15/09/2026
Der Vorbericht wird präsentiert von
„Wir leben Apotheken“
🟥LSK vor schwierigen Aufgaben. Jetzt ist in Bersenbrück Resilienz gefragt!
Das war ernüchternd: Statt des erhofften ersten Saisonsiegs gab es eine bittere 1:2-Niederlage gegen Aufsteiger Vorwärts Nordhorn.
Es soll hier gar nicht weiter auf die umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns, wie bei den (Gelb-) Roten Karten für Marian Kunze und Wilson und dem Siegtor der Gäste, eingegangen werden. Wichtig ist jetzt, dass unsere Jungs Widerstandsfähigkeit zeigen um diesen herben Rückschlag zu bewältigen und sich wieder zu stabilisieren.
Bereits am morgigen Mittwoch steht nämlich um 20 Uhr das Nachholspiel beim TuS Bersenbrück an. Die Verlegung wurde aufgrund der DFB-Pokal-Begegnung des LSK gegen Werder Bremen notwendig. Es ist sicher nicht ideal, am Abend eines Wochentags eine Anreise von über 200 Kilometern bewältigen zu müssen, aber der Spielplan will es leider so und die Schwarz-Weißen müssen jetzt aufpassen, um nicht in eine gefährliche Abwärtsspirale zu gelangen.
Auch LSK-Trainer Tarek Gibbah ist von den momentanen Umständen wenig begeistert: "Für uns steht mit Bersenbrück eine weite Auswärtsfahrt unter der Woche an – natürlich alles andere als optimal, aber da müssen wir jetzt durch. Die Nachwehen des vergangenen Spiels mit den beiden Platzverweisen für Marian Kunze und Wilson Coelho Jr. schmerzen natürlich. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir das als Mannschaft auffangen.
Die Hausherren sind ähnlich wie wir nicht gut in die Saison gestartet, bis am Sonntag bei denen der Knoten geplatzt ist. Der hohe Sieg wird ihnen sicherlich ordentlich Selbstvertrauen gegeben haben und entsprechend werden sie uns am Mittwoch empfangen."
Und in der Tat: Der TuS holte bis zum Sonntag lediglich einen Punkt aus vier Partien, ehe dem Team beim SV Meppen II ein fulminanter 5:0-Auswärtssieg gelang. Damit sprang die Mannschaft vom neuen Trainer Hanjo Vocks vorbei am LSK auf Platz 11 der Tabelle. Im NFV-Pokal erreichte die Truppe nach einem 2:1 über Vorsfelde das Viertelfinale, muss dort bei Germania Egestorf-Langreder ran.
Bersenbrück schloss nach dem Oberliga-Aufstieg 2016 jede Spielzeit mit einem einstelligen Tabellenplatz ab und verpasste 2024 in zwei Relegationspartien gegen Weiche Flensburg nur ganz knapp die Regionalliga (2:2, 1:2).
In der vergangenen Serie belegte man allerdings "nur" Rang 9; für das ambitionierte Team, das Platz 1 oder 2 und damit die Regionalliga als Ziel ausgerufen hatte, sicher eine Enttäuschung. Zur Winterpause mit 31 Zählern noch in der Spitzengruppe angesiedelt, reichte es im Jahr 2026 lediglich für 11 Punkte.
Acht Zugänge verzeichnete der TuS zur neuen Saison, unter anderem Justus Warnking vom Bremer SV, Lejs Bukvic aus Oberneuland und Sven Lameyer von Atlas Delmenhorst. Demgegenüber stehen neun Abgänge, wobei mit Julius Kanowski (Meppen II), Connor Rohra (Drochtersen II) und Marcos Alvarez (Rehden) drei Kicker zu Staffelkonkurrenten wechselten.
Personell wird es bei unseren Lüneburger Jungs leider auch weiterhin einige Ausfälle geben. Neben den beiden gesperrten Spielern fehlen weiterhin die verletzten Ole Brammer und Mika Schönke. Bei Tom Muhlack entscheidet sich kurzfristig, ob es für einen Einsatz reicht.
"Für uns geht es jetzt vor allem darum, nicht zu nervös zu werden und weiter an uns zu glauben. Wir wissen, dass wir es besser können und irgendwann muss der Knoten auch bei uns platzen. Wichtig wird sein, dass wir von der ersten Minute an da sind und es dem Gegner gerade in den Anfangsminuten nicht wieder zu leicht machen", gibt Coach Gibbah die Richtung für die morgige Partie vor.
Eigentlich gehören die Gastgeber nicht zu den Lieblingsgegnern des LSK. In der vergangenen Saison folgte einer desaströsen 0:5-Auswärtspleite das 2:2 auf den Sülzwiesen (Tore von Tomek Pauer und Tjark Dörr), in dem die Jungs vom Wilschenbruch in der Nachspielzeit noch den Ausgleich hinnehmen mussten. Auch in der Oberliga-Serie 2022/23 mussten mit 1:5 und 1:3 zwei bittere Pillen gegen den TuS geschluckt werden.
ABER: Da gab es ja noch das NFV-Pokal-Finale im Mai diesen Jahres gegen Bersenbrück, welches allen LSK-Fans, die es miterlebt haben, unvergessen bleiben wird. Die Erinnerung daran sollte bei unseren Jungs doch hoffentlich Kräfte und positive Energie freisetzen...