31/08/2026
Bei der keltischen Münze, die ich gefunden habe, handelt es sich vermutlich um ein sogenanntes Regenbogenschüsselchen – genauer gesagt um einen Dreiwirbelstater vom Typ Bochum.
Erkennen kann man diesen Münztyp an zwei charakteristischen Motiven: Auf der einen Seite befindet sich die sogenannte Kreisaugenpyramide, auf der anderen der namensgebende Dreiwirbel.
Seit dem ersten Jahrhundert vor Christus kamen diese Münzen vor allem in Hessen und in den rechtsrheinischen Gebieten vor. Die frühen Ausgaben wurden zunächst aus Gold, Elektron oder Silber geprägt.
Spätere Exemplare gelangten weiter nach Norden, insbesondere in den Kölner Raum sowie in das Ruhr- und Wesergebiet. Der Edelmetallgehalt nahm dabei immer weiter ab, weshalb diese späteren Stücke häufig nur noch aus einer Silberlegierung oder sogar aus Kupfer bestehen.
Mein Exemplar besitzt außerdem ein besonders interessantes Beizeichen: Unter den Kreisaugen ist deutlich ein sogenanntes „A“ zu erkennen.
Die Münze stammt vermutlich aus dem späten ersten Jahrhundert vor Christus und könnte von ubischen oder batavischen Hilfstruppen als Zahlungsmittel verwendet worden sein.
metalldetektor