaltenden Regen. Endlich erreichten wir das Ausflugslokal, Willeckes Lust, wo wir durchnässt, aber erleichtert eintrafen.
Im Lokal waren die Tische schnell gefüllt und unter den Stühlen bildeten sich kleine Pfützen aus Wasser. Zum Teil mussten sogar die Schuhe ausgezogen und das Regenwasser daraus gekippt werden. Warme Getränke und das sehr gute Essen mit den regionalen Köstlichkeiten sorgten dafür, dass unsere abgekühlten Körper wieder aufwärmten.
Letztendlich haben wir die Wanderung nach dem Essen nicht wie geplant fortgesetzt, sondern sind nach Hause gefahren.
Trotz bzw. gerade wegen des Regens wurde dieser Tag unvergesslich. Es war eine Mischung aus Naturerlebnis, Herausforderungen und dem unerschütterlichen Teamgeist unserer Gruppe. Geschichten wurden geteilt, Lachen hallte durch das Lokal, und wir alle waren uns einig: Es gibt schlechtes Wetter und unpassende Kleidung!
Wir wünschen uns, dass die Wanderung für das nächste Jahr noch einmal eingeplant wird, dass wir dann in Ruhe und bei Sonnenschein die Adonisröschen, idyllische Waldwege und bewegende Baudenkmäler genießen können.