02/06/2026
Deutsche Schülermeisterschaft im Radball in Duderstadt
Der RV 1902 Laubach hat sich am vergangenen Freitag mit knapp 25 Personen auf den Weg nach Duderstadt in Niedersachsen gemacht, um seine Mannschaft mit Kilian Seufer und Levin Fuchs bei der Deutschen Meisterschaft im Radball zu unterstützen.
Das Ziel der jungen Radballer war klar: eine Medaille gewinnen.
Gespielt wurde im Modus „Jeder gegen jeden“ in vier Spielblöcken, verteilt auf zwei Tage.
Neben den Laubachern gingen noch Stein (Bayern), Gärtringen 1 und 2 (Baden-Württemberg), Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg), Lauterbach (Baden-Württemberg), Reideburg (Sachsen-Anhalt) und Wiednitz (Sachsen) an den Start.
Im ersten Block am Samstagmorgen warteten mit Stein und Gärtringen 1 direkt zwei Mannschaften, die sich ebenfalls einen Platz unter den Top Drei ausgerechnet hatten. Leider schafften es Kilian und Levin in beiden Spielen nicht, ihre gewohnte Leistung abzurufen, sodass beide Partien verloren gingen. Ein mehr als schlechter Start in die Deutsche Meisterschaft. In der Mittagspause ging es dann um Regeneration und die Vorbereitung auf den nächsten Spielblock.
Der zweite Block startete direkt gegen den Titelfavoriten aus Wiednitz. Kilian und Levin zeigten hier leider eine ihrer schwächsten Saisonleistungen, sodass auch dieses Spiel deutlich verloren ging. Trainer Lars Stengel und die mitgereisten Fans konnten sich diese schwache Leistung nicht erklären. Vielleicht lag es am Druck, unbedingt etwas gewinnen zu wollen, vielleicht am sehr warmen Wetter. Wir werden es nicht erfahren.
Im letzten Spiel des Tages gegen Reideburg wurden die Laubacher dann endlich wach und zeigten, was sie können. Man hätte meinen können, dort stünden zwei völlig andere Spieler auf dem Feld als in den zuvor gespielten Partien. Mit schönen Kombinationen ließen sie ihrem Gegner keine Chance und konnten das Spiel gewinnen. Damit waren die ersten wichtigen drei Punkte eingefahren.
Den ersten Turniertag schloss man so mit einem positiven Gefühl auf Platz sechs ab. Nach einem gemeinsamen Abendessen wurde der Samstag beendet.
Der Sonntag sollte die Wende bringen
Am nächsten Tag ging es mit den beiden verbleibenden Spielen des dritten Blocks weiter.
Der erste Gegner war Gärtringen 2. Kilian und Levin machten dort weiter, wo sie am Samstag aufgehört hatten, zeigten schöne Kombinationen und ließen ihrem Gegner keine Chance. Auch das zweite Spiel des Tages gegen Weil im Schönbuch wurde souverän gewonnen.
Am Ende des dritten Blocks hatten sich die beiden Laubacher bereits auf Platz vier verbessert.
Im letzten Block hatte jede Mannschaft noch ein Spiel zu absolvieren. Die Ausgangslage versprach Spannung pur im Kampf um die Plätze zwei und drei. Platz eins war zu diesem Zeitpunkt bereits an Wiednitz vergeben, die sich den Titel vollkommen verdient hatten.
Der letzte Gegner der Laubacher war Lauterbach. Die Ausgangslage war klar: Ein Sieg musste her. Gleichzeitig durfte einer der direkten Konkurrenten – Stein gegen Weil im Schönbuch oder Reideburg gegen Gärtringen 2 – nicht gewinnen, damit Laubach noch den zwischenzeitlich kaum noch für möglich gehaltenen Sprung auf das Treppchen schaffen konnte.
Reideburg spielte zuerst und gewann souverän gegen Gärtringen 2. Damit sicherten sich die Sachsen-Anhalter bereits einen Platz auf dem Treppchen. Die erste erhoffte Schützenhilfe für Laubach blieb also aus.
Anschließend mussten die Laubacher selbst ran und konnten die Partie gegen Lauterbach für sich entscheiden. Damit verbesserten sie sich zunächst auf Platz drei.
Nun kam es zum letzten entscheidenden Spiel zwischen Stein und Weil im Schönbuch. Aus Laubacher Sicht durfte Stein nicht gewinnen, damit Platz drei am Ende an die Mittelhessen geht.
Es wurde ein wahres Wechselbad der Gefühle. Stein ging zunächst in Führung und verdrängte Laubach wieder auf Platz vier. Die Laubacher Fans wurden kurzerhand zu lautstarken Unterstützern der Mannschaft aus Weil im Schönbuch, die es tatsächlich schaffte, das Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen und zu gewinnen.
Damit hatte Laubach am Ende – sicherlich auch mit etwas Glück – die Bronzemedaille gewonnen.
Die Freude bei allen Laubachern war riesig. Genauso groß war die Erleichterung, nach diesem schwierigen Turnierverlauf doch noch den dritten Platz erreicht zu haben.
Ein besonderer Dank gilt unserem Trainer Lars Stengel, der die Jungs wieder in die Spur gebracht hat.
Vielen Dank auch an die zahlreichen mitgereisten Fans, die für eine fantastische Stimmung gesorgt und immer an Kilian und Levin geglaubt haben.
Ebenfalls ein großes Dankeschön an den Gastgeber aus Obernfeld, der eine hervorragend organisierte Deutsche Meisterschaft auf die Beine gestellt hat.
Und auch auf diesem Wege nochmals ein riesiges Dankeschön an Neo und Marlon aus Weil im Schönbuch.