04/10/2024
Gurtprüfungen im Karateverein Landstuhl
Beim Karateverein Landstuhl fand kürzlich wieder die jedes halbe Jahr stattfindende Gurtprüfung durch. Diesmal handelte es sich für mehrere DAN-Träger (Schwarzgurtträger) um eine besondere Herausforderung, da sie sich der Prüfung zum nächsthöheren DAN-Grad stellten.
Doch zunächst gingen die jugendlichen und erwachsenen Mitglieder an den Start. Hier stellten sich 25 Mitglieder, vom Anfänger bis zum hohen Fortgeschrittenen, der Aufgabe, den nächsthöheren Schülergrad zu erreichen. Das zu absolvierende Programm erstreckte sich neben Grundtechniken, Partnertechniken und Kata – das sind fest vorgegebene Technikfolgen, die sozusagen die Lexika des Karate darstellen) auch auf den Bereich Selbstverteidigung. Je nach Gurtgrad müssen die Prüfungsteilnehmer dabei verschiedene Schwierigkeitsstufen durchlaufen. Die Teilnehmer zeigten durchweg tolle Leistungen so dass Ihnen der nächsthöhere Gurtgrad verliehen werden konnte.
Der Prüfungstag näherte sich einem ersten Höhepunkt mit der Prüfung von Christian Habelitz zum 2. DAN-Grad (zweiter Schwarzgurt).
Diese Prüfung war an dem heutigen Tag die unter anderem konditionell anspruchsvollste Prüfung, Da Christian seine Kampfkunstlaufbahn in einem anderen Karate-Stil begonnen hatte und erst später zum Shorin-Ryu-Stil wechselte musste er demonstrieren, dass er die Prinzipien dieses Stils mittlerweile verinnerlicht hat und auch praktisch umsetzen kann. Dies hat er in eindrucksvoller Weise bewiesen.
Anschließend stellten sich Uwe Stuck, Peter Henzmann, Andreas Schröer, Natalie Offermann und Thomas Böttin der Prüfung zum 3. DAN Schwarzgurt. Bei dieser herausfordernden Prüfung mussten die Teilnehmer im Rahmen der zu durchlaufenden Kata beweisen, dass sie sämtliche Techniken des Stils im waffenlosen Bereich, aber auch im Umgang mit den traditionellen Waffen sicher beherrschen.
Anschließend mussten sie sich in einem Kreis den unterschiedlichsten Angriffssituationen durch mehrere Angreifer stellen. Diese Angriffe reichten von einzelnen Faust- und Fußangriffen bis hin zur sogenannten Nahdistanz, in der sich die Verteidiger gegen Greifen, Umklammerungen und Würgegriffe zur Wehr setzen mussten.
Durch ihre sehr guten Leistungen konnten alle Teilnehmer mit Stolz die Urkunde zu ihrem angestrebten Grad entgegennehmen. Sie tragen nun die Titel Shidouin und Tashi, das bedeutet Lehrer der 1. Stufe und Meister des Shorin-Ryu-Karate.
Abschluss und Höhepunkt des Prüfungstages war die Prüfung von Siglinde Stuck zur Prüfung zum 4. Dan. Dieser anspruchsvollen Prüfung haben sich in der langjährigen Geschichte des Landstuhler Vereins bisher nur wenige Mitglieder gestellt. Das Erlangen dieses Grades erfordert ein sehr hohes technisches Niveau. Dieses hat Siglinde auf hervorragende Weise gemeistert und somit auch noch für die anwesenden Zuschauer eine beeindruckende Demonstration abgeliefert. Ihre Leistung ist umso beeindruckender, da Siglinde mit 61 Jahren nicht mehr zu den jüngsten Teilnehmern gehört. Sie hat demonstriert, dass man im Karate trotz eines etwas fortgeschrittenen Alters erstklassige Leistungen erbringen kann.
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