04/04/2022
Am 23.02.2022 gab es Besuch vom RTW, Schmerzen im Bauchbereich. MMn etwas übertrieben, aber gut, der Mann am anderen Ende der Leitung fand, dass ein KTW nicht ausreicht. Nach gründlicher Untersuchung wurde das Herz ausgeschlossen und es wurde ein Transport in die Notaufnahme für mich angefordert, da in den RTW kein E-Rolli passt. Am Krankenhaus angkommen gings erst richtig los. Zur Erklärung: Da ich nicht nur diverse körperliche Behinderungen habe, sondern auch unter Angststörungen mit Panikattacken und Soziophobie leide, habe ich einen Schwerbehindertenausweis mit einem B für Begleitperson. Somit ist sichergestellt, dass mich IMMER eine für mich zuständige Person begleiten darf. Das ist wie eine Ausnahmeregelung und wurde auch in der CoronaSchuVO berücksichtigt. Leider war es ein ziemlich lauter Kampf gegen die Türsteherin des Krankenhauses und ihren Handlangern bis ich nach fast zwei Stunden, mit "Ausnahmegenehmigung von ganz oben" und Coronatest, meine Assistenz mit in den Wartebereich der NOTAUFNAHME nehmen durfte. Meine Pflegeassistenz ersetzt Arme und Beine und steht mir auch seelisch bei. Bei jeder Untersuchung durfte meine Assistenz bei mir bleiben, und auch zur Hand gehen. Das zeigt, dass es auch Menschen ohne Behinderung möglich ist Emphathie zu zeigen und andere Menschen nicht zwangsläufig als Objekte abzustempeln.
Für Menschen mit Hilfebedarf sind Assistenzkräfte lebensnotwendig und so steht es auch in der CoronaSchuVO. In der NA hat niemand gegen geltendes Recht verstoßen! Als kleine Info am Rande, ich habe einen Bauchdeckenriss, der in naher Zukunft operiert werden sollte. Definitiv nicht in Lünen.
Als ich gerade etwas ruhiger war, hatte meine Assistentin ein Video von mir gemacht. Dieses seht ihr hier. Mehr (mich heulend und sabbernd) zeigen wäre mir doch zu viel. Da ich aufgrund der anhaltenden Probleme (Beitrag zuvor) schon vor diesem Vorfall stark belastet war und nicht zur Ruhe komme, habe ich diesen Tag bis heute nicht verarbeitet und spüre die Folgen. Schwäche nutzen die besagten Träger leider sofort aus. Ja, ich würde lieber auf diese Leistungen und dem damit verbunden Stress verzichten.
Der Haken an der Sache: Dann endet mein Leben.