21/06/2026
Für die beiden Laupheimer Jungschützen begann das Wochenende bereits am Freitag mit viel Vorfreude und wenig Zeit zum Durchatmen. Die Taschen waren vorsorglich schon am Donnerstagabend gepackt worden. Kaum war die Schule beendet, ging es direkt zum Laupheimer Schützenhaus. Schnell wurde die Reisetasche im Auto des Trainers verstaut und das eigene Lichtgewehr aus dem Tresorraum geholt.
Anschließend startete die Fahrt nach Suhl. Dort fand am Samstag die von der Deutschen Schützenjugend organisierte „Faszination Lichtschießen“ statt – eine Veranstaltung, die als inoffizielle Deutsche Meisterschaft im aufgelegten Lichtschießen gilt.
Warum inoffiziell? Die aktuelle Sportordnung sieht eine Deutsche Meisterschaft in dieser Form bislang noch nicht vor. Der Wettbewerb endet derzeit auf Ebene der Landesmeisterschaften. Aufgrund der stetig wachsenden Beliebtheit des Lichtschießens dürfte sich dies jedoch in naher Zukunft ändern.
Die Besonderheit von „Faszination Lichtschießen“ besteht darin, dass nicht allein das Schießen im Mittelpunkt steht. Zusätzlich müssen die Teilnehmer ihr Können in vier weiteren Bereichen unter Beweis stellen: Koordination, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Konzentration.
Die Reise bot außerdem die Gelegenheit, einen neuen Schützenverein kennenzulernen. Um die Kosten möglichst gering zu halten, entschied man sich, beim Schützenverein im Nachbarort Zella-Mehlis nach einer Übernachtungsmöglichkeit anzufragen. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Kommt vorbei und bringt Hunger mit!“
Kaum angekommen und das Nachtlager im Schützenhaus aufgebaut, wartete bereits ein reich gedeckter Tisch mit original Thüringer Spezialitäten und allem, was das Herz begehrt. So wurde der Aufenthalt von Beginn an zu einem besonderen Erlebnis.
Am Samstagmorgen hieß es dann früh aufstehen für Louisa Haid und Julius Hopp. Nach dem Frühstück ging es direkt zum Thüringer Leistungszentrum in Suhl. Nach der Registrierung und der Begrüßungsansprache begannen die Wettkämpfe.
Die beiden Laupheimer Nachwuchsschützen zeigten starke Leistungen, trafen jedoch auf eine ebenso starke Konkurrenz. Vereine aus ganz Deutschland – von der Bodenseeregion bis zur Kieler Bucht – waren vertreten.
Am Ende reichte es für solide Platzierungen im oberen Drittel des Teilnehmerfeldes. Noch wichtiger war jedoch die wertvolle Wettkampferfahrung, die die beiden für zukünftige Herausforderungen sammeln konnten.
Ein besonderes Highlight waren die parallel stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaften im Sportschießen. Hier konnten die Nachwuchsschützen hautnah erleben, wohin der Weg mit viel Training, Ehrgeiz und Disziplin führen kann.
Am Ende waren sich Schützen und Trainer gleichermaßen einig: Die Reise nach Suhl war ein voller Erfolg und ein rundum gelungener Wettkampf, der noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.