14/06/2021
Als die Finnen sich am Samstag überraschend mit 1:0 gegen Dänemark durchsetzen konnten, wollte sich die typische Freude der neutralen Zuschauer über einen Sieg des Undergogs nicht einstellen, denn aufgrund des Dramas um Christian Eriksen waren die Sympathien längst zu den ohnehin nie unsympathischen Dänen gewechselt.
Dies war bei Österreich gegen Nordmazedonien nun anders.
Auf Seiten der Alpenländer standen zwar 21 Profis im Kader, die in der Bundesliga ihre Brötchen verdienen, aber trotzdem war da diese unerklärliche Zuneigung für den EM Neuling. Und das, obwohl die Truppe um Stürmer Goran Pandev im März erst die DFB Elf geschlagen hatte. Underdog-Liebe halt.
Doch Österreich geht in Führung und alles scheint nach Plan zu laufen. Bis, ja bis genau dieser Pandev mit seinen 37 Jahren einen dummen Schnitzer clever ausnutzt und unbehindert zum 1:1 einschiebt. Ein historisches Tor für den Mann, der seinen eigenen Club besitzt und da Nordmazedonien auch noch locker, flockigig mitspielt, scheint eine Sensation in der Luft zu liegen.
In der 78. Minute macht der optisch überlegene Favorit aus Österreich nach sehenswerter Hereingabe von Alaba dann aber doch das 2:1 und am Ende gewinnt Österreich erwartungsgemäß sogar mit 3:1.
Obwohl die deutsche Bundesliga gewonnen hat sind wir ein wenig traurig, denn unsere Herzen gehörten für 90 Minuten dem Underdog aus Nordmazedonien.