15/10/2026
Dem Spitzenreiter alles abverlangt
Am vergangenen Samstag war der aktuelle Krösus der Liga, der TSV Pulsnitz 1920, zu Gast in Lauta.
Vor diesem ohnehin schon schwierigen Spiel hätten die Vorzeichen kaum schlechter sein können. So fehlten neben den langzeitverletzten Weinhold und J. Raak auch noch Amsel, Petereit, Sickert, Klose und Kupfer. Damit war keiner der sechs nominellen Innenverteidiger unserer Mannschaft im Spieltagskader.
Coach Hänchen musste also improvisieren und holte Denny Schäfer aus dem Mittelfeld und den ganz jungen Schitto – normalerweise Außenverteidiger – ins Abwehrzentrum. Da auch noch Hofmann und Brohmann nicht zur Verfügung standen, blieben viele Plätze auf der Ersatzbank frei. Dort fanden sich letztendlich nur Zschieck und Janot Clade – eigentlich im Dartsport zu Hause – wieder. Auch der eigentlich schon zurückgetretene Günther schnürte noch einmal die Töppen für unsere Farben und musste gleich wieder über die volle Distanz ran.
In den ersten Minuten konnte man schon Angst bekommen, dass diese Partie richtig böse enden könnte. Pulsnitz zeigte von Beginn an sein Können und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Bis zur Pause konnte es aber nur zwei davon verwerten.
Im zweiten Durchgang dann ein ganz anderes Bild. Unsere Mannschaft haute noch einmal alles raus und gab das Spiel noch nicht verloren. Der schnelle Anschluss durch einen direkten Freistoß von Denny Schäfer gab dann zusätzlich Rückenwind. Kurz danach ein Foulspiel an Jonas Schäfer im gegnerischen Strafraum. Selbst die mitgereisten Fans aus Pulsnitz konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als die Pfeife des Schiedsrichters überraschend stumm blieb.
Lauta nun wütend und mit großem Willen. Kieslich verpasste nur um Zentimeter per Kopf, Günthers Schuss verfehlte den Kasten nur knapp und einen herrlichen Distanzschuss des eingewechselten Clade konnte der Gästekeeper sensationell aus dem Kreuzeck fischen.
Am Ende wurde der große Kampf aber nicht mehr belohnt und man musste sich dem Tabellenführer mit 1:2 geschlagen geben.
Wenn man sieht, dass Pulsnitz in dieser Saison in allen anderen Spielen mindestens vier Tore pro Spiel erzielte – oder auch mal acht –, kann man aufgrund der Personalsituation doch mit Stolz auf die Leistung der Mannschaft blicken.