10/08/2023
Kinematik am Fahrwerk
Kein Bock mehr auf Klappmesser und Bocken, Bremsstempeln und Kraftverlust beim Reintreten?
Hast du das Gefühl, etwas geht immer verloren?
Das diese kleinen Nuancen, dir immer etwas vom Spass nehmen?
Und das obwohl du jede Komponente in den Jahren getauscht und leichter gemacht hast.
Vielleicht sind es nicht die Zutaten sondern einfach das Rezept, wie die Komponenten zusammen spielen.
Vielleicht ist dir aufgefallen, das obwohl ein Model das andere jagt, die Grundlage der Zusammenstellung irgendwie immer ähnlich sind.
Es ist wie bei Ikea, du weißt wo die Drehpunkte liegen oder welche Kipphebel und Umlenkung verbaut sind und wie der Dämpfer liegt oder steht.
Natürlich gibt es auch andere Lösungen, aber die sehen echt komisch aus.
Aber jetzt erinnere dich an die Werbevideos und Testberichte, wie die Kinematik in ihren Vorzügen beschreiben wurde.
An die Begriffe wie Antrittsneutral, Pedalrückschlag, Progession und Bremsbalance?
Hattest du auch das Gefühl, eine gute Federung hängt von dem Dämpfer ab und weniger vom Rahmen?
Wie oft wurden dir der Drehmomentensatz der Kräfte im Hinterbau gezeigt?
Dir wurde erzählt, wie gut deine Bremse dich wie ein Wurfanker stoppen kann, aber nicht wie das Bremsmoment in den Hinterbau wirkt oder welche Gegenkräfte benötigt werden?
Zur Erinnerung, in den 90‘ gab es wilde Konstruktion die eine Bremsmoment-Abstützung über den Hinterbau in den Hauptrahmen.
Nun sind wir bei den E-Motoren und den Hightech Materialien angekommen, aber die Physik immer noch die gleichen.
Die kleinen Unannehmlichkeiten der Kinematik haben deine Beine oder den Rahmen wenig gestört, aber jetzt ist ein E-Motor das elementare Bauteil(Familienmitglied) in der Kraftkette.
Und es gibt Dinge die E-Motoren, sowie Familienmitglieder nicht mögen, das an ihnen gezogen wird, wenn sie gerade kräftig am arbeiten sind.
Möchtest du nicht auch lieber mehr Harmonie?
Dir wurde ein System zum blocken der Federung gegeben, damit dir die Kinematik beim Uphill nicht so viel von deiner Kraft nimmt.
Du hast die ganzen kleinen und großen Kraft-Diebe akzeptiert, aber dich nie gefragt, muss das Sein?
Habt ihr eine Ahnung, warum sich eure Federung verhärtet, wenn ihr bremst, oder warum euer Bike wippt, während ihr in die Pedale tretet?
Es geht aber auch anders!
Eine Feder gleicht Unebenheiten aus, während die Dämpfung Energie absorbiert, die von Schlägen auf das Hinterrad kommt. Die Charakteristiken beim Pedalieren, Bremsen und der Schlag-Absorption definieren das Hinterbau-Konzept. Schlag-Absorption, Pedaliereffizienz und das Bremsverhalten sind eng miteinander verknüpft.
Das Fahrwerk ist so entwickeln, dass es dem Fahrer eine optimale Treteffizienz gibt.
Das Bikes ist so effizient wie möglich sein, um jedes Watt des Fahrers in Vortrieb umzuwandeln.
Die Beschleunigung drückt euer Gewicht in Richtung Hinterrad und der Hinterbau federt nicht ein. Durch das Pedalieren reagiert die Hinterbau-Federung nicht mit Einfedern, es fühlt sich an wie ein Hardtail, hat aber 200mm Federweg. Der Hinterbau kennt kein „Squatting“ (englisch für „in die Hocke gehen“).
Wir haben 0% Anti-Squat,das bedeutet, dass es keinerlei Einfluss der Kettenkräfte auf die Federung gibt und wir haben 100% Anti-Squat,das bedeutet, dass die Kettenkraft dem Massentransfer genau entgegenwirkt und das Bike sich somit nicht in seinen Federweg zieht.
Während des Einfederns des Hinterbaus bleibt die Kettenlinie und die Geometrie des Hinterbaus konstant.
Stellt euch vor, ihr tretet einen steinigen Trail bergauf. Der Hinterbau nimmt Schläge vom Untergrund auf und verleiht euch die Bodenhaftung, um den Anstieg zu bewältigen. Beim Bergauffahren ist euer Hinterbau aktiv, was bedeutet, dass Spannung auf der Kette liegt und euer Hinterbau federt nicht ein. Das Hinterbau-Konzepte hat eine konstante Kettenstrebenlänge durch den gesamten Federweg hindurch und so kommt es zu keiner Längenänderung der Kette. Das Einfedern eures Hinterbaus verursacht keine Kettenlängenänderung und zieht nicht an euren Kurbeln. Ihr verspürt das schöne Gefühl, wenn eure Pedale nicht zurückgezogen werden. Egal welches Kettenblatt an der Kurbel und an der Kassette anliegt, es wird keinen Pedalrückschlag verursachen.
Beim Bremsen wird eine von der Bremse ausgehende Kraft in den Rahmen eingeleitet. Bei dem Fully beeinflusst diese Kraft die nicht Funktion des Hinterbaus. Im Wesentlichen wird der Hinterbau durch die Kraft des Bremsens nicht ein- oder ausfedert. Der Hinterbau ist so konzipiert, um beim Bremsen die Geometrie des Bikes konstant zu halten und dabei über ein aktives Fahrwerk zu verfügen. Die Bremse hat keinen Einfluss auf die Federung und die Geometrie des Bikes verändert sich nicht.
Die Raderhebungskurve ist mit einem hohen Drehpunkte ideal zum Hindernis, der Impuls drückt das Tretlager in Fahrtrichtung und minimiert den Einfluss aus die Massenträgheit des Fahrers.
Das schönste an dem Hinterbau ist, man kann ohne Bedenken ein Table springen und mit angezogener Bremse landen, die Bremsmomente werden in den Rahmen geführt und der Hinterbau wird dynamisch stabilisiert.